16.07.2021, 21.33 Uhr

Hochwasserkatastrophe 2021 im News-Ticker: Kanzlerin Merkel informiert sich über Lage in Katastrophengebiet

Immer mehr Tote und Vermisste, ganze Orte, die in den Fluten versinken. Es ist eine Katastrophe, wie sie Deutschland lange nicht erlebt hat. Am Freitag stiegt die Zahl der Unwettertoten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf 106. Alle aktuellen Informationen rund um die Hochwasser-Lage in Deutschland lesen Sie hier.

Blick auf den Ort im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser. Mindestens sechs Häuser wurden durch die Fluten zerstört.   Bild: picture alliance/dpa | Thomas Frey

Die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe im Westen von Deutschland gehen am Freitag weiter. Über 106 Menschen kamen bislang ums Leben. Noch werden Dutzende Menschen vermisst, nachdem stundenlanger Starkregen aus kleinen Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz reißende Wassermassen gemacht hatte. Allein im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler werden rund 1300 Menschen vermisst, wie die Kreisverwaltung am Abend mitteilte.

FOTOS: Unwetter Deutschland aktuell Alles unter Wasser! Die Schock-Bilder der Flutkatastrophe
zurück Weiter Drohnenaufnahmen von Autos in einem ausgespültem Teil des Ortsteils Blessem (Foto) Foto: picture alliance/dpa Kamera

Mehr zur aktuellen Wetter-Prognose: Schon wieder Unwetter! DIESE Regionen trifft es heute mit voller Wucht

Hochwasserkatastrophe in Deutschland: Alle aktuellen Informationen zum Flut-Drama im News-Ticker

Alle aktuellen Informationen rund um die Wetter- und Hochwasserlage in Deutschland lesen Sie hier.

+++ 16.07.2021: Kanzlerin Merkel informiert sich per Videoschalte über Lage in NRW +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Freitagabend in einer Videokonferenz von der Koordinierungsgruppe des nordrhein-westfälischen Innenministeriums über die aktuelle Lage im Katastrophengebiet informieren lassen. Laut Mitteilung einer Sprecherin der Bundesregierung waren auch Ministerpräsident Armin Laschet und Innenminister Herbert Reul (beide CDU) beim Gespräch mit der Kanzlerin dabei. Merkel sicherte dabei kurz- und langfristige Unterstützung durch den Bund für die betroffenen Menschen in den Hochwassergebieten zu.

+++ 16.07.2021: NRW-Finanzverwaltung setzt Katastrophenerlass in Kraft +++

Nordrhein-Westfalens Finanzverwaltung hat zur Entlastung der vom Unwetter betroffenen Bürger einen Katastrophenerlass in Kraft gesetzt. Laut Mitteilung von Freitag sind mit dem Erlass über 30 steuerliche Unterstützungsmaßnahmen möglich. So können die Wirtschaft und Privatpersonen Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau nutzen. Auch die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung und die Beseitigung von Schäden am selbst genutzten Wohneigentum kann als außergewöhnliche Belastung steuerlich berücksichtigt werden.

Auch sollen die Finanzämter den betroffenen Steuerzahlern mit Stundungen von Steuern und geminderten Vorauszahlungen entgegenkommen. "Mit den Maßnahmen aus dem Katastrophenerlass können wir schnell und unbürokratisch dort helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird. Die unmittelbare Unterstützung für betroffene Bürgerinnen und Bürger steht für uns an erster Stelle", so Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU).

+++ 16.07.2021: Bundespräsident Steinmeier besucht am Samstag Erftstadt +++

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben der NRW-Staatskanzlei besucht das Staatsoberhaupt am Mittag zusammen mit Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt, wo zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren. Steinmeier will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskräften sprechen.

+++ 16.07.2021: Nach Unwetter weiterhin über 100.000 Menschen ohne Strom +++

Im Westen Deutschlands waren nach dem verheerenden Unwetter auch am Freitagnachmittag noch rund 102 000 Menschen ohne Strom. Das Unwetter und die daraus entstandenen Überflutungen sorgten weiterhin für Ausfälle in der Stromversorgung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, teilte der zum Eon-Konzern gehörende Energieversorger Westenergie in Essen mit.

Westenergie betonte, es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen. Etwa zehn Umspannanlagen des Verteilnetzbetreibers Westnetz seien derzeit aber noch von den Überschwemmungen direkt betroffen. Einzelne Anlagen seien nach wie vor schwer erreichbar, in anderen stehe immer noch das Wasser.

