Frankfurt: Frankfurter Sicherheitsdienst muss Schulgeländer bewachen

Weil das Geländer nur 103 und nicht 110 Zentimeter hoch ist, sitzen zwölf Wachleute im Treppenhaus - für einen sechsstelligen Betrag wöchentlich. Die Schulleiterin ist fassungslos.

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Frankfurt am Main von oben. Aktuelle Nachrichten aus und über Frankfurt hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Bildgigant

Auf Kosten der Stadt bewacht ein Sicherheitsdienst das Treppengeländer einer Frankfurter Schule - weil es sieben Zentimeter zu niedrig ist. Dafür seien "momentan zwölf Personen zu unterschiedlichen Zeiten an verschiedenen Posten in den Treppenhäusern im Einsatz", sagte eine Sprecherin des zuständigen Dezernats der Deutschen Presse-Agentur.

In der Frauenhofschule, einer Frankfurter Grundschule, seien die fehlenden Zentimeter bei einer Routinebegehung aufgefallen, so die Sprecherin: Es misst statt 110 nur 103 Zentimeter. Bis eine "bauliche Lösung" gefunden ist, werde das Geländer bewacht. Dafür fallen nach Angaben der Stadt aktuell Kosten von rund 13.700 Euro brutto pro Woche an.

Schulleitung zeigt Unverständnis

Solmaz Heidlindemann, die die Frauenhofschule aktuell vertretungsweise leitet, sagte, das Geländer sei seit 100 Jahren so "und bisher hat es niemanden gestört". Soweit sie wisse, habe es auch nie einen Unfall gegeben. "Für die Bewachung werden jetzt Steuergelder verbraten, die dringend für die Schulen benötigt würden." Der ganze Fall zeige "die ganze Planlosigkeit und das Missmanagement" der Frankfurter Ämter und Behörden.

Auf die Frage, warum die Geländerhöhe bisher niemanden gestört hat, verwies die Dezernatssprecherin auf die hessische Bauordnung. "Die Anforderung an die Höhe von Geländern in unseren Schulen von 1,10 Metern ergibt sich aus der Muster-Schulbau-Richtlinie. Die aktuell gültige Fassung stammt aus dem Jahr 2009."

Wache auch in den Ferien

Auch in den Osterferien, die in Hessen nächste Woche beginnen, wird das Geländer weiter bewacht. Dann allerdings könnte es günstiger werden, weil nur wenige Schüler da seien und einzelne Treppen gesperrt werden könnten. Die Stadt rechnet dann nur noch mit 5.000 bis 6.000 Euro.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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