Nach tödlichem Angriff: Verkehrsminister wollen zu Schutz für Bahnpersonal beraten
Wie können Zugbegleiter besser vor Gewalt geschützt werden? Diese Frage stellen sich viele nach dem tödlichen Angriff in einem Regionalzug in Rheinland-Pfalz - auch die zuständigen Landesminister.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz wollen die Verkehrsminister der Länder über mehr Schutz für Mitarbeiter im Nahverkehr beraten. Das kündigte der Vorsitzende der Ministerkonferenz, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU), in einer Mitteilung an: "Als Gesellschaft können wir das nicht hinnehmen und müssen ein starkes Zeichen der Solidarität senden."
Geplant seien die Beratungen am 25. und 26. März in Lindau am Bodensee, sagte eine Sprecherin des bayerischen Verkehrsministeriums. Die Infrastrukturministerin von Sachsen-Anhalt, Lydia Hüskens (FDP), sagte laut Mitteilung, es müssten alle Mittel ergriffen werden, um der Gewalt in Zügen Einhalt zu gebieten: "Mehr Sicherheitspersonal in den Zügen, Schulungen, technische Vorkehrungen wie Bodycams, zügige Rechtsprechung sind nur einige davon."
Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Martin Burkert, hatte nach dem tödlichen Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert - damit nicht ein Mitarbeiter allein im Zug unterwegs sein muss. "Dafür sind die Länder verantwortlich", sagte Burkert. "Die müssen einfach eine Doppelbesetzung bezahlen."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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