Warnung vor Marburg-Virus: Besorgniserregende Aufnahmen aus Uganda schüren Sorge vor Seuchenausbruch
In Uganda haben Forscher eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Aufnahmen aus einer Höhle zeigen erstmals das Potenzial für eine Übertragung des gefährlichen Marburg-Virus auf den Menschen. Ein Virus mit einer Sterblichkeitsrate von bis zu 88 Prozent.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Ausbruch von Ebola-ähnlichem Virus befürchtet
- Forscher entdecken Netzwerk von Tieren, die sich von mit Marburg-Virus infizierten Fledermäusen ernähren
- Virus hat Sterblichkeitsraten bis 88 Prozent und ist eng mit Ebola verwandt
In Uganda haben Forscher laut "Daily Star" eine beunruhigende Entdeckung gemacht. An einer Höhle, die als bekannter Fundort des Marburg-Virus gilt, jagen zahlreiche Wildtiere aktiv Fledermäuse, die mit dem Virus infiziert sind.
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Sorge vor Ausbruch von Ebola-ähnlichem Virus nach Entdeckung in Uganda
Diese Entdeckung ist insofern besorgniserregend, da die Aufnahmen erstmals das Potenzial für eine Übertragung des Marburg-Virus auf den Menschen aufzeigen. Die Wissenschaftler betonen zwar, dass sie bislang keinen Nachweis für eine tatsächliche Übertragung des Virus auf die Raubtiere gefunden haben. Dennoch sehen die Forscher in ihren Beobachtungen enormes Potenzial.
Besorgniserregende Aufnahmen aus Uganda schüren Sorge vor Virusausbruch
Kamerafallen im Queen Elizabeth Nationalpark dokumentierten über einen Zeitraum von fünf Monaten insgesamt 14 verschiedene Wirbeltierarten, die an der sogenannten Python Cave auf Beutezug gingen. Unter den beobachteten Jägern befanden sich Leoparden, mehrere Primatenarten, Raubvögel und Warane. Aus virologischer Sicht bereiten die Primaten den Wissenschaftlern die größten Sorgen
Marburg-Virus hat Sterblichkeitsraten bis 88 Prozent und ist eng mit Ebola verwandt
Die Python Cave im Maramagambo-Wald beherbergt schätzungsweise 56.000 Nilflughunde. Etwa sieben Prozent dieser Fledermäuse sind nachweislich Träger des Marburg-Virus. Bei diesem Erreger handelt es sich um ein Filovirus, das eng mit Ebola verwandt ist und schwere hämorrhagische Fieber auslöst. Die Sterblichkeitsrate kann bis zu 88 Prozent erreichen. Bislang existiert kein zugelassener Impfstoff gegen die Krankheit.
Das Forscher-Team plant laut "Daily Star" nun, mit weiteren Partnern zusammenzuarbeiten, um diese Schnittstelle, also die Interaktionen zwischen dem Filovirus-Reservoir und den Raubtieren,genauer zu kartieren und herauszufinden, ob sich Tiere tatsächlich infizieren.
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fka/sfx/news.de/stg
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