Todesdrama in Crans-Montana, Schweiz: Dutzende Tote und Verletzte nach Explosion bei Silvesterparty

Die Neujahrsnacht ist in der Schweiz von einer tödlichen Tragödie überschattet worden: In einer Bar in Crans-Montana, wo mehr als 100 Menschen Silvester feierten, ereignet sich eine Explosion. Was bisher bekannt ist.

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In Crans-Montana (Schweiz) sind infolge einer Explosion in einer Bar bei einer Silvesterparty mehrere Menschen ums Leben gekommen, auch von Verletzten ist die Rede. (Foto) Suche
In Crans-Montana (Schweiz) sind infolge einer Explosion in einer Bar bei einer Silvesterparty mehrere Menschen ums Leben gekommen, auch von Verletzten ist die Rede. Bild: picture alliance/dpa | Robert Michael
  • Explosion bei Silvesterparty in der Schweiz
  • Mehrere Tote und Verletzte in Constellation Bar in Crans-Montana
  • Ursache von tödlicher Explosion noch unklar

Eine verheerende Explosion hat in der Silvesternacht 2025/26 den Schweizer Skiort Crans-Montana erschüttert. Das Unglück ereignete sich gegen 01.30 Uhr in der Constellation Bar im Zentrum des beliebten Ferienortes im Kanton Wallis, wie unter anderem die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Silvester-Tragödie: Dutzende Tote bei Feuer in Schweizer Nobel-Skiort

Bei dem Brand während einer Silvesterparty sind nach Polizeiangaben mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 seien zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler, während einer Pressekonferenz. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus.

Behörden: Verpuffung bei Silvesterbrand war keine Sprengsatz-Explosion

Der tödliche Brand im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana ist nach ersten Erkenntnissen der Behörden nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Das Feuer habe bei seiner Ausbreitung eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer. Er berief sich dabei auf Zeugenaussagen und erste Ermittlungen. Es handele sich nicht um eine Explosion eines Sprengsatzes, die einen Brand auslöst. Damit begründete Staatsanwältin Beatrice Pilloud auch ihre Einschätzung, einen Anschlag auszuschließen.

Explosion in der Schweiz: Tote und Verletzte in Bar in Crans-Montana

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich mehr als 100 Menschen in dem Lokal, die dort den Jahreswechsel feierten. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Aufnahmen, die Flammen in der Bar zeigen – diese sind jedoch bislang nicht offiziell bestätigt.

Der Einsatz dauerte nach Polizeiangaben am Vormittag des Neujahrstages noch an. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Über dem Ort wurde ein Überflugverbot verhängt. Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist Luftlinie gut 100 Kilometer entfernt.

Polizeibeamte sind in der Nähe des Bereichs zu sehen, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. (Foto) Suche
Polizeibeamte sind in der Nähe des Bereichs zu sehen, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Alessandro Della Valle

Der exklusive Wintersportort Crans-Montana liegt im Kanton Wallis rund zwei Stunden Fahrtzeit von Bern entfernt in den Schweizer Alpen und gilt als mondäner Ferienort mit vielen Prominenten. Berühmtester Einwohner war James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Der Ort auf etwa 1.500 Metern Höhe hat ein großes Skigebiet. Ende Januar finden dort auch Rennen des Ski Weltcups statt. Über die Feiertage ist der Ort in der Regel ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen rund 2.600 Hotelbetten, davon acht in der Luxuskategorie, und hunderte Ferienwohnungen. Bei rund einer Million Übernachtungen im Jahr kommen nach Angaben der örtlichen Tourismusbehörde etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland. Der nächste große Flughafen ist Genf, rund 180 Kilometer nordwestlich.

Rettungskräfte im Großeinsatz nach Tragödie im Skiort - Unglücksursache unklar

Unmittelbar nach dem Unglück rückten zahlreiche Rettungskräfte an. Vor Ort waren Polizei und Feuerwehr mit zahlreichen Einsatzwagen und Hubschraubern. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, Menschen seien mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Am Morgen des 1. Januar 2026 sei die Lage unter Kontrolle gewesen, sagte ein Polizeisprecher Medienvertretern. Was genau die Explosion auslöste, ist derzeit völlig unklar.

Die Kantonspolizei Wallis hat für besorgte Angehörige eine telefonische Anlaufstelle unter der Rufnummer 0848 112 117 geschaltet. Über diese Hotline können Familienmitglieder und Freunde Informationen zu möglichen Betroffenen erhalten. Weitere Details zu den Opferzahlen oder zur Schwere der Verletzungen wurden bislang nicht bekannt gegeben.

Brand in Schweizer Skiort - Was wir wissen - und was nicht

Eine Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana endet in einer Tragödie. In einer Bar mit Hunderten Feiernden bricht ein Feuer aus, Dutzende Menschen sterben. Was bisher bekannt ist - und was nicht.

Was wir wissen

  • Das Unglück: In der Silvesternacht ist es im Schweizer Ferienort Crans-Montana (Kanton Wallis) zu einem schweren Brand in der Bar "Le Constellation" gekommen, diese hatte nach eigenen Angaben eine Kapazität von 300 Plätzen.
  • Die Opfer: Nach Polizeiangaben sind bei dem Feuer Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 seien zum Großteil schwer verletzt worden, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler.
  • Die Uhrzeit: Nach Angaben der Kantonspolizei Wallis brach das Feuer gegen 01.30 Uhr aus.
  • Die Hintergründe: Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von einem Unglück und nicht von einem Anschlag aus.
  • Der Ablauf: Das Feuer ist ersten Erkenntnissen zufolge nicht durch eine Sprengsatz-Explosion verursacht worden. Der Brand habe eine Verpuffung ausgelöst, sagte der für Sicherheit zuständige Staatsrat im Kanton Wallis, Stéphane Ganzer.
  • Die Rettungsarbeiten: Nach Polizeiangaben war der Rettungs- und Löscheinsatz am Vormittag des 1. Januar 2026 noch im Gange. Ein Rettungsarzt sagte dem Westschweizer Sender RTS, dass Menschen mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht worden seien.

Was wir nicht wissen

  • Exakte Zahl der Opfer: Wie viele Menschen genau ums Leben gekommen oder verletzt worden sind, ist unklar. Ebenso ist nicht bekannt, wie schwer die Verletzungen der Betroffenen sind.
  • Die Ursache: Was den Brand verursacht hat, ist unklar. Ob bauliche, sicherheitstechnische oder organisatorische Mängel in der Bar eine Rolle gespielt haben, ist ebenfalls offen.
  • Die Identität der Opfer: Über die Identität der Todesopfer und Verletzten ist bislang nichts bekannt. Auch ob Deutsche von dem Feuer betroffen waren, ist offen. Da Crans-Montana Gäste aus aller Welt habe, seien "wahrscheinlich" Ausländer unter den Opfern, sagte Polizeichef Gisler.

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/news.de/dpa

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