Leiche gefunden: Mann filmt tödlichen Sprung in eiskaltes Wasser - und stirbt

Kälte-Schock: Was wohl als eine Art Eisbad-Challenge geplant war, ging nach hinten los. Ein 40-Jähriger filmte sich dabei, wie er in einen zugefrorenen Teich in Wismar sprang. Dafür bezahlte er mit seinem Leben.

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Beim Baden in einem eingefrorenen Teich kam es in Wismar zu einem Unglück. (Foto) Suche
Beim Baden in einem eingefrorenen Teich kam es in Wismar zu einem Unglück. Bild: AdobeStock/jonas
  • Ein 40-Jähriger kommt bei einem Badeunfall in Wismar ums Leben
  • Der Mann versuchte offenbar sich beim Eisbaden zu filmen - und tauchte nicht mehr auf
  • Die Rettungskräfte konnten letztlich nur noch seine Leiche bergen

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Zahlreiche Einsatzkräfte rücken am Montagvormittag im Wismarer Stadtteil Wendorf (Mecklenburg-Vorpommern) aus - doch jede Hilfe kommt bereits zu spät. In einem Teich haben die Rettungskräfte die Leiche eines Mannes gefunden. Das bestätigte eine Polizeisprecherin. Laut einem Zeugen soll der Mann zuvor beim Eisbaden gesehen worden sein.

Er stieg ins Loch im Teich - und verschwand plötzlich

Der Polizeisprecherin zufolge soll es sich um einen 40-jährigen Mann handeln. Ein Zeuge hatte diesen laut Sprecherin dabei beobachtet, wie er ein Loch in das Eis des rund zwei Meter tiefen Teiches geschlagen hatte. Nachdem er durch das Loch ins Wasser gestiegen sei,sei nichts mehr von ihm zu sehen gewesen. Danach habe der Zeuge die Einsatzkräfte verständigt.

Video des Unglücks lief noch immer

Am Ort des Geschehens fanden die Rettungskräfte zudem ein auf einem Kamerastativ montiertes Smartphone. Offenbar wollte der Mann vor laufender Kamera erst durch das in das Eis gesägte Loch ins kühle Nass springen, dann durch ein zweites Loch neben dem ersten wieder auftauchen. Doch dazu kam es scheinbar nicht mehr. Neben dem Stativ wurden außerdem ein Handtuch auf der Eisfläche sowie das Auto des Mannes neben dem Teich gefunden. Die Kamera selbst lief noch, als die Einsatzkräfte eintrafen.

Leiche des Mannes konnte endlich geborgen werden

Die Feuerwehr zog nach eigenen Angaben auch Taucher für die Suche hinzu. "Die Bedingungen sind sehr schlecht", sagte Ronny Bieschke vom Brandschutzamt Wismar. Mit Kettensägen habe man die Löcher im bis zu sieben Zentimeter dicken Eis vergrößert. Dabei seien die Kameraden durch Seile gesichert worden. Nach einer aufwendigen Suche kommt schließlich die traurige Gewissheit: Der Mann ist tot. Die Rettungskräfte können nur noch seinen Leichnam bergen.

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sfx/bua//roj/news.de/dpa

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