Silvester-Zwischenfälle aktuell: Mann (23) verliert Hand durch Böller, zwei 18-Jährige tot nach Feuerwerksbastelei

Das neue Jahr 2026 hat in Deutschland vielerorts mit Feuerwerk begonnen - doch der Jahreswechsel wurde erneut von schweren Böller-Unfällen überschattet, die teils tödlich endeten. Die Polizei zieht eine erschreckende Silvester-Bilanz.

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In der Silvesternacht ist das Zünden von Pyrotechnik offiziell erlaubt - zahlreiche Böller-Verstöße und Unfälle riefen die Polizei jedoch schon Tage zuvor auf den Plan. (Foto) Suche
In der Silvesternacht ist das Zünden von Pyrotechnik offiziell erlaubt - zahlreiche Böller-Verstöße und Unfälle riefen die Polizei jedoch schon Tage zuvor auf den Plan. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow
  • Silvester 2025/26: Polizei und Feuerwehr vorab in erhöhter Alarmbereitschaft
  • Mann (23) verliert Hand wegen Böller, zwei 18-Jährige tot nach Feuerwerks-Bastelei
  • Erste Böller-Zwischenfälle schon vor dem Jahreswechsel

Das neue Jahr 2026 wurde in Deutschland vielerorts mit farbenprächtigen Feuerwerken und ausgelassenen Partys begrüßt. Die Feierlichkeiten wurden allerdings schon vorab überschattet von mehreren Zwischenfällen mit Feuerwerk und Böllern, die sich in der Neujahrsnacht fortsetzten und teils tödlich endeten. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren im Dauereinsatz.

Polizei und Feuerwehr im Dauereinsatz: Alle Meldungen im News-Ticker-Überblick

Allen Warnungen zum Trotz gab es die ersten Einsätze bereits Tage vor Silvester, die sich in der Nacht zum 1. Januar 2026 mit teils tragischen Folgen fortsetzen. Alle Meldungen zu Zwischenfällen, Krawallen und Unfällen gibt's hier im News-Ticker-Überblick.

+++ 01.01.2026: Drei Menschen sterben bei Bränden in Baden-Württemberg +++

An Silvester sind in Baden-Württemberg bei mehreren Bränden drei Menschen ums Leben gekommen. Die Brände hätten sich im Schwarzwald in den Orten Bonndorf und Lenzkirch sowie in Giengen an der Brenz ereignet, wie das Innenministerium in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

+++ 01.01.2026: 88-Jährige stirbt nach Feuer - War Rakete Ursache? +++

Eine 88-Jährige ist nach einem Brand in ihrer Wohnung in Würzburg im Krankenhaus gestorben. Die Polizei vermutet, dass eine Rakete ein Feuer auf dem Balkon auslöste, der von da auf die Wohnung übergriff. Die Feuerwehr war kurz nach Mitternacht zu dem Brand im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses ausgerückt. Als die Flammen gelöscht waren, stießen die Rettungskräfte in der Wohnung auf die bewusstlose Frau. Sie kam in eine Klinik, wo sie im Laufe der Nacht starb.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Brandermittler ist es wahrscheinlich, dass eine Rakete das Feuer auf dem Balkon verursachte. Zeugen hatten beobachtet, wie drei Menschen mit Feuerwerk hantiert hatten. Dabei soll mindestens eine Rakete auf den Balkon geflogen sein. Kurze Zeit später sei das Feuer ausgebrochen. Die Identität der Verdächtigen ist unbekannt. Die Kriminalpolizei sucht nun wegen fahrlässiger schwerer Brandstiftung mit Todesfolge nach zwei Männern und einer Frau.

+++ 01.01.2026: Drei Dachstühle brennen in Hagen in Nordrhein-Westfalen +++

Gleich mehrere Dachstühle sind in der Silvesternacht in Hagen in Nordrhein-Westfalen in Brand geraten. Das Feuer habe von einem brennenden Baum zunächst auf ein Haus übergriffen, sagte ein Polizeisprecher. Von dort hätten die Flammen die Dächer zweier weiterer Objekte eines Gebäudekomplexes entzündet. Die Gebäude brannten vollständig aus. Die "Westfalenpost" berichtete zuerst. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da die Feuerwehr in dem höher gelegenen Stadtteil Selbecke Probleme mit der Wasserversorgung hatte. Das Wasser sei für die Anwohner abgestellt worden, berichtete die "Westfalenpost". Verletzt wurde laut Polizei niemand. Ob der Brand durch einen Feuerwerkskörper hervorgerufen wurde, sei nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

