Von news.de-Redakteurin - 26.11.2020, 10.04 Uhr

Corona-Beschlüsse spalten Deutschland: Unverständnis für neue Regeln! Deutsche kritisieren "halbherzigen Lockdown"

Mit Unverständnis, Verwirrung und Angst haben viele Deutsche auf die neuen Corona-Beschlüsse reagiert. Sind die neuen Regeln doch noch zu lasch? Auf Twitter machen die Menschen ihrem Ärger Luft und teilen mächtig gegen die Maßnahmen der Regierung aus.

Die neuen Corona-Beschlüsse sorgen weiterhin für Uneinigkeit. Bild: dpa

Die neuen Corona-Beschlüsse stehen fest und damit auch die Verlängerung des sogenannten "Lockdown light". Spätestens seit Mittwochabend kann man das "light" jedoch streichen. Angela Merkel und die Chefs der Länder haben die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen noch einmal verschärft. Schon ab 1. Dezember sollen die neuen Regeln in Kraft treten. Einen Überblick zu den aktuellen Maßnahmen finden Sie hier. Lediglich über Weihnachten und Silvester will die Regierung die Regeln lockern. Angela Merkel appellierte am Abend noch einmal eindringlich an die Menschen und bat nochmals um "Disziplin, Geduld und Solidarität". Doch wie denken die Deutschen tatsächlich über die kommenden Coronavirus-Beschränkungen? Ein Blick auf Twitter verrät: Deutschland ist gespalten.

Corona-Gipfel spaltet Deutschland: Deutsche blicken neuen Corona-Regeln mit Skepsis entgegen

Während sich die einen konkreter Pläne beim Thema Schule gewünscht hätten, drängen andere auf zukunftsorientierte Pläne. Auch die weniger strengen Maßnahmen an Weihnachten und Silvester sorgen für Skepsis. Immerhin müsse man damit rechnen, dass uns das Virus auch im kommenden Jahr noch über Monate hinweg beschäftigen wird. Andere werden sogar noch drastischer: Sie haben genug von all den Regeln. Die fordern ein Ende der Corona-Maßnahmen. Unter dem Hashtag "CoronaGipfel" machen viele Menschen ihrem Ärger Luft. Hier ein Überblick über die aktuellen Twitter-Reaktionen der Deutschen.

Die aktuellen Coronavirus-News aus Deutschland im Überblick

Twitter-User kritisieren Merkel-Maßnahmen

"Die Ergebnisse des #CoronaGipfel machen mich fassungslos. Über 400 Tote heute. Immernoch keine Maßnahmen für Schulen, bissl was Nutzloses im Einzelhandel und ab 200er Inzidenz gibts dann (diesmal aber wirklich!!!11) ein strenges "du du du!" mit erhobenem Zeigefinger. Lächerlich.", zeigt sich dieser Twitter-Nutzer sichtlich enttäuscht vom jüngsten Corona-Gipfel. Ein anderer schiebt hinterher: "Begrenzung der Personen im Einzelhandel künftig auf 1 Person pro 20 qm begrenzt, in den Schulen weiterhin 25 Schüler auf 20 qm und das stundenlang. Finde den Fehler.
#CoronaGipfel"."

Uneinigkeit um Silvester-Regeln und Begrenzungen im Einzelhandel

"Hab ich das jetzt richtig verstanden. Es gibt Maßnahmen, aber nicht so richtig und jeder kann entscheiden, was er macht oder auch nicht?#CoronaGipfel", reagiert auch dieser User mit Unverständnis auf die neuen Beschlüsse. "Hauptsache, man kann an Silvester 10 Leute treffen und böllern, yay. #CoronaGipfel", ärgert sich hingegen diese Kommentatorin über die ihrer Meinung nach zu laschen Silvester-Regeln. Nicht weniger sarkastisch zeigt sich sicher auch dieser User: "was solls, fitnessstudios bleiben wohl dieses jahr komplett zu. ich werde halt fett. nächstes jahr will ich fettabsaugung als kassenleistung.#CoronaGipfel".

Twitter-Nutzer fürchten "halbherzigen Lockdown-Light" - Treibt Weihnachten die Corona-Zahlen wieder in die Höhe?

"Der halbherzige Lockdown-Light geht weiter. Nur das Corona an Weihnachten/Silvester offenbar Winterschlaf hält. Skiurlaub bitte auch nicht machen. Weiterhin an die Rücksicht der Menschen appellieren, weil das bisher auch so gut geklappt hat. Ja ciao dann. #CoronaGipfel", blickt auch dieser Beitragsverfasser besorgt in die Zukunft. Auch dieser Post schlägt in die gleiche Kerbe: "Nach #Weihnachten und #Silvester wieder ganz großes Geheule, weil die Maßnahmen doch zu locker waren und die #Infektionszahlen wieder durch die Decke schiessen! #CoronaGipfel." Ob die Corona-Gipfel-Kritiker am Ende vielleicht sogar recht behalten werden?

Merkel verteidigt Beschlüsse für Kontaktbeschränkungen im November

Angela Merkel selbst verteidigte am Donnerstagmorgen die neuen Beschlüsse. "Es ist nicht auszudenken, wo wir heute stünden, wenn wir vor vier Wochen, als es buchstäblich 5 vor 12 war, nicht zu dieser nationalen Kraftanstrengung bereit und in der Lage gewesen wären", sagte Merkel am Donnerstag im Bundestag in einer Regierungserklärung zur Corona-Politik. Die Kontakte seien durch die im November geltenden Maßnahmen um etwa 40 Prozent zurückgegangen, das dramatische exponentielle Wachstum der Infektionszahlen habe gestoppt werden können, betonte Merkel.

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sba/news.de/dpa