Tödliche Attacke in Polen: Bär verletzt Frau (58) - Behörden warnen Bevölkerung

In einem Waldgebiet in Polen hat sich eine tödliche Tragödie abgespielt, als eine 58 Jahre alte Frau von einem Bären angegriffen und tödlich verletzt wurde. Die Behörden warnen nun die Bevölkerung davor, ihre Häuser zu verlassen.

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Im Vorkarpatenland in Polen ist eine 58 Jahre alte Frau von einem Braunbären angegriffen und tödlich verletzt worden (Symbolfoto). (Foto) Suche
Im Vorkarpatenland in Polen ist eine 58 Jahre alte Frau von einem Braunbären angegriffen und tödlich verletzt worden (Symbolfoto). Bild: Monika Skolimowska/dpa/dpa
  • Wildtier-Attacke in Polen endet tödlich
  • Bär greift Frau (58) in polnischem Wald an und verletzt sie tödlich
  • Behörden warnen Bevölkerung nach Bären-Attacke in Waldgebiet

Es sind unfassbare Szenen, die sich in einem Waldgebiet unweit des polnischen Dorfes Płonna am 23. April 2026 abspielten: Eine 58 Jahre alte Frau ist, so teilte es die örtliche Polizei mit, von einem Braunbär angegriffen und tödlich verletzt worden. Auch Medien wie die "Bild" und "Der Westen" berichteten.

Braunbär attackiert Frau - 58-Jährige in polnischem Wald tödlich verletzt

Die Tragödie ereignete sich in einem Waldgebiet nahe der Ortschaft Płonna im Vorkarpatenland. Die Frau sei gemeinsam mit ihrem Sohn unterwegs gewesen, um nach abgeworfenen Hirschgeweihen zu suchen. Dabei verloren die beiden den Kontakt zueinander. Laut Einsatzkräften vernahm der Sohn verzweifelte Schreie seiner Mutter, konnte ihr jedoch nicht mehr helfen.

Sohn hört die Schmerzensschreie seiner Mutter nach Bären-Angriff - jede Hilfe kam zu spät

Als der Sohn nach seiner Mutter suchte, entdeckte er sie mit schweren Verletzungen. Er alarmierte sofort die Rettungskräfte. Bergwacht, Polizei und Feuerwehr erreichten den schwer zugänglichen Unglücksort, doch für die 58-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Sie erlag noch vor Ort ihren Verletzungen.

Nach dem Notruf starteten die Behörden umgehend einen umfangreichen Rettungseinsatz. Bergwacht, Polizei und Feuerwehr rückten in das abgelegene Waldgebiet aus. Bewaffnete Polizisten sicherten die Umgebung ab, da nicht auszuschließen war, dass der Bär erneut auftauchen könnte.

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Das Terrain ist bergig, dicht bewaldet und weit von jeglicher Siedlung entfernt. Die Helfer konnten den Unglücksort lediglich mit Quads erreichen. Im Kreis Sanok wurden zusätzlich Feuerwehrleute und freiwillige Helfer mobilisiert. Oberkapitän Paweł Giba, Sprecher der Kreisfeuerwehr Sanok, beschrieb die anspruchsvollen Bedingungen vor Ort.

Polnische Behörden rufen Bevölkerung zum Verbleib in Häusern auf

Die Polizei appellierte an die Bewohner der Ortschaft im Vorkarpatenland, ihre Häuser vorerst nicht zu verlassen. Die Warnung erfolgte, da unklar ist, ob sich das Tier noch in der Nähe aufhält.

Tödliche Bärenangriffe auf Menschen sind in Polen eine absolute Seltenheit. Nach offiziellen Angaben leben etwa 100 Braunbären im Land. Der Großteil davon, rund 80 Tiere, ist in der Bergregion Bieszczady beheimatet – genau dort, wo sich die Tragödie abspielte. Laut örtlichen Medien liegt der letzte tödliche Vorfall dieser Art mehr als ein Jahrzehnt zurück. 2014 soll es zuletzt einen solchen Angriff gegeben haben.

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/news.de/dpa/stg

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