Norden: Die ersten Heuler der Saison heißen Ernie und Bert
Die jungen Seehunde wurden von ihrer Mutter zurückgelassen – vermutlich, weil sie von Menschen gestört wurden. Um das zu verhindern, müssen Strandtouristen viel Abstand halten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Sie heißen Ernie und Bert - doch statt in der Sesamstraße leben sie im niedersächsischen Wattenmeer: Es sind die ersten zwei mutterlosen Seehunde der Saison. Die Heuler wurden im Mai auf den Inseln Borkum und Norderney entdeckt und werden nun in der Seehundstation Norddeich aufgezogen, wie die Station mitteilte. Später sollen sie wieder ausgewildert werden.
Gefunden wurden Ernie und Bert mit einem Gewicht von 8,3 und 7,9 Kilogramm. Fachleute beobachteten zuerst, ob es sich wirklich um verwaiste Jungtiere handelte. Dann kamen sie erst in Quarantäne und schließlich in die Aufzuchtstation.
Mehr als 150 Tiere pro Jahr in Aufzuchtstation
Sie werden wohl nicht die einzigen Heuler in dieser Saison bleiben. Für gewöhnlich nimmt die Seehundstation jährlich mehr als 150 Seehunde und Kegelrobben auf. Es handelt sich um mutterlose, verletzte oder kranke Tiere.
Jungtiere werden meist von ihren Müttern verlassen, weil sie von Menschen - etwa am Himmelfahrtswochenende mit vielen Touristen - gestört werden. Die Seehundstation empfiehlt daher, mindestens 300 Meter Abstand von den Tieren zu halten.
Fachleute kümmern sich um Heuler
Nach Angaben der Seehundstation steht die Geburtenphase und somit die Aufzuchtphase der Seehunde in der dritten Juniwoche vor ihrem Höhepunkt. Für gewöhnlich steigt dann auch die Zahl der gefundenen Heuler. Viele Jungtiere, die allein entdeckt werden, sind allerdings keine Heuler. Meist handelt es sich um Tiere, die kurz abgelegt wurden, während die Mutter nach Nahrung sucht.
Wer dennoch einen Heuler vermutet, soll die Seehundstation anrufen. Die Fachleute kümmern sich dann. Einzelne, unverletzte Tiere, die nach August entdeckt werden, müssen nicht gemeldet werden. Sie sind so erwachsen, dass sie ohne ihre Mutter leben.
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