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Tödliches Kita-Drama in NRW: Junge (5) stirbt beim Spielen mit Anhänger - Ermittlungen gegen Mann laufen 

Nach dem Tod eines Zweijährigen in einer Kindertagesstätte in Gelsenkirchen sorgt nun ein weiterer tödlicher Kita-Unfall für Schlagzeilen. Im nordrhein-westfälischen Lemgo kam am Dienstag ein Junge (5) beim Spielen ums Leben.

In einer Kita in NRW kam ein Fünfjähriger Junge beim Spielen ums Leben. Bild: Adobe Stock/Frank Lambert

Erneut erschüttert ein tödlicher Kita-Unfall die Nachrichtenwelt: In einer Kindertagesstätte in Lemgo (Lippe) ist am Dienstag ein Fünfjähriger beim Spielen an einem Fahrzeuganhänger tödlich verunglückt. Nunermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen Unbekannt."Vieles ist noch völlig unklar", sagte der Sprecher der Detmolder Staatsanwaltschaft Ralf Vetter am Mittwoch. So müsse neben dem genauen Hergang des Geschehens ermittelt werden, warum der Anhänger dort abgestellt war. Offenbar gebe es keine erwachsenen Augenzeugen, sagte der Oberstaatsanwalt.

Schockierender Kita-Tod in NRW: Kind (5) stirbt beim Spielen mit Fahrzeuganhänger

Das Kind sei zwischen der Kippvorrichtung und dem Fahrgestell des etwa drei mal zwei Meter großen Kipper-Anhängers eingeklemmt worden, teilte die Polizei mit. Sie geht den bisherigen Erkenntnissen zufolge von einem tragischen Unfall aus. Wie unter anderem die "Bild" berichtet, hätten die Betreuer sofort die Rettungskräfte alarmiert, die den Jungen befreiten und mit der Reanimation begannen. Auch ein Rettungshubschrauber sei angefordert worden, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kam. Das Kind starb noch am Unfallort.

5-Jähriger stirbt noch am Unfallort: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mann wegen fahrlässiger Tötung

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu den Umständen, die zum Tod des Jungen geführt hätten, liefen. Auch der Anhänger sei beschlagnahmt worden. Warum der Anhänger auf dem Außengelände der Kita in dem Lemgoer Ortsteil Lieme abgestellt war, sei bislang unklar, sagte ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage. Auch der genaue Ablauf des tragischen Unfalls sei noch nicht klar.

Nach Angaben eines Polizeisprechers waren die Beamten am Mittwoch abermals am Unfallort, um sich ein Bild zu machen. Wann Befragungen von möglichen Zeugen und Mitarbeitern der Kita erfolgen können war unklar. "Mögliche Zeugen sind Kinder oder Mitarbeiter. Alle sind wahnsinnig geschockt. Da können Befragungen nur sehr behutsam erfolgen", sagte der Polizeisprecher.

Angehörige des Jungen, Kindergartenkinder, Mitarbeitende der Kita sowie am Einsatz beteiligte Rettungskräfte seien anschließend von Seelsorgern betreut worden.

Kita-Kind stirbt während Mittagsschlafenszeit

Dies ist bereits der zweite tödliche Zwischenfall in einer städtischen Kindertagesstätte. Bereits am Montag war in Gelsenkirchen ein zweijähriger Junge während der Mittagsschlafenszeit in einem Etagenbett ums Leben gekommen. Ersten Erkenntnissen nach wurde das Kind offenbar von einer Bodenplatte des darüberliegenden Bettes hochgedrückt. Dies habe dazu geführt, dass der Zweijährige dann mit dem Kopf zwischen Bettrahmen und Bodenplatte geraten und erstickt war.

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sba/sig/news.de/dpa