Ursensollen-Waldhaus: Polizei setzt sich für Artenschutz ein
Nicht nur vergiftete Greifvögel beschäftigen die Polizei in Ostbayern. Die Beamten gehen gezielt gegen Wildtierkriminalität vor. Dabei setzen sie auch auf die Hilfe von Spaziergängern.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Zum Schutz von Wildtieren und Umwelt geht die Polizei in der Oberpfalz und in Niederbayern auf Patrouille. Bei Streifengängen wollen Beamte Spaziergänger sensibilisieren. Zugleich halten sie Ausschau nach illegalen Fallen und nach Giftködern sowie nach verletzten oder getöteten Tieren. Auch Diensthunde sind dabei. In Ursensollen-Waldhaus nahe Amberg stellte die Polizei ihre Arbeit für den Artenschutz vor.
Der Appell an Spaziergänger, Wanderer oder Gassigeher lautet: Wer etwas Verdächtiges entdeckt – ein totes Tier, einen Köder oder eine versteckte Falle –, solle dies der Polizei melden.
Wolf, Luchs, Biber & Co.
Die Polizei in der Oberpfalz und in Niederbayern beteiligt sich an dem von der EU geförderten Projekt "wildLIFEcrime" zur Bekämpfung von Naturschutzkriminalität in Deutschland und Österreich. Denn trotz strenger Verbote registrieren Behörden immer wieder Straftaten gegen Wildtiere, auch gegen geschützte Arten wie Wolf, Luchs, Biber und Greifvögel.
Weitere Projektpartner sind unter anderem das Bundesumweltministerium, das Bundeskriminalamt, der World Wide Fund For Nature (WWF), die Uni Bremen, das Komitee gegen Vogelmord, der Verein Luchs Bayern sowie das Leibnitz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.
Ermittlungen wegen toter Greifvögel
Im Juli 2025 waren im niederbayerischen Simbach bei Landau 17 tote Vögel entdeckt worden, darunter streng geschützte wie Greifvögel Rotmilane, Schwarzmilane und Mäusebussarde. Laut Polizei bestand der Verdacht, dass die Tiere mit dem Gift Carbofuran versetzte Köder gefressen hatten und daran starben. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittelt in dem Fall.
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