Berlin: Fliegerbombe in Berlin entschärft - Tausende vorher evakuiert

Nach dem Fund einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Berlin-Neukölln haben viele Anwohner das Gebiet verlassen müssen. Nun können sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. (Foto) Suche
Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Eine 100 Kilogramm schwere Fliegerbombe ist in Berlin-Neukölln entschärft worden - und Tausende Menschen konnten kurz vor Mitternacht wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. "Es besteht keine Gefahr mehr", teilte die Polizei mit. "Alle Absperrungen sind aufgehoben." Bewohner aus etwa 5.600 Haushalten hatten zuvor ihr Zuhause verlassen müssen.

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war im Neuköllner Schifffahrtskanal gefunden worden. Um den Fundort wurde ein 500 Meter großer Sperrkreis eingerichtet. Beamte klingelten an den vielen Türen, damit die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Auf beiden Seiten des Schifffahrtskanals waren Lautsprecherwagen unterwegs, um die Menschen zu informieren. Die Behörden warnten auch über das System Katwarn.

Ablauf der Evakuierung

Die Evakuierung des Gefahrenbereichs habe verhältnismäßig lange gedauert, weil auch mehrere Pflegeeinrichtungen betroffen waren, erklärte Polizeisprecher Florian Nath. Von den Sperrungen betroffen war auch der Berliner Nahverkehr.

Polizei, Feuerwehr, das Technische Hilfswerk und andere Organisationen waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Allein die Polizei war eigenen Angaben zufolge mit rund 200 Kräften vor Ort. Das Deutsche Rote Kreuz kümmerte sich um die Evakuierung der Bewohnerinnen und Bewohner. Der Bezirk richtete eine Notunterkunft mit etwa 200 Plätzen ein.

Mehrere Bombenfunde jährlich

Dass Weltkriegsbomben in Berlin gefunden werden, sei immer noch an der Tagesordnung, sagte Polizeisprecher Halweg. Mehrere Funde pro Jahr seien durchaus üblich.

Auch im benachbarten Brandenburg werden immer wieder Blindgänger entdeckt - zuletzt Mitte Juni in Potsdam. Damals waren rund 6.500 Menschen von der Evakuierung betroffen. Im dicht besiedelten Berlin haben Bombenfunde selbst bei kleineren Sperrkreisen oft große Auswirkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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