Prozess (Gericht): Urteil nach großem Waffenfund in Remscheid erwartet

Unter einer Werkstatt in Remscheid fand die Polizei vier versteckte Waffenkammern mit rund 300 scharfen Schusswaffen. Nun steht der Hauptangeklagte vor dem Urteil.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Nach einem der größten Kriegswaffenfunde der vergangenen Jahrzehnte in Deutschland wird am Freitagnachmittag am Landgericht Wuppertal das Urteil gegen den Hauptangeklagten erwartet. Der 60 Jahre alte Kfz-Meister aus Remscheid muss mit einer Haftstrafe zwischen sechs und sieben Jahren rechnen. Das sieht eine Absprache zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor. Im Gegenzug hatte der Mann ein Geständnis abgelegt.

Unter der Autowerkstatt des Kfz-Meisters hob die Polizei vor einem Jahr vier Waffenkammern aus. Bei der wochenlangen Räumung stellten Beamte rund 300 scharfe Schusswaffen sicher. Darunter befanden sich 125 Maschinengewehre, 67 Maschinenpistolen, 51 Pistolen, 32 Langwaffen, Präzisionsgewehre und 11 Revolver. Auch 13 Panzerabwehrwaffen, 38 Handgranaten, fast 100.000 Schuss Munition sowie Uniformen aus der NS-Zeit befanden sich in den Räumen.

Dem Hauptangeklagten werden unter anderem massive Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Er bekannte sich schuldig, in Polen 70 kompakte Maschinenpistolen des Modells Skorpion gekauft zu haben. Dabei handelt es sich um Waffen der Nachkriegszeit. Das Sammeln von Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg nannte er sein Hobby. "Man kann sagen, dass ich ein fanatischer Sammler bin", erklärte der Hauptangeklagte in dem Strafprozess.

Das Urteil gegen den Hauptangeklagten soll am Freitagnachmittag nach den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung gesprochen werden. In dem Prozess sind bereits zwei 35 und 38 Jahre alte Männer wegen Handels mit Kriegswaffen zu zweieinhalb beziehungsweise dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatten gestanden, bei dem Hauptangeklagten Maschinenpistolen vom Typ Skorpion sowie Munition gekauft zu haben. Sie waren an verdeckte Ermittler geraten, die sich für die Waffen interessierten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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