+++ 01.01.2026: Polizei: viele Angriffe, aber keine schweren Verletzungen +++

Die Silvesternacht in Berlin ist nach einer ersten Einschätzung der Polizei nicht ganz so problematisch verlaufen wie in den vergangenen Jahren. "Wir haben keine schweren Verletzungen bei Kollegen und auch nicht bei feiernden Menschen. Und wir haben auch nicht so schwere Vorkommnisse und Sachbeschädigungen wie im letzten Jahr", sagte Polizeisprecher Florian Nath der dpa in einer ersten vorläufigen Bilanz gegen 03.00 Uhr.

Allerdings sei die Polizei immer wieder mit Böllern und Raketen angegriffen worden. 21 Polizisten seien durch Knalltraumata nach dem Beschuss mit Böllern oder Gegenwehr von Verdächtigen leicht verletzt worden. Die Polizei nahm Hunderte Verdächtige kurzzeitig fest. Und am Abend und in der Nacht sei noch kiloweise illegale Pyrotechnik beschlagnahmt worden. Die Polizei habe zum Teil erfolgreich gegen die Dynamik von kriminellen Tätern, die sich in der Deckung friedlich feiernder Menschen bewegten, gearbeitet. Gerade am Alexanderplatz habe das Konzept einer großen Böllerverbotszone gut gegriffen. "Ich habe den Alex noch nie so friedlich gesehen an Silvester wie in diesem Jahr."

Die Demonstration und Party an der Siegessäule sei friedlich verlaufen. Statt der angemeldeten 16.000 Teilnehmer seien nur ein paar hundert gekommen, so der Sprecher. Auch am Brandenburger Tor sei die Feier mit vielen tausend Besuchern ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

+++ 01.01.2026: Polizei in Leipzig mit Pyrotechnik angegriffen +++

Die Polizei in Leipzig ist mit Pyrotechnik angegriffen worden. Auf die Einsatzkräfte wurden diverse Böller geworfen, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Die Polizisten errichteten unter anderem in dem für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz Absperrungen. Die Zwischenfälle und Brände in Leipzig beschränkten sich aber nicht nur auf die bekannten Gebiete, auch in der Leipziger Innenstadt gab es diverse Feuer, wie Reporter der Deutschen Presseagentur berichten. Mülleimer brannten. In den vergangenen Jahren kam es in der Silvesternacht regelmäßig zu Ausschreitungen in Leipzig. Bereits vor dem Jahreswechsel warnte die Polizei, dass nicht nur der Stadtteil Connewitz davon betroffen sein könnte.

+++ 01.01.2026: 23-Jähriger verliert Hand durch Böller +++

Ein 23-Jähriger hat in der Nähe von Rostock durch einen explodierten Böller seine linke Hand verloren. Der junge Mann kam in der Silvesternacht mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Um was für einen Böller es sich bei dem Vorfall in der Gemeinde Reddelich im Landkreis Rostock handelte, war zunächst nicht bekannt.

+++ 01.01.2026: Zwei 18-Jährige sterben bei Pyrotechnik-Unfall in Bielefeld +++

Zwei 18-Jährige sind in der Silvesternacht in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen. Die jungen Männer erlitten tödliche Gesichtsverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor berichtete die "Bild" darüber. Die Unfälle passierten unabhängig voneinander. Ein Vorfall ereignete sich im Stadtteil Baumheide. Dort starb der Mann den Angaben zufolge noch am Unfallort. Der Verletzte im Stadtteil Brake erlag seinen Verletzungen nach Reanimationsversuchen im Krankenhaus. Um welche Pyrotechnik es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt. In beiden Fällen gab es laut Polizei Zeugen des Vorfalls. Bislang liegen den Angaben zufolge keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Leichtsinn mit Feuerwerk kostete in der vergangenen Silvesternacht in Deutschland fünf Männer das Leben. Zahlreiche Menschen erlitten teils schwere Verletzungen. In Berlin wurden am diesjährigen Silvesterabend im Unfallkrankenhaus bis 22.30 Uhr fünf Menschen mit Böllerverletzungen in der Notaufnahme aufgenommen. Zwei davon seien schwer verletzt, teilte die Klinik auf der Plattform X mit. In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Silvesterböller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt. Die Jugendliche verlor durch die Explosion den kleinen Finger und Teile des Ringfingers, wie die Polizei mitteilte.

