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Energiekrise 2021 in Deutschland: Kündigungen, Insolvenzen und Co.! Steht unsere Energieversorgung vor dem Kollaps?

Die Preise für Strom und Gas steigen immer weiter: Mittlerweile reagieren erste Stromversorger mit knallharten Maßnahmen. Erste Unternehmen stellen die Versorgung ein, kündigen Verträge und melden sogar Insolvenz an. Steuern wir auf eine Katastrophe zu?

Die gestiegenen Energiekosten führen zu massiven Problemen. Bild: AdobeStock / Superingo

Die Preise für Strom und Gas steigen unaufhörlich. Erste Energieversorger ziehen bereits die Reißleine. Steuern wir auf eine Katastrophe zu?

Energiekrise 2021 in Deutschland: Experten warnen vor Kündigungen und Insolvenzen der Stromanbieter

Die ersten Folgen der Energiekrise sind bereits spürbar. Während Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen, stellen erste Stromanbieter die Belieferung von Kunden bereits ein. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, verschickte "Immergrün" bereits eine Vielzahl an Kündigungen - mit fatalen Folgen für Verbraucher. Dadurch übernimmt nämlich automatisch der Grundversorger mit deutlich höheren Preisen die Strombelieferung. "Die Kunden verlieren vermutlich Boni und müssen eventuell ihrem Guthaben hinterherlaufen, weil sie oft sehr hohe monatliche Abschläge zahlen mussten", sagt Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW.

Die Otima Energie AG musste nun sogar Insolvenz anmelden und die Strom- und Erdgaslieferung einstellen. In einer Erklärung nennt das Unternehmen gleich vier Gründe für diesen Schritt. So seien massiv gestiegene Großhandelspreise,Vorauskasse- und Sicherheitsleistungen, starke Einschränkungen hinsichtlich der verfügbaren Mengen sowie der Wegfall des Vorlieferanten für Strom ursächlich für die Insolvenz. Auch andere Anbieter stehen vor massiven Problemen.

Keine Neukunden! Energieversorger zieht Reißleine wegen extrem hoher Preise

In den vergangenen Monaten sind die Großhandelspreise für Gas international auf Rekordstände geklettert. Nach Angaben des Vergleichsportals Check 24 verteuerte sich die Megawattstunde Gas binnen Jahresfrist um 451 Prozent auf 44,03 Euro. Die großen Gasversorger kaufen allerdings langfristig ein, so dass Preissprünge an der Börse nicht unmittelbar durchschlagen.

Wegen des enormen Preisanstiegs beim Gas hat der Energieversorger Eon das Neugeschäft mit Privatkunden vorläufig gestoppt. "Leider können wir Ihnen derzeit keine Erdgas-Produkte anbieten", war am Mittwoch auf der Kunden-Homepage des Energiekonzerns zu lesen. Ein Unternehmenssprecher betonte, Bestandskunden seien nicht betroffen. Sie würden selbstverständlich weiter beliefert. Auch seine Aufgabe als Grundversorger werde der Konzern weiter nachkommen. Die Grundversorger springen beim Ausfall anderer Lieferanten ein, um die Gasversorgung der betroffenen Haushalte sicherzustellen.

Wann Eon Neukunden wieder ein Angebot machen wird, ließ das Unternehmen offen. Zunächst müsse ein Produkt konzipiert werden, das den aktuellen Entwicklungen an den Gasmärkten gerecht werde, hieß es.

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bua/fka/news.de/dpa

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