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Coronavirus-News: Corona-Hammer! Lohnausfall für ungeboosterte Kontaktpersonen geplant

Der Vorstoß von Niedersachsens Gesundheitsministerin dürfte vielen Deutschen bitter aufstoßen: Daniela Behrens plant, ungeboosterten Kontaktpersonen im Falle einer Quarantäne keinen Lohn mehr zu zahlen. So will sie den Impf-Druck erhöhen und die Menschen zur Booster-Impfung animieren.

Wer als Kontaktperson in Quarantäne muss und nicht geboostert ist, dem könnte schon bald ein Lohnausfall drohen. Bild: AdobeStock/ Tobias Arhelger (Symbolbild)

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens will nicht "geboosterten" Kontaktpersonen von Corona-Infizierten keinen Verdienstausfall mehr zahlen. "Das muss kommen, und mir persönlich schwebt da der 1. März als Stichtag vor" sagte die SPD-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Freitag).

Corona-Hammer! Keine Lohnfortzahlung für ungebooster Kontaktpersonen

Sie verwies darauf, dass Kontaktpersonen mit einer Auffrischungsimpfung eine Quarantäne vermeiden könnten. Behrens sagte, sie habe hierzu einen Austausch in der Gesundheitsministerkonferenz angeregt. "In jedem Dorf bekommen Sie relativ schnell einen Impftermin. Vor diesem Hintergrund können wir es den Steuerzahlern, der Allgemeinheit also, aus meiner Sicht nicht länger zumuten, Zahlungen für Kontaktpersonen in Quarantäne zu schultern, obwohl diese mit einer Booster-Impfung hätten vermieden werden können", sagte Behrens der Zeitung. Wer an Corona erkranke, solle aber weiterhin die Lohnfortzahlung bekommen - unabhängig vom Impfstatus.

Ohne Booster keine Kohle! Lohnausfall bei Quarantäne ohne dritte Corona-Impfung

Bereits letzte Woche hatte ein Bericht der "Bild"-Zeitung zum gleichen Thema für mächtig Zündstoff gesorgt. Ein Kurz-Gutachten der Bundestags-Juristen stellt laut "Bild" fest: "Arbeitnehmer, die nur ein- oder zweimal geimpft sind und in Quarantäne müssen, haben keinen Anspruch auf Lohnzahlung." Schon vergangene Woche hielt die "Bild" einen Lohnfortzahlungs-Stopp für nur Ein- und Zweimalgeimpfte für durchaus denkbar. Mit dem Vorstoß vonNiedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens scheinen die Pläne nun konkreter zu werden.

Corona-Lockerungen in Niedersachen laut Behrens für das Frühjahr geplant

Zeitgleich stellte Behrensweitreichende Lockerungen für das Frühjahr in Aussicht. Man wolle dann den Kultur- und Freizeitbereich langsam wieder öffnen. "Ich denke schon, dass wir im März insbesondere bei den privaten Kontakten wieder mehr zulassen können. Ich glaube auch, dass dann wieder größere Veranstaltungen im Kulturbereich vertretbar sind, und auch bei Konzerten und in der Gastronomie werden wir dann allmählich wieder mehr möglich machen können."

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fka/bua/news.de/dpa