Bleckede: 450.000 Euro für Modernisierung der Waldbrandfrüherkennung

Niedersachsen investiert angesichts zunehmender Waldbrandgefahr in die Früherkennung. Dafür wird das weit verzweigte Kamerasystem zum Aufspüren von Feuer erweitert.

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Niedersachsen gibt 450.000 Euro für die Modernisierung der Waldbrandfrüherkennung aus. Mit einem neuen Sensorstandort in Alt Garge in Bleckede soll das Überwachungssystem Brände künftig noch flächendeckender erkennen. "Angesichts zunehmender Hitze- und Trockenperioden ist eine schnelle und zuverlässige Erkennung von Waldbränden entscheidend, um Schäden für Mensch, Natur und Infrastruktur zu begrenzen", sagte Forstministerin Miriam Staudte (Grüne) am Montag bei der Einweihung des 18. Sensorstandorts des automatisierten Systems.

Das seit 2009 eingesetzte System überwacht große Waldgebiete mit hochempfindlicher Kameratechnik. Rauchentwicklungen werden früh erkannt und in der Lüneburger Waldbrandzentrale ausgewertet. Durch die Kombination mehrerer Kamerastandorte können Brandorte präzise lokalisiert werden. Überwacht werden insbesondere waldbrandgefährdete Gebiete im nordöstlichen Niedersachsen mit insgesamt 440.000 Hektar Fläche.

Länderübergreifende Technik

"Der zusätzliche Standort ist ein Riesenvorteil", sagte Knut Sierk, Leiter der Waldbrandzentrale in der Hansestadt. "Die Sensoren müssen 20 Kilometer überwachen können". Durch zunehmende Windkraftanlagen habe die Sichtbehinderung zuletzt zugenommen. Das Sensorensystem funktioniert länderübergreifend, so hat auch Mecklenburg-Vorpommern Zugriff auf die Daten.

Die Waldbrandgefahr hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Insbesondere längere Trockenperioden und steigende Temperaturen führen zu einer erhöhten Anfälligkeit der Wälder, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium. Gleichzeitig steige in trockenen Sommermonaten das Risiko menschlich verursachter Brände.

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