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Mieser Corona-Betrug: Betrüger-Paar flieht nach Millionen-Coup und lässt eigene Kinder zurück

Richard Ayvazyan und seine Ehefrau Marietta Terabelian machten Millionen mit ihrer miesen Corona-Betrugsmasche. Nun ist das Paar, das eigentlich auf seine Verurteilung wartete, spurlos verschwunden. Ihre Kinder ließen Richard und Marietta allein zurück.

Nach ihrem Millionen-Betrug sind Richard Ayvazyan und Marietta Terabelian spurlos verschwunden. Bild: Adobe Stock/spuno

Richard Ayvazyan, 43, und Marietta Terabelian, 37, wurden im Juni für schuldig befunden, betrügerische Darlehensanträge gestellt zu haben, um Geld für ihre vermeintliche COVID-19-Hilfe zu erhalten. Die Staatsanwaltschaft behauptet, sie hätten das Geld für den Kauf von Diamanten, Schmuck, Luxusuhren, importierte Möbel, Designerhandtaschen, Kleidung, ein Harley-Davidson-Motorrad und Luxuswohnungen verwendet. Mit ihrer miesen Betrugsmasche machten sie Millionen, heißt es. Nun jedoch fehlt von dem betrügerischen Paar plötzlich jede Spur. Ihre Kinder ließen die Eheleute allein zurück.

Corona-Betrüger-Paar flieht vor Verurteilung - Bekannte glauben an Entführung

Verwandte des Paares aus dem San Fernando Valley, von dem das FBI glaubt, dass es seine Peilsender durchtrennt hat und auf der Flucht ist, während es auf seine Verurteilung wegen seiner Rolle in einem 18 Millionen Dollar schweren COVID-19-Betrugsfall wartet, behaupten, das Paar sei entführt worden - offenbar, um es daran zu hindern, die Identität der nicht angeklagten Mitverschwörer preiszugeben, wie aus den am 19. November veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht.

FBI setzt Belohnung für Hinweise auf flüchtiges Betrüger-Paar aus

Das FBI setzt eine Belohnung von bis zu 20.000 Dollar für Hinweise aus, die zur Festnahme von Richard Ayvazyan und Marietta Terabelian führen. Die Bundesbehörden gehen davon aus, dass das Paar, dem eine jahrelange Haftstrafe droht, am 29. August seine Ortungsgeräte entfernte und sich gemeinsam der Untersuchungshaft entzog. Am folgenden Tag unterzeichnete ein Bundesrichter in Los Angeles Haftbefehle für das Paar.

Anwälte der Vermissten wollen Entführung mittels Video belegen

Die Anwälte der Verteidigung schreiben in den jüngsten Unterlagen, die dem "City News Service" vorliegen, dass Familienmitglieder des Paares glauben, dass Ayvazyan und Terabelian entführt wurden und nicht freiwillig aus ihrem Haus in Encino verschwunden sind. Aufgrund dieser Befürchtungen bitten die Anwälte des vermissten Paares die Regierung um Einsichtnahme in ein angebliches Video, das zeigen könnte, wie Ayvazyan und Terabelian am 2. September, mehrere Tage nach ihrem Verschwinden, freiwillig in ihr Haus zurückkehren.

Sollte das Paar auf dem angeblichen Video nicht zu sehen sein, "dann gibt es keinen zuverlässigen Beweis für eine freiwillige Flucht. Es ist nicht glaubwürdig zu behaupten, dass Ayvazyan und Terabelian freiwillig geflohen wären, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen, wie beispielsweise die Nutzung von Kreditlinien, elektronischen Konten oder Fahrzeugen", schrieb Ayvazyans Anwalt Ashwin J. Ram.

Anhörung zur Urteilsverkündung soll ausgesetzt werden

Der Anwalt bittet darum, dass das Gericht der Verteidigung nicht nur erlaubt, das Video zu sehen, sondern auch die Anhörung zur Urteilsverkündung am 15. November auszusetzen, "bis es formale Feststellungen zu unfreiwilliger Entführung, freiwilliger Flucht oder sonstigem Verschwinden machen kann". FBI-Sprecherin Laura Eimiller sagte, dass die Regierung "alle von der Verteidigung vorgebrachten Theorien vor Gericht ansprechen wird, soweit dies angemessen ist. Ein Sprecher der US-Staatsanwaltschaft lehnte eine Stellungnahme zu den Anträgen der Verteidigung ab.

Richard Ayvazyan schikanierte ältere Menschen

Ayvazyan steht auch unter Verdacht, "ältere Menschen (einschließlich Menschen mit Behinderungen), verstorbene Personen und ausländische Austauschstudenten, die vor Jahren nur ein paar Monate in den Vereinigten Staaten verbracht hatten und nun Tausende von Meilen entfernt in einem fremden Land lebten, schikaniert zu haben", schrieb die Bundesanwaltschaft. Die Angeklagten wurden wegen Betrugs per Überweisung, Bankbetrugs, Verschwörung zum Betrug per Überweisung und Bankbetrug sowie Verschwörung zur Geldwäsche verurteilt. Ayvazyan wurde außerdem des schweren Identitätsdiebstahls für schuldig befunden.

Betrüger-Paar lässt eigene Kinder allein zurück

Ihre drei Kinder müssen nun ohne ihre Eltern auskommen. Die flüchtigen Eltern hinterließen den Kindern im Alter von 13, 15 und 16 Jahren eine maschinengeschriebene Notiz, berichtet "CNN". "Wir werden eines Tages wieder zusammen sein", hieß es darin laut Ayvazyans Anwalt. "Dies ist kein Abschied, sondern eine kurze Pause voneinander." Die drei Kinder des Paares werden aktuell von ihren Großmüttern und einem gerichtlich bestellten Vormund betreut.

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sba/loc/news.de