Totale Mondfinsternis am 03.03.2026: Blutmond am Taghimmel - wo Sie das Spektakel sehen können
Der März startet mit einem spektakulären Himmelsereignis: Am 03.03.2026 kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Doch ausgerechnet in Deutschland bleibt der Blutmond unsichtbar. Wie Sie das Spektakel trotzdem verfolgen können.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
Suche
- Totale Mondfinsternis am 03.03.2026
- Alle Infos zur Beobachtung der MoFi in Deutschland
- März-Vollmond als Krähenmond sichtbar
Der März beginnt mit einem richtigen Astro-Highlight - einer totalen Mondfinsternis. Leider ist das Spektakel nicht in Deutschland sichtbar. Hobbyastronomen müssen sich daher mit einem Krähenmond abfinden. Wann Sie Ihren Blick in den Himmel richten sollten, erfahren Sie hier.
März-Vollmond leuchtet als Krähenmond
Der Mond erreicht am Dienstag um exakt 12.38 Uhr seine Vollmondphase. Laut Nasa ist der Vollmond um diesen Zeitpunkt etwa drei Tage lang zu sehen. Wie in jedem Monat trägt der kreisrunde Erdtrabant auch im März einige charakteristische Beinamen. So wird der Vollmond im ersten Frühlingsmonat auch als Lenzmond und Krähenmond bezeichnet. Ist der März-Vollmond etwa ein böses Omen? Zwar gelten Krähen als Unheilsbringer, doch der Krähenmond prophezeit keineswegs eine Katastrophe. Die Mondnamen stammen von Naturvölkern und sind oft durch Beobachtung der Natur entstanden. Amerikanische Ureinwohnerstämme nennen den März-Vollmond Krähenmond. Wie die Nasa schreibt, kündigt das Krächzen der Krähen das Ende des Winters an. Logisch, oder?
Totale Mondfinsternis am 03.03.2026: So können Sie das Spektakel beobachten
Zeitgleich ereignet sich eine totale Mondfinsternis. Dabei taucht der Mond vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Die Mondfinsternis beginnt um 9.43 Uhr. Um 12.04 Uhr erreicht die Finsternis ihre totale Phase. In Deutschland ist das Spektakel jedoch nicht sichtbar, da der Mond noch vor Beginn untergeht. Wer die komplette Mondfinsternis beobachten will, kann das in einem Stream auf YouTube von "timeanddate":Alle Uhrzeiten finden Sie hier im Überblick:
- Eintritt des Mondes in den Halbschatten: 9.43 Uhr
- Eintritt des Mondes in den Kernschatten: 10.50 Uhr
- Beginn der Totalität: 12.04 Uhr
- Höhepunkt der Mondfinsternis: 12.34 Uhr
- Ende der Totalität: 13.03 Uhr
- Austritt des Mondes aus dem Kernschatten: 14.18 Uhr
- Ende der Mondfinsternis: 15.25 Uhr
Warum wird der Mond bei einer totalen Mondfinsternis rot?
Bei einer totalen Mondfinsternis ist der Erdtrabant übrigens nicht unsichtbar. Der Mond leuchtet dann nämlich in einem mehr oder minder dunklen Rot. Dies liegt daran, dass die Erdatmosphäre einen Teil des Sonnenlichts streut und nur die langwelligen, rötlichen Lichtanteile in den Erdschatten gelenkt werden. Dieses Phänomen nennt man Rayleigh-Streuung – es ist derselbe Effekt, der auch für rote Sonnenaufgänge und -untergänge sorgt. Je nach Staub- und Partikelgehalt in der Atmosphäre kann der Mond von einem hellen Kupferton bis hin zu einem tiefdunklen Rot erscheinen – daher der Name "Blutmond".
Wann ist die nächste Mondfinsternis?
Wer das Schattenspiel am Dienstag nicht zu Gesicht bekam, muss sich nicht grämen. Die nächsten Termine sind nämlich bereits bekannt und teilweise auch von Europa aus sichtbar. Wann das nächste Mal eine Mondfinsternis am Himmel zu sehen ist, erfahren Sie hier:
- Partielle Mondfinsternis, 28.08.2026
- Halbschatten-Mondfinsternis, 20.02.2027
- Partielle Mondfinsternis,12.01.2028 (in Deutschland sichtbar)
- Partielle Mondfinsternis, 28.07.2028 (in Deutschland sichtbar)
- Totale Mondfinsternis,31.12.2028 (in Deutschland sichtbar)
Wie unterscheiden sich partielle, totale und Halbschatten-Mondfinsternisse?
Totale Mondfinsternis: Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Dadurch wird er rötlich verfärbt und ist für mehrere Minuten bis Stunden in seiner vollen Pracht sichtbar.
Partielle Mondfinsternis: Hier wird der Mond nur teilweise vom Kernschatten der Erde erfasst, sodass ein Teil verdunkelt erscheint, während der Rest weiterhin normal leuchtet.
Halbschatten-Mondfinsternis: Der Mond tritt lediglich in den äußeren Halbschatten der Erde ein, wodurch er nur leicht abgedunkelt wird. Diese Art der Finsternis ist oft kaum mit bloßem Auge zu erkennen.
Weitere Meldungen aus dem Astronomie-Ressort finden Sie hier:
- Mondfotos wie ein Profi! So schießen Sie perfekte Bilder mit dem Handy
- Alle Vollmond-Termine 2026 im Überblick
- Die größten Vollmondmythen
- So beeinflusst der Mond das Liebesleben
bua/hos/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.