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Hundertjähriger Kalender September 2021: Spätsommer oder Schmuddelwetter? Das sagt der 100-jährige Kalender

Nachdem der Sommer bereits ins Wasser gefallen ist, liegen nun alle Hoffnungen auf dem Herbst. Können wir uns auf einen Altweibersommer freuen? Wie das Wetter im September 2021 aussehen könnte, verrät ein Blick in den Hundertjährigen Kalender.

Wie wird das Wetter im September 2021? Bild: AdobeStock / candy1812

Nach der nass-kalten Sommer-Katastrophe ist nun der Herbst angebrochen! Am 1. September ist nämlich meteorologischer Herbstanfang. Setzt sich das Wetter der vergangenen Monate nun fort? Oder können wir uns auf spätsommerliche Temperaturen und Sonnenschein hoffen. Der Hundertjährige Kalender gibt einen ersten Anhaltspunkt, wie das Wetter im September im Saturnjahr 2021/22 werden könnte.

Hundertjähriger Kalender im September 2021 mit aktueller Wetter-Prognose

Wenn wir der Wetterprognose des 100-jährigen Kalenders glauben können, beginnt der September "herrlich schön". Doch am 9. September soll es um Mitternacht ein heftiges Unwetter geben. Danach soll der Himmel bis zum 11. September mit dicken Regenwolken bedeckt sein. Bevor am 15. September starkes Regenwetter einsetzen soll, dürfen wir uns am 15. September offenbar auf einen warmen Spätsommertag freuen. "Zwischen dem 18. und 23. hell, nachts kalt", heißt es im Hundertjährigen Kalender. Danach folgt bis zum 29. September erneut Regen, bevor der Monat trocken zu Ende gehen soll. Wir können nur hoffen, dass der 100-Jährige Kalender nicht mit allen Vorhersagen recht behält.

Wie funktioniert der Hundertjährige Kalender nach Abt Mauritius Knauer?

Der Abt Mauritius Knauer verfasst im 17. Jahrhundert das sogenanntes Calendarium oeconomicum practicum. Heute unter dem Namen Hundertjähriger Kalender bekannt. Mit dieser Sammlung von Wetterereignissen sollte den Mönchen eine genaue Vorhersage des Wetters ermöglicht werden, um die Landwirtschaft zu optimieren.

Sieben Jahre lang führte Knauer daher präzise Tagebuch und notierte sämtliche Wetterereignisse. Bei seiner Langzeitbeobachtung bezog er sich auf die damalige astronomische Weltanschauung. Die Menschen kannten bereits die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur. Daher ordnete der Abt jedem von ihnen jeweils die Herrschaft über ein Jahr zu. 2021/22 steht unter der Regentschaft des Saturns.

Unseriös oder glaubwürdig: Kann der 100-jährige Kalender wirklich das Wetter für ein ganzes Jahr vorhersagen

Zwar lässt es der Name vermuten, aber der Hundertjährige Kalender sagt keineswegs das Wetter für die nächsten 100 Jahre voraus. Manche Einflüsse verhalten sich in einem Jahr nämlich völlig anders als von Knauer beschrieben, daher müssen diese immer berücksichtigt werden. Um das zu können, muss man sich auch mit den Mondphasen auskennen. Die meisten Wetterveränderungen finden meist am zweiten oder dritten Tag nach dem Neu- oder Vollmond statt. Auch Sonnenfinsternisse können angeblich das Wetter in einem Jahr beeinflussen, heißt es im Hundertjährigen Kalender.

Meteorologen halten jedoch rein gar nichts von diesen Wettermythen. Der 100-jährige Kalender sei "reine Scharlatanerie". "Nicht nur, weil das Klima sich bis heute verändert hat, viele Bauernregeln sind einfach nur aus schönen Reimen oder Mythen, aber nicht aus Beobachtungen entstanden", erklärt Meteorologe Hartmut Graßl im Gespräch mit "Focus Online".

Lesen Sie auch:Unwetter, Schnee und Regen! So wird das Wetter im Saturnjahr.

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bua/sig/news.de