Anschlag: Todesfahrer von Magdeburg aus Gerichtssaal abgeführt

Er fuhr mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt. Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Im Gericht kam es nun zur Eskalation.

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Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. (Foto) Suche
Ein Polizeieinsatz in Bochum eskalierte. Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Im Prozess um die Todesfahrt auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt ist der Angeklagte von Spezialkräften der Justiz überwältigt und aus dem Verhandlungssaal gebracht worden. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg ihm das Mikrofon abgestellt, weil der Mann immer wieder die Regeln der Verhandlung nicht einhielt und seine Sicht der Dinge ausschweifend darstellte. Sternberg hatte den 51-Jährigen mehrfach vorgewarnt.

Ein Zuschauer berichtete, er habe gesehen, wie der Angeklagte versuchte, in Richtung der Tür der Glaskabine zu gelangen, in der er gemeinsam mit seinen Anwälten sitzt.

Nach einer Pause sprach Sternberg von einem Ausraster des Angeklagten. An den wieder in den Saal geführten Taleb al-Abdulmohsen richtete er sich mit den Worten: "Ich verstehe, dass das Sie mitnimmt und dass es Ihr Thema ist. Bloß alles zu seiner Zeit." Im Prozessrecht gebe es bestimmte Möglichkeiten, zu fragen und zu erklären. Zu der Eskalation war es gekommen, während ein Gründungsmitglied einer Kölner Flüchtlingshilfeorganisation auf dem Zeugenstuhl saß. Gegen den Verein erhebt der Mann aus Saudi-Arabien massive Vorwürfe.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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