+++ 01.01.2026: Mehr als 300 Festnahmen zu Silvester in Berlin +++

Die Zahl der kurzzeitigen Festnahmen wegen gefährlicher Böllerei und Abschießens von Raketen ist in der Silvesternacht in Berlin auf mehr als 300 gestiegen. Diese Zahl nannte die Polizei um kurz nach 1.00 Uhr. Meistens sei es um Missbrauch von Feuerwerkskörpern gegangen. Sieben Verdächtige seien von der Polizei in sogenannten Unterbindungsgewahrsam genommen worden, um zu verhindern, dass sie weitere Delikte begehen. Etwa 15 Polizisten seien leicht verletzt worden. Viele davon erlitten laut Polizei Knalltraumata durch Böllerexplosionen.

+++ 01.01.2026: Mehrere Feuer in Silvesternacht in Leipzig +++

In Leipzig ist es in der Silvesternacht wieder zu Zwischenfällen und Bränden gekommen. Nicht nur im für Ausschreitungen bekannten Stadtteil Connewitz, sondern auch in der Leipzig Innenstadt gab es diverse Feuer, wie Reporter der Deutschen Presseagentur berichten. Mülleimer brannten. In den vergangenen Jahren kam es in der Silvesternacht regelmäßig zu Ausschreitungen in Leipzig. Bereits vor dem Jahreswechsel warnte die Polizei, dass nicht nur der Stadtteil Connewitz davon betroffen sein könnte.

+++ 01.01.2026: 10.000 feiern friedlich Silvester auf Münchens Ludwigstraße +++

Bei einer großen Silvesterparty auf der Ludwigstraße in München haben nach Veranstalterangaben um die 10.000 Menschen in das Jahr 2026 hineingefeiert. Es sei alles ganz friedlich gewesen, sagte Katrin Strauch von der Veranstaltungsagentur Gral. "Es gab keine Zwischenfälle, überhaupt nichts." Bei der Party gab es Livemusik und Lichtprojektionen mit Lasertechnik, Feuerwerk durfte in den gesperrten Bereich der privaten Veranstaltung nicht mitgenommen werden. Die Tickets für die Veranstaltung kosteten um die 40 Euro.

+++ 01.01.2026: Angriffe auf Polizei und Sanitäter in Berlin +++

Erneut ist es in der Silvesternacht in Berlin zu Angriffen auf Polizisten und Sanitäter gekommen. In Neukölln in der Hermannstraße und in Moabit hätten Menschen mit Feuerwerksraketen und Böllern auf Einsatzkräfte geschossen und geworfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Bei Festnahmen von mutmaßlichen Tätern habe es weitere Angriffe gegeben. In Moabit sollen sich mehrere Hundert Menschen auf der Straße versammelt haben. Zum Teil soll die Stimmung sehr aggressiv gewesen in. In Spandau wurde ein Mensch durch die Explosion einer Kugelbombe leicht verletzt.

+++ 31.12.2025: Über 100 Festnahmen wegen Feuerwerksmissbrauchs in Berlin +++

Am Silvesterabend sind in Berlin schon vor Mitternacht mehr als 100 Menschen wegen Missbrauchs von Feuerwerk von der Polizei vorläufig festgenommen worden. Es gehe in den meisten Fällen um Verstöße gegen Sprengstoffvorschriften, teilte die Polizei mit. Neun Polizisten seien meist durch Knalltraumata von Böllern leicht verletzt worden. In Gropiusstadt in Neukölln beschlagnahmte die Polizei eine selbstgebaute Feuerwerksanlage, für die mehrere Batterien von Raketen durch Zünder miteinander verbunden waren. Fotos der Polizei zeigten die größere Anlage aus mehreren Kartons und Kisten voller Raketen, von denen elektrische Kabel zu einer Zündvorrichtung führten.

+++ 31.12.2025: Polizei: Festnahmen in Berlin wegen gefährlicher Böllerei +++

Die Berliner Polizei hat am Silvesterabend schon Stunden vor Mitternacht zahlreiche Menschen festgenommen, vor allem wegen gefährlichen Aktionen mit Böllern und Raketen. Manche Menschen würden Raketen waagerecht durch die Gegend schießen und Böller auf andere werfen, sagte Polizeisprecher Florian Nath der dpa.

