Notfall: Flughafen Leipzig: Polizei prüft mehrere mögliche Ursachen

Ein beschädigter Zaun, ein nächtlicher Großeinsatz und viele offene Fragen: Was die Polizei bislang über den Vorfall am Flughafen sagen kann.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Nach einer Beschädigung am Zaun des Flughafens Leipzig/Halle ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Wie die Polizei mitteilte, deuteten die Spuren mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen habe. Einsatzkräfte hätten auf dem Flughafengelände weder das mutmaßliche Fahrzeug noch unberechtigte Personen oder verdächtige Gegenstände gefunden, teilte die Polizei mit. Die Suche nach dem Fahrzeug dauere an.

Unfall nicht ausgeschlossen

Auch ein Unfall könne hinter dem Vorfall stecken, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Die Ursache lasse sich derzeit nicht genauer eingrenzen. Die Beschädigung war nach Polizeiangaben kurz vor 23 Uhr entdeckt worden. Für den Tagesverlauf waren weitere Suchmaßnahmen mit zusätzlichen Einsatzkräften angekündigt.

Zaunabschnitt an öffentlicher Straße

Der beschädigte Abschnitt liege an einer öffentlich zugänglichen Straße, sagte der Polizeisprecher. Zu den drei russischen Antonow-Frachtflugzeugen seien es nach seiner Einschätzung etwa zwei Kilometer. Genau eingrenzen könne er den Abstand nicht. Zuvor hatte es von der Polizei geheißen, der Ort des Vorfalls sei "in der Nähe" der abgestellten russischen Antonow-Maschinen. Diese dürfen wegen der EU-Sanktionen gegen Russland seit 2022 nicht starten.

Flugbetrieb läuft weiter

Wegen des Polizeieinsatzes war die Nordpiste gesperrt. Passagier- und Frachtverkehr liefen nach Angaben des Flughafens dennoch ohne Einschränkungen weiter, weil eine zweite Start-und-Lande-Bahn zur Verfügung steht.

Anfang August war am Flughafen eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung machte Russland für den versuchten Angriff verantwortlich; Moskau wies die Vorwürfe zurück. Ob ein Zusammenhang mit dem aktuellen Vorfall besteht, war zunächst unklar.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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