Peekachu war "dehydriert": Aus Tierpark in Kanada gerettete Walkuh tot

Weil ihnen in einem Park in Kanada das Einschläfern drohte, wurden mehrere Beluga-Wale in einer aufwendigen Rettungsaktion in andere Parks verlegt. Einer von ihnen ist nun tot.

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Der einst in der Wismarer Bucht gestrandete Buckelwal Timmy stößt eine Fontäne aus. (Foto) Suche
Der einst in der Wismarer Bucht gestrandete Buckelwal Timmy stößt eine Fontäne aus. Bild: picture alliance/dpa | Philip Dulian

Rund zwei Wochen nach der Umsiedlung aus einem umstrittenen kanadischen Freizeitpark ist ein geretteter Belugawal in einem Aquarium in Chicago gestorben. Die 23 Jahre alte Peekachu sei am Dienstagabend plötzlich gestorben, teilte das Shedd Aquarium mit. Bluttests hätten zuvor ergeben, dass das Tier dehydriert gewesen sei. Trotz Behandlung und Flüssigkeitsgabe habe es nicht gerettet werden können.

Die Walkuh, die etwas kleiner als andere und auf einem Auge blind gewesen sei, habe eigentlich Fortschritte gezeigt, Tintenfisch und Hering aus den Händen der Pfleger gefressen und sich interessiert an der neuen Umgebung gezeigt, hieß es von dem Tierpark. Eine Obduktion soll nun "Antworten darauf liefern, was zu ihrem Tod beigetragen haben könnte".

Park drohte mit Tötung der Wale

Der "Marineland"-Themenpark in Kanada hatte seine Tore 2024 für Besucher geschlossen. Im vergangenen Jahr drohte er mit dem Einschläfern seiner dort verbleibenden 30 Wale, wenn er kein Geld von der kanadischen Regierung bekomme. Man sei bankrott und sehe sich nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weißwale aufzukommen, hieß es in einem Schreiben.

Das zuständige Fischereiministerium stimmte dann einem Plan zu, alle 30 im Park verbleibenden Wale auf vier Aquarien in den USA und eines im spanischen Valencia zu verteilen. Laut Tierschutzorganisationen werden Belugawale bis etwa fünf Meter lang und rund 1.500 Kilo schwer.

Bei Tierschützern stand der Park schon seit langem wegen seiner Haltungsbedingungen massiv in der Kritik. Immer wieder waren dort Tiere gestorben - unter anderem 2023 der Orca Kiska, der zeitweise alleine in einem Betonbecken lebte und deswegen den Spitznamen "einsamster Wal der Welt" bekam.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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