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04.03.2020, 09.49 Uhr

Rente mit 63: Ohne Abzüge! So bekommen Sie Rente mit 63

Wer früher in den Ruhestand gehen will, muss herbe Verluste bei der Rente in Kauf nehmen. Doch durch Zusatzbeiträge gibt es die Möglichkeit, dass Sie ohne Abzüge auch mit 63 in Rente gehen können. So geht's.

Rente mit 63? So geht's Bild: AdobeStock / bilderstoeckchen

Immer mehr Rentenversicherte zahlen Extra-Beiträge in die Rentenkasse ein, um ohne Abschläge früher in den Ruhestand gehen zu können. Während 2017 noch 11.620 Versicherte freiwillig Sonderbeiträge gezahlt haben, waren es 2018 bereits 17.086. Das geht aus einer Analyse der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor.

Rente mit 63 ohne Abschläge durch Flexirentengesetz in Deutschland aktuell

Im vergangenen Jahr hat die DRV 291 Millionen Euro durch solche Extra-Beiträge eingenommen. Durchschnittlich zahlten Versicherte so 17.000 Euro zusätzlich in die Rentenkasse ein. Seit dem 1. Juli 2017 können Versicherte nämlich durch das Flexirentengesetz ab ihrem 50. Lebensjahr mit freiwilligen Beiträgen mögliche Rentenminderungen ausgleichen.

Dass so viele Beitragszahler ihr Kapital nun in die Rentenkasse investieren, liege vor allem amschwierige Zinsumfeld."Viele denken sich: 'Bevor ich das Geld zur Bank trage und Strafzinsen zahle, gebe ich es lieber in die Rentenversicherung'", zitiert die "Bild" den DRV-Sprecher, Dirk von der Heide. "Die Rendite ist dort derzeit in der Regel deutlich attraktiver als bei Lebensversicherungen oder Pensionsfonds", sagt Peter Haan vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gegenüber der "Bild".

So viel müssen Sie zahlen, um früher in Rente zu können

Abschläge gibt es für Rentner, die ab 63 Jahren früher in den Ruhestand gehen. Pro Monat werden 0,3 Prozent abgezogen, pro Jahr sind das den Angaben zufolge 3,6 Prozent. Maximal sind 14,4 Prozent möglich, wenn ein Versicherter ab dem Jahrgang 1964 statt mit 67 mit 63 Jahren in Rente geht. 2018 gingen nach Angaben der DRV 23 Prozent aller Rentner mit Abschlägen früher in den Ruhestand. Die Höhe der Abschläge betrug im Durchschnitt etwa 90 Euro der monatlichen Brutto-Rente.

6.818 Euro pro Jahr! Renten-Zusatzbeitrag für Geringverdiener nicht stemmbar

Um solche Minderungen auszugleichen, muss man allerdings tief in die Tasche greifen: Insgesamt mehrere 10.000 Euro werden fällig, die man aber über mehrere Jahre verteilt einzahlen kann. Laut Rechenbeispiel der DRV müsste ein Versicherter (ab Jahrgang 1964), der ein Jahr früher in Rente gehen will und mit einer Rente von 800 Euro Brutto pro Monat rechnet, mit einer Minderung von 3,6 Prozent rechnen. Um diesen Abschlag auszugleichen, müsste er rund 6.818 Euro zahlen. Für Geringverdiener ist diese Zahlung nicht zu stemmen. Die wenigsten können es sich leisten, mit Zusatzbeiträgen abschlagsfrei mit 63 Jahren in Rente zu gehen.

Lesen Sie auch: SO bekommen SIE mehr Rente im Alter.

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bua/sig/news.de/dpa

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