Sommer-Wetter noch nicht vorbei: Bis zu 35 Grad - jetzt kommt das große Hitze-Comeback

Der Kalender sagt Herbst, das Thermometer schreit Hochsommer: Ab dem 5. September könnten in Deutschland bis zu 35 Grad erreicht werden – und das ist nur der Auftakt eines meteorologischen Achterbahnritts.

Erstellt von - Uhr

Metereologen sagen für Anfang September Hitze-Temperaturen von bis zu 35 Grad voraus. (Foto) Suche
Metereologen sagen für Anfang September Hitze-Temperaturen von bis zu 35 Grad voraus. Bild: Adobe Stock/r_tee
  • Wetter spielt verrückt: Bis zu 35 Grad im September möglich
  • Hitze-Comeback ab dem 5. September erwartet - hier wird es richtig warm
  • Deutschland beim Wetter zweigeteilt
  • Langfristprognose sieht zu warmen Herbst

Seit dem 1. September hat der meteorologische Herbst offiziell begonnen – doch das Wetter hat diese Nachricht offenbar nicht gelesen. Statt fallender Blätter und kühler Morgenluft stehen Deutschland Temperaturen bevor, die selbst manchem Hochsommertag Konkurrenz machen: Bis zu 35 Grad halten Meteorologen in den kommenden Tagen für möglich.

Wetter-Prognose Anfang September - es wird wieder heiß

Der Sommer verabschiedet sich in diesem Jahr nicht leise, sondern fährt mit uns regelrecht Achterbahn. Die Hitze kehrt dabei nicht als einzelner Block zurück, sondern rollt in mehreren Wellen heran. Klimatologe Dr. Karsten Brandt beschreibt die Lage gegenüber "Bild" treffend: "Die Wärmewelle kommt in Schüben." Zwischen den Hitzephasen sorgen Abkühlungen und Niederschläge für ein ständiges Auf und Ab – ein September, der es in sich hat.

Deutschland gespalten: Grau im Norden, Sommer im Süden

Aktuell sorgen ein Islandtief und ein Azorenhoch dafür, dass das Land wettertechnisch in zwei Hälften zerfällt. Während an der Küste graue Wolken und Regenschauer den Ton angeben, herrscht südlich der Mainlinie spätsommerliche Stimmung. In Teilen von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern und dem Saarland sind im Wochenverlauf noch einmal bis zu 30 Grad drin.

Hitze-Comeback bereits am Freitag - hier wird es richtig warm

Am Oberrhein klettern die Werte bis Donnerstag und Freitag voraussichtlich auf 25 bis 26 Grad. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erwartet den vorläufigen Höhepunkt dieser ersten, noch moderaten Wärmephase um den Freitag herum: "Da seien verbreitet 25 bis 30 Grad zu erwarten, punktuell sogar bis 33 Grad", verriet er gegenüber "t-online". Allerdings sind die Prognosen mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, die Wettermodelle zeigen derzeit noch große Spannen.

Ab dem 5. September droht der echte Hitzehammer

Nach einem regnerischen Samstag in der Landesmitte und an den Küsten könnte es dann richtig zur Sache gehen. Eine Südwestströmung schaufelt subtropische Luftmassen aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland – und das Thermometer dürfte kräftig reagieren.

Laut Dominik Jung errechnet das amerikanische Wettermodell GFS ab dem 5. September einen massiven Hitzeschub mit Spitzenwerten zwischen 33 und 35 Grad. Diese Phase könnte bis zum 9. September andauern. Der Experte selbst ordnet die Vorhersage allerdings als "spannend, aber unsicher" ein.

Andere Prognosemodelle fallen moderater aus: Sie sehen flächendeckend bis zu 27 Grad im Norden und rund 32 Grad im Südwesten. Selbst diese konservativeren Werte wären für Anfang September bemerkenswert.

Spätsommer und Frühherbst spielen Pingpong

Doch mit dem Hitzeschub ist das Wechselspiel längst nicht vorbei. Dr. Brandt skizziert den weiteren Verlauf: Der Montag nach dem Wärmehoch bleibe zwar warm, bringe aber Gewitter mit sich. "Bereits am Dienstag folgt eine erneute Abkühlung, bevor es von Mittwoch bis Freitag wieder wärmer wird." Die erste Septemberhälfte gleicht damit einem meteorologischen Dauerpendeln zwischen Sommer und Herbst.

Danach dürfte es laut Dominik Jung zunächst ruhiger zugehen. Zwischen dem 22. und 29. September zeichnet sich eine "klassische Altweibersommer-Phase" mit stabilem Hochdruckwetter ab. Anschließend könnten die Temperaturen dann spürbar nachgeben – auf vielerorts nur noch knapp über 15 Grad. Der Herbst würde sich dann doch noch bemerkbar machen.

Europäische und amerikanische Modelle sind sich erstaunlich einig

Wer auf einen insgesamt kühlen Herbst hofft, dürfte enttäuscht werden. Die langfristigen Prognosen zeichnen ein eindeutiges Bild: Sowohl das europäische ECMWF-Modell als auch das amerikanische NOAA-Modell sagen Temperaturen voraus, die ein bis zwei Grad über dem langjährigen Durchschnitt liegen. Dominik Jung betont gegenüber "t-online", die Langfristmodelle seien sich "erstaunlich einig".

Auch beim Niederschlag gibt es eine klare Tendenz: Der September dürfte zu trocken ausfallen, während der November voraussichtlich überdurchschnittlich nass wird. Damit reiht sich der Herbst 2026 in eine Serie der vergangenen Jahre ein, in denen die kühlere Jahreszeit stets deutlich milder ausfiel als im langjährigen Mittel.

Weitere aktuelle Themen lesen Sie auch hier:

/news.de/mlk/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.