Kriminalität: Nach Messerattacke in Solingen: Verdächtiger in U-Haft

Zwei zufällig anwesende Polizisten überwältigen einen Mann, der zwei andere Männer niedersticht. Der 46-jährige Verdächtige sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

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Nach einer Messerattacke auf zwei Männer in Solingen ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Das habe ein Haftrichter angeordnet. Dem Verdächtigen werde zweifacher versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Wuppertal am Donnerstag mit.

Der 46 Jahre alte Türke soll bei einem Streit auf offener Straße in Solingen auf die 48 und 52 Jahre alten Männer eingestochen haben. Sie wurden schwer verletzt und mussten im Krankenhaus notoperiert werden. Inzwischen sei ihr Zustand stabil, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Zu den Hintergründen des Streits gab es auch am Tag nach der Tat keine genauen Informationen. Der Verdächtige habe in den Vernehmungen geschwiegen, die Verletzten seien noch nicht vernehmungsfähig, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Polizei war zufällig am Tatort

"Im Verlauf der Streitigkeiten hat der Täter ein Messer gezogen und hat damit seinen Kontrahenten lebensgefährlich verletzt", so ein Polizeisprecher. Der 52-jährige Deutsch-Türke habe dann schlichtend eingreifen wollen. Er sei ebenfalls lebensgefährlich verletzt worden. "Das konnten die Kollegen auch nicht mehr verhindern."

Polizeibeamte, die wegen eines Verkehrsunfalls zufällig am Tatort waren, hatten den Angreifer überwältigt. Nach Polizeiangaben war die Besatzung eines Streifenwagens durch lautes Geschrei auf die Tat aufmerksam geworden. "Der Täter ist dann mit gezogenem Messer auch auf die Kollegen zugegangen", sagte der Sprecher. Zunächst hätten sie überlegt, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, dann aber den Taser zweimal eingesetzt. "Der Täter konnte überwältigt und letztendlich festgenommen werden."

Polizei: Tasereinsatz verhinderte Schlimmeres

Der Tasereinsatz habe wahrscheinlich Schlimmeres verhindert, sagte der Sprecher weiter. "Sonst wäre es vielleicht noch zu weiteren Messerattacken gegen die Opfer gekommen" - oder gegen Zeugen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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