Finanzkriminalität: Reul: Organisierte Kriminalität an der Achillesferse treffen

Die Polizei durchsucht Wohnungen in mehreren Bundesländern und im europäischen Ausland - sie hat ein Geldwäsche-Netzwerk um die "Hells Angels"-Rocker im Visier. Der NRW-Innenminister wird deutlich.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul bezeichnet die Razzia gegen ein Geldwäsche-Netzwerk um die Rocker der "Hells Angels" als den "größten Schlag gegen die Organisierte Kriminalität seit mehreren Jahren". "Mehr als 1.000 Einsatzkräfte, mehrere Länder, rund mehrere Millionen Euro gesichert. Das ist eine Hausnummer", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei ist seit dem Morgen nach dpa-Informationen mit über 1.000 Einsatzkräften in NRW, weiteren Bundesländern und anderen europäischen Ländern im Einsatz. Laut der zuständigen Polizei in Duisburg sollen auch mehrere Haftbefehle vollstreckt werden.

Reul betonte: "Organisierte Kriminalität ist nicht nur die Kutte auf der Straße." Dahinter stecke ein Geflecht aus Firmen und Immobilien, "das schmutziges Geld sauber aussehen lässt. Genau dieses System nehmen wir auseinander." Wer die Organisierte Kriminalität treffen wolle, müsse ans Geld. "Denn Geld ist ihr Antrieb und Geld ihre Achillesferse. Wenn der Staat sich die Beute zurückholt, tut das mehr weh als jede Hausdurchsuchung."

Finanzminister stellt Rolle der Steuerfahndung heraus

NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) schilderte auf dpa-Anfrage: "Die Ermittlungen unserer Steuerfahndung sind oftmals der erste Ansatz, um das Dunkelfeld Organisierte Kriminalität zu erhellen und deren Strukturen zu zerschlagen." Das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität spiele als Teil eines wirksamen Kampfes gegen verbrecherische Parallelwelten eine entscheidende Rolle. "Wir werden diese in Nordrhein-Westfalen nicht dulden und gehen gemeinsam mit Polizei und Justiz gegen sie vor."

Reul stellte klar: "Dieser Erfolg ist kein Zufall. Er ist das Ergebnis von jahrelanger fleißiger Polizeiarbeit." Und kündigte an: "An alle, die sich angesprochen fühlen: Wir sind noch lange nicht fertig. Wir bleiben dran."

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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