Rendsburg: Kokain im Kindersitz – Zoll stoppt dänisches Paar auf A7

Ein Paar aus Dänemark, ein Kindersitz als Versteck und 1,1 Kilo Koks: Was die Zöllner auf der A7 fanden und warum ein Backzutaten-Trick nicht aufging.

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Zöllner haben bei der Kontrolle eines dänischen Autos auf einem Rastplatz der Autobahn 7 bei Rendsburg mehr als ein Kilogramm Kokain sichergestellt. Zudem fanden sie gut fünf Kilogramm des Anästhetikums Procainhydrochlorid. Gegen die beiden 30 Jahre alten Insassen wurden nach dem Fund am Donnerstag mittlerweile Haftbefehle erlassen, wie das Hauptzollamt Kiel mitteilte. Während sich der Fahrer mittlerweile in Untersuchungshaft befindet, blieb die Frau unter Auflagen auf freiem Fuß.

Zöllnerinnen und Zöllner hatten den Wagen aus dem fließenden Verkehr zur Kontrolle auf den Rastplatz Ohe Ost geleitet. Die Insassen gaben an, als Paar auf der Rückreise von einem Urlaub in Amsterdam zu sein. Bei fünf verschweißten Kunststoffbeuteln im Kofferraum handelte es sich nach ihren Angaben um eine Backzutat. Eine Analyse brachte aber Klarheit. In der Drogenszene wird Procainhydrochlorid nach Zoll-Angaben als Streckmittel für Kokain verwendet.

Bei einer vertieften Kontrolle auf der Dienststelle zeigte Rauschgiftspürhündin Akira bei einem Kindersitz auf der Rückbank an. Unter dem Bezug des Kindersitzes entdeckten die Einsatzkräfte schließlich ein Paket mit 1,148 Kilogramm Kokain. Der Straßenverkaufswert beträgt den Angaben zufolge rund 80.000 Euro.

"Täter nutzen immer wieder ungewöhnliche Schmuggelverstecke, um Drogen über die Grenze zu bringen", sagte Zollsprecherin Gabriele Oder. Auch Fahrzeugverkleidungen, Sitze oder wie in diesem Fall Kindersitze überprüfe der Zoll deshalb gezielt.

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