Die Böllerei und das Geschehen auf den Straßen sei besonders in Schöneberg, Kreuzberg, Neukölln und Wedding ziemlich heftig. Der Alexanderplatz sei hingegen sehr ruhig, weil Feuerwerk dort verboten und der Bereich komplett abgesperrt sei. Auch die anderen drei großen Pyro-Verbotsbereiche in Schöneberg, Neukölln und Kreuzberg würden sich bewähren.

Insgesamt habe sich der Abend zunächst positiver und weniger problematisch entwickelt als in den vergangenen Jahren, sagte Nath. Bis 21.30 Uhr habe es keine wirklich großen Vorkommnisse oder Gewalttaten gegeben. Einige Polizisten seien leicht verletzt worden. Meistens seien es Knalltraumata von Böllern, die nahe dem Kopf explodiert seien.

+++ 31.12.2025: Mehrfamilienhaus brennt - Ursache möglicherweise Feuerwerk +++

Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Marburg könnte durch Feuerwerk ausgelöst worden sein. Es brannte am Nachmittag in dem Dachgeschoss des Hauses, wie die Polizei mitteilte. 19 Bewohner seien aus dem Gebäude gebracht worden, ein Mensch sei leicht verletzt mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Gegen 19.30 Uhr sei der Brand gelöscht worden. Das Haus ist den Angaben zufolge unbewohnbar. Der Schaden stehe bisher nicht fest, bewege sich aber im sechsstelligen Bereich. Es bestehe der Verdacht, dass das Zünden von Feuerwerkskörpern das Feuer ausgelöst habe. Die Polizei bittet um Hinweise.

+++ 31.12.2025: Senatorin: 220.000 Stück illegale Pyrotechnik beschlagnahmt +++

Die Berliner Polizei hat bis zum Silvesterabend 220.000 Stück illegale, falsch gelagerte oder unzulässig verkaufte Pyrotechnik beschlagnahmt. Das sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) am Abend bei einem Besuch in einem Polizeiabschnitt nahe dem Hauptbahnhof. Ein großer Teil davon gehöre zur Kategorie F4, die nur von Experten mit Ausbildung und Genehmigung verwendet werden dürfe und für Amateure sehr gefährlich sei.

Spranger betonte, die Polizei habe seit Monaten intensiv vorbeugend gearbeitet und zugleich gegen Kriminelle, die gefährliches Feuerwerk einschmuggelten, ermittelt. Ziel sei es, dass Berliner und Besucher sicher durch die Nacht kämen. Die Polizei sei mit 4.300 Beamten im Einsatz. 800 davon kämen aus acht anderen Bundesländern und von der Bundespolizei. Dazu kämen 1.600 Feuerwehrleute, sagte Spranger. Wichtig sei, dass sich alle an das hielten, was seit Monaten gesagt werde: Nur zugelassene Pyrotechnik verwenden. Und dabei vorsichtig sein und Kinder von Böllern und Raketen fernhalten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte: "Ich würde mir wünschen, dass Polizisten und Feuerwehrleute Silvester mit ihren Familien feiern können. Leider ist das in der aktuellen Situation aber nicht möglich."

Er bekräftige wie schon in einem früheren Jahr: "Heute ist auch die Nacht der Repression, in der wir deutlich machen, dass jeder friedlich feiern kann, jeder kann lustig sein, jeder kann tanzen, jeder kann Spaß haben. Aber der Spaß endet, wenn Menschen angegriffen werden. Da wird der Rechtsstaat sehr konsequent zeigen, was er kann. Wenn es nötig ist, müssen wir konsequent und robust einschreiten. Das wird die Polizei tun." Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärte, 220 Streifenwagen seien in der Nacht unterwegs. Dazu stünden einige Hundertschaften Polizisten bereit. Man schütze vier Brennpunktbereiche durch Verbotszonen. Außerdem begleite die Polizei die Demonstration mit Raveparty und Musiktrucks nahe dem Großen Stern und auch die große Feier am Brandenburger Tor.

+++ 31.12.2025: Polizei findet Kugelbomben und Waffen in Berlin-Neukölln +++

Die Berliner Polizei hat in drei Wohnungen im Bezirk Neukölln teils illegale Pyrotechnik mit einer Sprengstoffmasse von insgesamt etwa 14 Kilogramm beschlagnahmt. Die Durchsuchung fand bereits am Dienstag statt. Mit dabei waren auch zwei Kugelbomben, wie auf einem Foto zu sehen ist, das die Polizei auf WhatsApp veröffentlichte. Den Angaben zufolge wurden zudem ein Teleskopschlagstock, eine Stahlrute, zwei Messer und Geld in fünfstelliger Höhe sichergestellt, das mutmaßlich durch den Verkauf der Feuerwerkskörper eingenommen wurde.

