Kriminalität: Prozess um getöteten Zugbegleiter beginnt

Ein Streit um ein Zugticket eskaliert – ein Schaffner stirbt. Jetzt beginnt der Prozess gegen einen 26-Jährigen. Warum das Gericht keinen Mord sieht.

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Fast fünf Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz beginnt am Mittwoch (9 Uhr) in Zweibrücken der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Der 26-Jährige soll den Schaffner bei einer Fahrkartenkontrolle nahe Landstuhl (Westpfalz) mit der Faust so heftig gegen den Kopf geschlagen haben, dass dieser zwei Tage später im Krankenhaus starb.

Während die Staatsanwaltschaft den Griechen wegen Mordes angeklagt hat, wertet das Landgericht die Tat als Körperverletzung mit Todesfolge. Es gebe derzeit keine Gründe für einen Tötungsvorsatz, hieß es vom Gericht.

Der 36 Jahre alte Zugbegleiter hatte den Mann laut Anklage am 2. Februar in einem Regionalexpress aufgefordert, sein Ticket zu zeigen. Er hatte aber keinen Fahrschein und wollte sich nicht ausweisen. Daraufhin wurde er aufgefordert, den Zug zu verlassen. Das habe den Mann offenbar so verärgert, dass er gewalttätig wurde, hieß es von der Staatsanwaltschaft.

Der Zugbegleiter Serkan Çalar starb am 4. Februar an einer Hirnblutung im Krankenhaus Homburg im Saarland. Nach seinem Tod hat die Familie gebeten, seinen vollen Namen zu nennen. Çalar war der älteste von fünf Brüdern und alleinerziehender Vater von zwei Kindern.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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