Bevor sie wieder in Betrieb genommen werden könnten, müssten sie geprüft und gereinigt werden. Bei größeren Schäden an den Umspannanlagen werde daran gearbeitet, die Stromversorgung über Umschaltungen aus anderen Anlagen oder durch Notstromaggregate wieder herzustellen.

In der Spitze lag die Zahl der nicht mit Strom versorgten Menschen laut Westenergie sogar bei 200 000. Doch sei es durch die Wiedereinschaltung von Anlagen, Umleitungen und Notstromaggregate mittlerweile gelungen, in zahlreichen Fällen die Stromversorgung wieder herzustellen.

+++ 16.07.2021: Trauerbeflaggung für Opfer der Unwetterkatastrophe +++

Zum Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe werden die Fahnen an zahlreichen Gebäuden in Nordrhein-Westfalen bis Montag auf Halbmast wehen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ordnete am Freitag für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände Trauerbeflaggung an, wie das Innenministerium mitteilte.

+++ 16.07.2021: Mehr als 105 Tote bei Flutkatastrophe - Lage bleibt angespannt +++

Die Naturkatastrophe im Westen Deutschlands nimmt immer größere Ausmaße an. Die Zahl der Toten und Verletzten steigt weiter, die Lage bleibt kritisch. Die Spendenbereitschaft in Gesellschaft und Bevölkerung wächst. Die Zahl der Opfer bei der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands steigt weiter an. Bis Freitagnachmittag wurden 106 Tote gezählt - in Rheinland-Pfalz kamen nach offiziellen Angaben mindestens 63 Menschen ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es mindestens 43. In beiden Bundesländern wurden zudem noch viele Menschen vermisst, ihre genaue Zahl war unklar. Rund 900 Soldatinnen und Soldaten helfen derzeit bei der Bewältigung der Katastrophe. Die Rettung von Menschenleben stehe dabei im Vordergrund, die Bundeswehr unterstütze aber auch mit "helfenden Händen" und Material, teilte die Streitkräftebasis am Freitag in Bonn mit.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach von einer Tragödie. "Das macht mich fassungslos", sagte er am Freitag in Berlin. In Gedanken sei er bei den Hinterbliebenen der Opfer. "Ihr Schicksal trifft mich ins Herz." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt einen baldigen Besuch im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. Sie ist mit der Landesregierung über einen baldigen Besuch im Katastrophengebiet im Gespräch, wie der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, am Freitag mitteilte.

+++ 16.07.2021: Sat.1-Spendengala sammelt für Unwetter-Opfer +++

Sat.1 plant eine Spendengala für Geschädigte der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Der Fernsehsender arbeitet mit dem Bündnis deutscher Hilfsorganisationen, "Aktion Deutschland Hilft", zusammen, wie am Freitag in Unterföhring bei München mitgeteilt wurde. "Zahlreiche Stars unterstützen die große Live-Gala im Studio und nehmen am Telefon Spenden entgegen." Die Sendung sei für Samstag, dem 24. Juli, um 20.15 Uhr angesetzt.

Sat.1-Chef Daniel Rosemann sagte laut Mitteilung: "In manchen Situationen kann man kaum die richtigen Worte finden. Aber helfen kann man immer." Man wolle dazu einladen, "die Menschen, die durch das Hochwasser in Rheinland-Pfalz und NRW innerhalb von Sekunden alles verloren haben, zu unterstützen. Schnell. Und unbürokratisch."

+++ 16.07.2021: Zwei Festnahmen wegen Einbruch im Katastrophengebiet +++

Im Unwetterkatastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sind am Donnerstag zwei Menschen wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls festgenommen worden. Die Beschuldigten seien dem Haftrichter vorgeführt worden, aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil ein dringender Tatverdacht fehlte, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Darüber hinaus hätten einige die Lage für Diebstähle ausgenutzt, hieß es bei der Polizei. Zahlen dazu waren zunächst nicht bekannt.

+++ 16.07.2021: Gasversorger: Lage im Kreis Ahrweiler nach Hochwasser dramatisch +++

Der Versorger Energienetze Mittelrhein hat die Situation nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz als dramatisch bezeichnet. "Die Gasleitung ist komplett gerissen. Wirklich zerstört", sagte Unternehmenssprecher Marcelo Peerenboom am Freitag in Koblenz. Mehrere Kilometer Leitung müssten komplett neu gebaut werden. "Das wird leider Wochen oder Monate dauern, bis dort wieder Gasversorgung ist. Das heißt für die Bürger: kaltes Wasser, und wenn die Heizperiode kommt, auch kalte Wohnung."

