Familiendrama in Witten (NRW): Kind stirbt nach Messerangriff - festgenommener Vater nicht psychisch auffällig
Schock in Witten: Eine Mutter und ihre zwei Kinder sind bei einer Messerattacke schwer verletzt worden - für eines der Kinder kam jede Hilfe zu spät. Der tatverdächtige Vater wurde festgenommen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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- Familiendrama in Witten: Junge (13) tot, Mutter (38) und Tochter (9) in Lebensgefahr
- Messerangriff erschüttert Nordrhein-Westfalen: Vater (404) unter Tatverdacht festgenommen
- Mutmaßlicher Täter vor Bluttat nicht auffällig gewesen
Über der Wittener Lessingstraße liegt am Nachmittag des 28. März 2026 eine unheimliche Stille. Es regnet in Strömen. Die Polizei ist noch immer noch mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Männer und Frauen in weißen Anzügen sichern Spuren. Der Bereich um ein Mehrfamilienhaus ist weiträumig und zu allen Seiten mit Flatterband abgesperrt. Auch einige Anwohner sind zu sehen. Die Blutflecken auf Gehweg und Straße sind bislang nicht vollständig beseitigt. Nicht nur Nachbarn sind fassungslos darüber, was sich an diesem Tag in dem Wohngebiet der Ruhrgebietsstadt abgespielt hat.
Familiendrama in Witten: Vater (40) verübt Messerangriff auf Frau und Kinder, Junge (13) tot
Was vorgefallen ist, schildert die Polizei später so: Zeugen wählen gegen 10.29 Uhr den Notruf. Bei einem Messerangriff werden eine 38-jährige Frau und ihre Kinder - ein neunjähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge - schwer verletzt. Der Junge stirbt kurz danach. Tatverdächtig ist der 40 Jahre alte Vater.
Nach Polizeiangaben soll es zuvor Streit in dem Wohnhaus gegeben haben. Dieser habe sich nach draußen auf die Straße verlagert. Anwohner werden durch Schreie auf die Tat aufmerksam, wie die Ermittler berichten. Einige Augenzeugen sollen auch gesehen haben, wie der Mann zusticht.
Messer-Angreifer ist Deutscher - Psychische Probleme nicht bekannt
Als Polizei und Rettungskräfte ankommen, finden sie die Mutter und ihre Kinder etwa 30 Meter vom Haus entfernt verletzt auf dem Boden. Für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen stirbt er noch im Rettungswagen an seinen Verletzungen. Mutter und Tochter werden am Ort von Notärzten und Rettungskräften versorgt und in ein Krankenhaus gebracht. Viele Nachbarn werden anschließend von Seelsorgern betreut. Zunächst hatte die «Bild»-Zeitung über die Tat berichtet.
Der Tatverdächtige wird wenige Minuten nach dem Eintreffen der Polizei, etwa gegen 10.36 Uhr, rund 200 Meter vom Tatort entfernt in Sichtweite eines Busbahnhofs widerstandslos festgenommen. Der Mann sei leicht verletzt gewesen. Womöglich sei dies bei Ausführung der Tat entstanden, vermuten die Ermittler. Der Verdächtige ist laut Polizei bislang nicht auffällig geworden. Psychische Probleme sind nicht bekannt. Der Tatverdächtige und seine Familie haben den Ermittlern zufolge die deutsche Nationalität. Das Motiv ist laut Polizei unklar.
Polizei stellt Tatwaffe sicher und nimmt Verdächtigen fest
Als mutmaßliche Tatwaffe stellen die Ermittler ein Messer sicher. In der Lessingstraße suchen sie auch am Nachmittag noch nach weiteren Hinweisen. Ein am Tatort gefundenes Fahrzeug wird ebenfalls untersucht. Ob und inwiefern es mit der Tat in Verbindung steht, wird noch ermittelt. Mutter und Tochter werden derweil intensivmedizinisch versorgt. Beide schweben laut Polizei in Lebensgefahr.
Die Staatsanwaltschaft Bochum hat die Ermittlungen übernommen. Eine Mordkommission ist eingerichtet worden. Der Verdächtige befindet sich in Polizeigewahrsam und soll einem Haftrichter vorgeführt werden. Wann genau, ist bislang noch offen.
Die Stadt Witten zeigt sich am Tat des Blutbades in einer Mitteilung auf ihrer Internetseite tief betroffen von der Gewalttat. Bürgermeister Dirk Leistner sagt: "Die Nachricht von dieser schrecklichen Tat erschüttert uns alle zutiefst. Besonders der Tod eines Kindes macht uns fassungslos. Unsere Gedanken sind bei der Familie, den Angehörigen und allen, die von diesem Ereignis betroffen sind."
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rut_/kns/roj/news.de/dpa
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