Tierquälerei in Thüringen: 93 Brieftauben vor Verdursten gerettet - Dutzende verenden

Brieftauben ohne Wasser in glühender Hitze: Ein Einsatz in Erfurt rettet Leben, doch die Vernachlässigung fordert Opfer. Gegen den Halter läuft nun eine Anzeige.

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Aktuelle Nachrichten rund um das Thema Tiere lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / satori

Mehrere Tage ohne Wasser und Futter – für 93 Brieftauben in Erfurt wurde das fast zur tödlichen Falle. Bei einem Einsatz auf einem Gartengrundstück im Erfurter Ortsteil Marbach konnte das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt am Montagnachmittag die Tiere aus ihrer akuten Notlage retten. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren die Tauben während der Hitzewelle über mehrere Tage sich selbst überlassen worden.

Die Tiere wurden eingefangen und im Tierheim untergebracht. Drei Küken übernahm die Pflegestelle eines Taubenvereins, wo sie versorgt und aufgezogen werden. Für 31 weitere Brieftauben sowie zwei Kaninchen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Sie waren bereits verendet, als die Mitarbeiter des Amts auf dem Grundstück eintrafen.

Neue Halter gesucht

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich der Tierhalter tagelang nicht mehr um die Tiere gekümmert. Gegen ihn wird wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz Strafanzeige erstattet, wie es hieß.

Für die geretteten Brieftauben werden neue verantwortungsvolle Halter gesucht. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0361 655-1380 beim Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt der Stadt Erfurt melden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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