Mönchengladbach: Falsche Polizisten: Festnahmen bei Großeinsatz gegen Bande

In NRW durchsuchen mehr als 300 Polizisten Wohnungen und Geschäftsräume. Mit einer fiesen Masche soll eine Betrügerbande Hunderttausende Euro erbeutet haben.

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Die Polizei ist in Nordrhein-Westfalen mit einer Razzia gegen ein internationales Betrugsnetzwerk zum Nachteil älterer Menschen vorgegangen. Die Betrüger hätten sich als Polizisten oder Bankmitarbeiter ausgegeben, um ihre Opfer um ihr Vermögen zu bringen. Mehr als 300 Polizisten, darunter auch Spezialeinheiten, waren im Einsatz, wie Staatsanwaltschaft und Polizei Mönchengladbach berichteten.

Die überwiegend älteren Opfer seien von den Tätern angerufen worden, um unter falschen Vorwänden Bargeld und Wertgegenstände zu erbeuten. Aktuell werde von einer hohen zweistelligen Anzahl an Opfern ausgegangen, teilte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Düsseldorfer Landtag mit.

Goldbarren, Schmuck und Bargeld gefunden

Der entstandene Schaden belaufe sich auf über 800.000 Euro. Vermögen im Wert von 550.000 Euro werde beschlagnahmt. Bei den Durchsuchungen seien unter anderem Goldbarren, Schmuck und Bargeld in hoher fünfstelliger Summe gefunden worden.

Der Einsatz hatte gegen 6.00 Uhr morgens begonnen. Die Beamten durchsuchten 24 Wohn- und Gewerbeobjekte in Köln, Neuss, Dormagen, Aachen und Viersen. Nach einer Stunde sei der Einsatz bereits weitgehend beendet gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei der Razzia wurden Haftbefehle gegen fünf Männer und eine Frau im Alter von 18 bis 34 Jahren vollstreckt. "Bei denen heißt es jetzt: "Kein Anschluss unter dieser Nummer"", sagte Reul.

Ein strukturiertes Netzwerk

Wie der Innenminister weiter mitteilte, haben die Ermittlungen ein organisiertes und strukturiertes Netzwerk aufgedeckt. Von Anrufern und Abholern der Wertgegenstände bis hin zu Finanzagenten und Logistikern seien insgesamt 33 Tatverdächtige tätig gewesen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die erbeuteten Vermögenswerte zu einem erheblichen Teil in die Türkei verschoben wurden. Die sechs Festgenommenen sollten einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei setzte bei den Durchsuchungen mehrere Diensthunde ein. Durch die Maßnahmen sei ein Beschuldigter leicht verletzt worden.

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