Prozess (Gericht): Prozess um Führerschein-Betrug: Auch Fahrschulen verwickelt

Doppelgänger statt Eigenleistung: In Heilbronn steht eine mutmaßliche Bande vor Gericht, die Führerscheine als käufliche Ware angeboten haben soll. Der Fall zeigt, wie professionell die Branche ist.

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In Heilbronn beginnt am Donnerstag (09.00 Uhr) der Prozess gegen eine der bislang größten Banden organisierter Führerscheinkriminalität in Deutschland. Fünf Angeklagte, darunter Inhaber von zwei Fahrschulen, sollen über ein Netzwerk Doppelgänger vermittelt haben. Diese sollen dann gegen Bezahlung Führerscheinprüfungen für andere abgelegt haben. Insgesamt sind die Beschuldigten wegen 59 Taten in mehreren Bundesländern angeklagt, der Erlös soll mehr als 179.000 Euro betragen haben.

Es ist nicht der erste, aber der spektakulärste Prozess gegen die Gruppe: Ein mutmaßlicher Komplize war bereits im März in Heilbronn zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde des Betrugs in 31 Fällen schuldig gesprochen, nachdem nachgewiesen wurde, dass er sich als Doppelgänger für eine andere Person ausgab. Der Tüv-Verband geht davon aus, dass bundesweit gut jeder zweite aufgedeckte Betrugsfall bei Führerscheinprüfungen professionell organisiert ist – die Dunkelziffer bleibt hoch.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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