Wettergrenze spaltet Deutschland: Wo der 18-Grad-Frühling kommt – und wo es kalt bleibt

Der Frühling klopft an, doch Deutschland bleibt gespalten: Während im Westen milde Temperaturen und Sonne locken, hält sich im Süden und Osten die Kälte hartnäckig. Und am Wochenende droht schon der nächste Wetter-Dämpfer.

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Der Frühling meldet sich nach einer kurzen Flaute zurück. (Foto) Suche
Der Frühling meldet sich nach einer kurzen Flaute zurück. Bild: AdobeStock / Carol
  • Wettergrenze spaltet Deutschland: Westen mild, Osten und Süden deutlich kühler
  • Bis zu 18 Grad möglich: Vor allem im Westen und Südwesten wird es frühlingshaft
  • Winter-Comeback droht: Am Wochenende wieder kühler – sogar Schnee möglich

Nach einer kurzen Flaute meldet sich zur Wochenmitte der Frühling zurück: Hochdruck breitet sich wieder in Deutschland aus. Jedoch darf sich nicht die ganze Republik auf milde Temperaturen freuen. Eine Wettergrenze teilt am Dienstag (17.03.2026) das Land in zwei Zonen. "Im Westen weht warme Luft ins Land", erklärt Wetterexperte Dr. Karsten Brandt gegenüber "Bild". Der Osten werde hingegen noch von östlichen Winden beherrscht. Während das Quecksilber im Westen auf 13 und 15 Grad klettert, bleibt es im Osten mit maximal 10 bis 13 Grad etwas kühler. Zwischen beiden Regionen erstreckt sich eine "neutrale Zone" von Hamburg bis Bayern. Dort dominieren dichte Wolken, da weder die warme Westluft noch der kühle Ostwind durchdringen. Die Sonne bleibt hier zunächst verborgen.

Bis zu 18 Grad am Mittwoch: Frühling kehrt zurück - nur eine Region bleibt frostig

Am Mittwoch kehrt dann endlich der Frühling nach Deutschland zurück. Ein Hochdruckgebiet sorgt für sonniges Wetter und angenehme Temperaturen. Besonders das Rheinland, das Saarland und Baden-Württemberg profitieren von langen Sonnenstunden. Dort können die Thermometer auf bis zu 18 Grad klettern. Der Süden muss sich jedoch noch gedulden. Dort herrscht eine andere Strömung vor: Östliche Winde bringen kühlere Luftmassen mit sich. Die Temperaturen bleiben einstellig, dazu gesellen sich Wolken und Hochnebel. Vom Frühlingswetter ist in diesen Regionen zunächst wenig zu spüren. Erst gegen Ende der Woche steigen auch dort die Werte deutlich an.

Hochdruckbrücke von Frankreich bis Russland

Die Wetterberuhigung setzt bereits am Dienstagmorgen ein und hält bis Mittwoch an. Diplom-Meteorologe Dominik Jung sieht darin den Übergang zu einer stabileren Wetterlage. Eine besondere Konstellation sorgt für die unterschiedlichen Temperaturen: Eine gestreckte Hochdruckbrücke erstreckt sich von Frankreich bis nach Russland.

Diese Druckkonstellation führt warme Luftmassen aus Spanien in den Westen, Norden und Osten Deutschlands. Im Süden hingegen dominiert eine östliche Strömung, die kühlere Luft herantransportiert. "Am freundlichsten wird es am Mittwoch voraussichtlich im Westen und Südwesten", prognostiziert Jung. Dort scheint die Sonne besonders lange.

Kaltlufttropfen droht am Wochenende

Die Frühlingsfreude könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Bereits am Freitag nähert sich von Norden eine schwache Kaltfront. Am Wochenende sorgt dann ein Kaltlufttropfen aus östlicher Richtung für wechselhafteres und kühleres Wetter.

Der Winter ist noch nicht endgültig abgehakt. In höheren Lagen des Südens könnte es am Wochenende sogar nochmal leicht schneien. Auch die erweiterten Prognosen zeigen immer wieder kräftige Schneefälle in den Alpen oder Nordströmungen mit Schneeschauern. Deutschland befindet sich weiterhin im Übergang vom Winter zum Frühling. Erst Mitte April ist die Sonne stark genug, um Schneefall nahezu auszuschließen.

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/ife/news.de/stg

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