München: S-Bahn-Fahrer geschlagen und Ticketkontrolleur angegriffen
Die Bundespolizei meldet in München zwei Angriffe auf Bahnpersonal innerhalb von zwei Tagen. Was zu den Vorfällen bekannt ist.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Ein Fahrgast soll einen Lokführer einer Münchner S-Bahn nach dem Aussteigen geschlagen und getreten haben. Das teilte die Bundespolizei mit. Bereits am Vortag war nach Angaben der Beamten ein Fahrkartenkontrolleur attackiert worden.
Der Lokführer habe am Samstag am Bahnhof Feldmoching die S-Bahn übernehmen sollen. Der 46-Jährige soll an der Haltestelle ausgestiegen und aus bislang unbekannten Gründen auf den 25-Jährigen losgegangen sein. Laut Bundespolizei konnte der Lokführer einem ersten Schlagversuch noch ausweichen. Dann soll der Angreifer ihn zu Boden gestoßen und mehrfach auf ihn eingetreten haben. Zwei Zeugen griffen den Angaben nach ein und verhinderten weitere Schläge.
Der 25 Jahre alte Lokführer wurde demnach leicht verletzt und war nicht mehr dienstfähig. Er habe sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben. Den Angaben nach wurden auch die Mobiltelefone des Bahnmitarbeiters beschädigt.
Die Bundespolizei nahm den Angreifer mit zur Dienststelle, wie es hieß. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab demnach einen Wert von 0,0 Promille. Der 46-Jährige, der bereits wegen Eigentumsdelikten polizeibekannt sei, sei später wieder freigelassen worden. Die Ermittlungen wegen Verdachts der Körperverletzung und Sachbeschädigung laufen.
Mann ohne Ticket schlägt Kontrolleur
Am Freitag soll ein 21-Jähriger einen Ticketkontrolleur angegriffen und geschlagen haben. Da der Mann in der S-Bahn der Linie S8 kein gültiges Ticket vorweisen konnte, seien zwei Kontrolleure zusammen mit ihm an der Haltestelle Englschalking ausgestiegen. Im Streit soll der 21-Jährige dann den 51-jährigen Bahnmitarbeiter mit Fäusten geschlagen haben. Ein 43-Jähriger, der am Bahnsteig wartete, habe die beiden getrennt und sei dabei von dem 21-Jährigen in den Arm gebissen worden. Der Kontrolleur erlitt leichte Verletzungen im Gesicht, der 43-Jährige musste seine Bisswunde vom Rettungsdienst versorgen lassen.
Der Angreifer sei festgehalten und an die Bundespolizei übergeben worden, wie es hieß. Ein Atemalkoholtest ergab den Angaben nach einen Wert von 0,96 Promille. Der 21 Jahre alte Angreifer wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei ermittelt laut eigenen Angaben gegen den 21-Jährigen wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Erschleichens von Leistungen. Der Mann war bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Delikte aufgefallen, wie es hieß.
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