+++ 31.12.2025: Kugelbomben illegal aus Carsharing-Auto verkauft +++

In einem in Berlin-Neukölln geparkten Carsharing-Auto hat die Polizei vor Silvester Hunderte illegale Feuerwerkskörper entdeckt, darunter 35 Kugelbomben. Aus dem Wagen soll in den vergangenen Tagen jeweils abends Pyrotechnik verkauft worden sein, wie die Polizei auf Facebook mitteilte. Durch die Scheiben habe man eindeutig beschriftete Kartons gesehen, um das Fahrzeug hätten Verpackungen gelegen, hieß es. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde den Angaben zufolge kistenweise zum Teil illegale Ware aus dem Auto geholt. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte, ermittelten Beamte die 20-jährige Mieterin des Wagens. Doch habe sie angegeben, ihr Carsharing-Konto sei gehackt und unbefugt genutzt worden. Der Verkauf wurde nach Angaben des Polizeisprechers aus einem zweiten Wagen gemanagt, der aber noch nicht ermittelt wurde. Gerufen wurde die Polizei nach seinen Worten am Dienstagmorgen.

+++ 31.12.2025: Randalierer wirft Böller in leerstehende Gaststätte +++

In Eberbach im Rhein-Neckar-Kreis sorgte ein 26-Jähriger am Silvestermorgen für einen Polizeieinsatz. Der Mann zerstörte zunächst mehrere Fensterscheiben einer ehemaligen Gaststätte und warf anschließend Böller in das Innere des Gebäudes. Dabei entwickelte sich Rauch, ein Brand konnte jedoch verhindert werden. Zusätzlich beleidigte er Anwohner in der Umgebung. Etwa zwei Stunden nach dem ersten Vorfall erschien der Tatverdächtige erneut am Tatort. Diesmal attackierte er Türen und Fenster mit Steinen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehr als 2.000 Euro. Die Polizei konnte den Mann später in seiner Wohnung festnehmen. Er muss sich nun wegen Sachbeschädigung und Beleidigung verantworten.

+++ 31.12.2025: Fahrzeug brennt nach Feuerwerksexplosion vollständig aus +++

Im Landkreis Cloppenburg kam es in der Nacht zu einem Fahrzeugbrand mit Totalschaden. In der Gemeinde Garrel hatten Unbekannte Pyrotechnik gezündet, wobei ein Feuerwerkskörper unter einem geparkten Auto explodierte. Die Flammen zerstörten das Fahrzeug komplett, bevor die Feuerwehr den Brand löschen konnte. Die Ermittler bitten nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

+++ 31.12.2025: Jugendlicher erleidet Brandverletzungen durch Böller +++

Bereits am 30. Dezember wurde ein 16-Jähriger in Vilshofen an der Donau schwer verletzt. Der Jugendliche spazierte mit seiner Freundin durch einen Park, als ihm plötzlich ein Böller aus unbekannter Richtung ins Gesicht flog. Er erlitt Verbrennungen zweiten Grades an der Wange und wurde im Krankenhaus behandelt.

+++ 31.12.2025: GdP warnt vor hoher Gewaltgefahr für Polizei an Silvester +++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet neue Gewalt gegen Einsatzkräfte zum Jahreswechsel. "Die Anonymität und der Eindruck, man würde an Silvester nicht für Straftaten zur Rechenschaft gezogen werden, verleitet Menschen zu Straftaten", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Jochen Kopelke der Deutschen Presse-Agentur. Für Polizisten und Polizistinnen sei es "sehr gefährlich und teilweise unvorhersehbar". Das Gewaltpotenzial schätzte Kopelke als "sehr groß" ein und "erfahrungsgemäß auch extrem, wenn es um gezielte Angriffe oder Hinterhalte gegen Polizisten geht".

In den Vorjahren kam es in der Silvesternacht in mehreren Städten immer wieder zu Böller-Angriffen auf Polizisten oder Rettungskräfte. Allein in Berlin sollen 4.300 Polizisten für Sicherheit sorgen, das sind 3.300 mehr als in normalen Nächten. Die Feuerwehr in der Hauptstadt bietet 1.600 Einsatzkräfte auf, dreimal so viel wie sonst. Das Polizeiaufgebot in Nordrhein-Westfalen ist aufgestockt worden auf landesweit 7.600 Polizistinnen und Polizisten.

