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Kim Jong-un: K-Pop-Panik! So will Nordkorea die Musik aus seinem Land fernhalten

Seit Jahren erfreut sich der in Südkorea entstandene K-Pop weltweit immer größerer Beliebtheit. Nur einem scheint das so gar nicht zu schmecken: Kim Jong-un. Der Nordkorea-Machthaber sieht das Genre als Bedrohung und produziert nun sogar eine Art Spionageabwehr zur Bekämpfung des K-Pop.

Kim Jong-un will keinen K-Pop in seinem Land. Bild: dpa

Kulturelle Einflüsse aus dem Ausland sind in Nordkorea nicht gern gesehen. Vor allem Inhalte aus den USA und Südkorea versucht Kim Jong-un mit aller Macht von seinem Land fernzuhalten. Besonders der K-Pop, ein Musikgenre, welches in den 1990ern in Südkorea entstand und seitdem seinen Siegeszug um die Welt angetreten hat, soll dem Nordkorea-Machthaber ein Dorn im Auge sein.

Kim Jong-un kritisiert K-Pop-Industrie als sklavenähnliche Ausbeutung

Wie aktuell der britische "Daily Star" berichtet, macht das Regime daher nun öffentlich Stimmung gegen den K-Pop. Auf der nordkoreanischen Propaganda-Webseite Arirang Meari wurden die K-Pop-Musiker als "Sklaven" bezeichnet, die "ihres Körpers, ihres Geistes und ihrer Seele beraubt" werden. Auf der Webseite werden die Plattenlabels beschuldigt, erfolgreiche Bands ausgebeutet zu haben. Doch damit nicht genug. Die Webseite behauptet weiter, dass dieK-Pop-Künstler "schon in jungen Jahren an unglaublich unfaire Verträge gebunden sind" und "während ihrer Ausbildung inhaftiert" werden. Beweise für diese Behauptungen werden dem Leser jedoch nicht vorgelegt.

Nordkorea produziert Spionageabwehr gegen K-Pop

Laut "CNN" sei dieser Artikel ein gezielter Versuch Kim Jong-uns, um gegen ausländische Medien vorzugehen. Der Erfolg des K-Pop soll den Nordkorea-Machthaber zunehmend beunruhigen, weshalb er nun gezielt dagegen vorgehen will. Sang-sin Lee, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter am Korea Institute for National Unification (KINU), erklärte im Gespräch mit "NK News": "Dass Nordkorea diese Art von Artikeln schreibt, zeigt, dass [Pjöngjang] der Meinung ist, dass es schwierig geworden ist, die Verbreitung des K-Pop-Musik vollständig zu blockieren. Also arbeiten sie daran, eine Art Spionageabwehr zu produzieren, und behaupten, dass diese populären Songs unter schlechten Bedingungen gemacht werden."

Wer ausländische Inhalte konsumiert, wird in Nordkorea bestraft

Kim Jong-uns strenger Zensurapparat schränkt die Möglichkeit der Bürger, Filme, Musik, Fernsehen, Zeitungen und Bücher aus dem Ausland zu konsumieren, stark ein. Doch der technologische Fortschritt hat das Schmuggeln von Inhalten aus dem Ausland, insbesondere auf USB-Sticks, inzwischen erleichtert. Nordkoreanern, die ausländische Inhalte konsumieren und erwischt werden, drohen mitunter schwere Bestrafungen.

Kim Jong-uns Schwester droht US-Präsident Joe Biden

Anfang dieser Woche sorgte Kim Jong-uns Schwester für Schlagzeilen, als diese dem neuen US-Präsidenten Joe Biden öffentlich drohte. "Falls sie in den nächsten vier Jahren in Frieden schlafen will, hätte sie besser davon abgesehen, als ersten Schritt Stunk zu machen", wurde Kim am Dienstag von den staatlich kontrollierten Medien zitiert.

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fka/sig/news.de