Verkehr: Amokfahrer von Leipzig drohte offenbar schon im April

Schon im April soll der Amokfahrer von Leipzig gedroht haben. Seine Chatnachricht an die Ex-Partnerin lag der Polizei aber erst nach der Tat vor.

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Der Amokfahrer von Leipzig hat seine Tat nach übereinstimmenden Medienberichten womöglich schon im April angekündigt. Der 33-Jährige habe in einer Chatnachricht an seine Frau geschrieben, es sei "lange kein Auto mehr in eine Menschenmenge gefahren". Die Polizeidirektion Leipzig bestätigte das. Die Chatnachricht habe ihr allerdings erst am Abend der Tat und im Zuge der Ermittlungen nach der Amokfahrt vorgelegen.

Drohungen vor der Amokfahrt

Der Mann soll zum Zeitpunkt der Tat von seiner Partnerin bereits getrennt gelebt haben. Die Polizei bestätigte auch Angaben, wonach er vor der tödlichen Amokfahrt mehrere Drohungen gegen sie und sein soziales Umfeld ausstieß.

Ermittlungsbehörden halten sich bedeckt

Die Ermittlungsbehörden halten sich bislang mit Angaben zum Täter und dem Hintergrund zurück. Zu Ermittlungsergebnissen und möglichen Motiven könnten derzeit keine Angaben gemacht werden, sagte ein Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der 33 Jahre alte Deutsche war auf Anordnung eines Ermittlungsrichters in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht worden. Er habe den Erkenntnissen nach "im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit" gehandelt, hieß es.

Tatverdacht: Mord und versuchter Mord

Der 33-Jährige aus Leipzig steht in dringendem Tatverdacht des zweifachen Mordes sowie des versuchten Mordes in vier Fällen. Es sei wahrscheinlich, dass er auf freiem Fuß weitere "Taten vergleichbarer Schwere begehen wird", hatte die Staatsanwaltschaft Leipzig erklärt.

Am Montagnachmittag war der Mann in Leipzig mit seinem Wagen in die Fußgängerzone gefahren und hatte mehrere Menschen mit seinem Auto erfasst. Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben, sechs Menschen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt – ein 75 Jahre alten Mann und eine 84 Jahre alte Frau schwer. Nach der Tat mussten Polizeiangaben zufolge mehr als 80 Menschen betreut werden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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