+++ 30.12.2025: Mann schießt von Balkon aus mit Pyrotechnik auf Kinder +++

Mit Pyrotechnik hat ein Mann von einem Balkon in Hamburg-Wilhelmsburg aus auf Kinder geschossen. Nach Polizeiangaben bekam ein Zeuge den Vorfall am Abend mit und konnte die Wohnung beschreiben, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte. Verletzt wurde niemand. Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet. Die Polizei sei mit einem "angemessenen Kräfteansatz" vor Ort gewesen, unter anderem mit der Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen. In der Wohnung des Verdächtigen wurde diverse Pyrotechnik sichergestellt. Der Mann habe nun seine rechtlichen Konsequenzen zu tragen, sagte der Sprecher.

+++ 29.12.2025: Explosion bei Feuerwerksvorbereitung - Mann am Auge verletzt +++

Bei den Vorbereitungen auf ein Silvesterfeuerwerk ist ein Mitarbeiter einer auf Pyrotechnik spezialisierten Firma am Auge verletzt worden. Der 38-Jährige hantierte in einer Lagerhalle in Frickingen nördlich des Bodensees mit einer Kugelbombe, die aus bislang unbekannten Gründen explodierte, wie die Polizei mitteilte. Die Explosion der ersten Kugelbombe löste eine Kettenreaktion aus. Zunächst entflammte ein Karton, den Mitarbeiter der Firma ins Freie bringen und löschen konnten. Dabei entzündete sich jedoch eine weitere Kugelbombe, deren Funke den Balkon eines Hauses in Brand setzte. Anwohner konnten den Brand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen. Der Verletzte wurde in eine Augenklinik in Ulm eingeliefert. Ob das geplante Feuerwerk in Heiligenberg an Silvester stattfinden kann, war nicht bekannt.

+++ 29.12.2025: Ansturm auf Feuerwerk für Silvester +++

Zum Start des Verkaufs von Raketen und Böllern für den Jahreswechsel hat es in der Nacht zum Montag einen Ansturm auf Geschäfte gegeben. Im niedersächsischen Meppen im Emsland unweit der niederländischen Grenze bildete sich vor einem Markt, der bereits um Mitternacht öffnete, eine lange Schlange. Zu sehen waren Menschen mit Einkaufswagen, die in der Kälte darauf warteten, dass sich die Türen öffneten. In Bremerhaven warteten schon in der Nacht viele Menschen vor einem Feuerwerkshersteller, der am Morgen seinen Verkauf startete. Viele kamen in Gruppen und vertrieben sich die Zeit mit Spielen und Musik. Andrang am Morgen auch in Hamburg-Harburg: "Wir hatten um 5.30 Uhr eine Schlange von 100 bis 130 Leuten und das bricht nicht ab und nimmt eher zurzeit zu", sagte Feuerwerkshändler und Pyrotechniker Oliver Graetzer der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Er hat rund 250 Artikel im Angebot.

Seit Mitternacht darf bundesweit Pyrotechnik für Silvester verkauft werden. Auch Onlineshops dürfen vorab bestellte Böllerware an den letzten drei Werktagen des Jahres an die Haustüren liefern lassen. Der Verband der pyrotechnischen Industrie (VPI) rechnet gegenüber dem Vorjahr mit 10 bis 15 Prozent mehr Ware im Handel. 2024 verzeichnete die Branche nach eigenen Angaben einen Umsatz von 197 Millionen Euro (2023: 180 Millionen).

In Meppen sagte ein junger Mann in der Nacht vor einem Verkaufsladen, sein Budget für Pyrotechnik betrage 500 bis 600 Euro. Er rechne damit, dass auch viele Kunden aus den Niederlanden kommen. Dort gilt zum nächsten Jahreswechsel für Privatleute ein Böllerverbot, nachdem in den vergangenen Jahren die Gewalt zugenommen hatte. Auch in Deutschland gibt es Diskussionen um ein Verbot. Die Berliner Feuerwehr rief dazu auf, den Verkauf von Feuerwerk einzuschränken. "Wir begrüßen jegliche Art der Reglementierung", sagte Feuerwehrsprecher Vinzenz Kasch im RBB-"Inforadio". "Wir empfehlen, beim Verkauf anzusetzen, denn das Problem ist die unverantwortliche Nutzung des Silvesterfeuerwerks."

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