Das Unternehmen denke darüber nach, wie den Menschen geholfen werden könne. Derzeit komme der Versorger jedoch nicht einmal an alle Schadensstellen heran. "Eine Gasregelstation zum Beispiel liegt komplett unter Wasser", sagte Peerenboom. "Da müssen wir warten, bis Monteure an die Anlagen kommen." Dann könne man sich ein komplettes Bild von der Lage machen. "Bis dahin können Sie nur schätzen."

Zur Stromversorgung im Kreis Ahrweiler hatte das Unternehmen Westnetz von erheblichen Beschädigungen an den Verteilungsanlagen durch Starkregen und Überschwemmungen gesprochen. Zahlreiche Städte und Ortsgemeinden seien von Stromausfällen betroffen. "Die Arbeiten und Erreichbarkeit der Stromanlagen werden zum Teil durch überflutete Straßen erschwert", hieß es in einer Mitteilung. Eine Aussage zur Wiederaufnahme der kompletten Versorgung sei vorerst nicht möglich.

+++ 16.07.2021: Mindestens 63 Tote in Rheinland-Pfalz +++

Die Hochwasserkatastrophe an Ahr und Mosel in Rheinland-Pfalz hat mindestens 63 Menschen das Leben gekostet. Die Zahl werde vermutlich noch steigen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Mainz. Eine nicht genau bekannte Zahl von Menschen wird noch vermisst. Allein in der Verbandsgemeinde Adenau (Kreis Ahrweiler) waren dies etwa 30 Bewohner.

"Das Leid nimmt auch gar kein Ende", sagte Dreyer bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Trier. Die Zahl der Toten steige weiter. Überall gehe jetzt das Wasser zurück, daher würden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. "Und da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror."

+++ 16.07.2021: Flutkatastrophe: Fußballprofis sprechen Mitgefühl aus +++

Mehrere Fußballprofis haben den betroffenen Menschen der Flutkatastrophe ihr Mitgefühl ausgesprochen. "Meine Gedanken sind bei all den betroffenen und vermissten Menschen der Flutkatastrophe in Deutschland. Haltet durch. Danke an alle Einsatzkräfte vor Ort für den unermüdlichen Einsatz", schrieb Ex-Nationalspieler Mesut Özil am Freitag auf Twitter. Der deutsche Weltmeister von 2014 spielt mittlerweile bei Fenerbahce Istanbul in der Türkei.

Ebenso meldete sich Ex-Nationalspieler Jerome Boateng auf Twitter zu Wort und verwies auf eine Spendenaktion des Deutschen Roten Kreuz: "Die Überschwemmungen in NRW und Rheinland-Pfalz bedrohen die Existenzen vieler Menschen, oder haben sie bereits zerstört. Lasst uns helfen, jede Spende hilft!"

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hatte zuvor finanzielle Hilfe für die Opfer angekündigt.

+++ 16.07.2021: Hochwasser-Betroffene von Trier-Ehrang sollen nur kurz in ihre Häuser +++

Trotz abfließenden Wassers sollen die Bewohner von Trier-Ehrang noch nicht in ihre Häuser zurückkehren. Noch könne nicht abschließend beurteilt werden, ob alle von Flutschäden betroffenen Häuser im Ortskern standsicher seien, teilte die Stadt Trier mit. Dies solle zunächst von Statik-Experten geprüft werden. Dennoch: Bürgern werde das kurzfristige Begehen von Wohnungen ermöglicht, um wichtige persönliche Dinge wie Handys oder Geldbeutel herauszuholen.

"Wer nicht unbedingt in sein Haus muss, sollte warten, bis die Lage gesichert ist und die Straßen wieder begehbar sind", sagte Baudezernent Andreas Ludwig (CDU). Die Polizei sei mit Einsatzkräften vor Ort und achte verstärkt darauf, dass sich nicht Unbefugte Zugang in offen stehende Häuser verschafften.

Wegen akuter Gefahr werde davor gewarnt, mit Sicherungskästen oder anderen elektrischen Geräten in den Häusern zu hantieren. Die Stadtwerke arbeiteten daran, die Stromversorgung im Stadtteil nach und nach wieder herzustellen. "Die Lage bleibt angespannt", hieß es. Noch stünden Teile des Ortsteils unter Wasser.

+++ 16.07.2021: Reul: Drei Häuser und Teil der Burg in Erfstadt eingestürzt +++

Im besonders schwer von der Unwetterkatastrophe betroffenen Erftstadt-Blessem sind nach aktuellem Stand drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt. "Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf. Im bisher durchforsteten östlichen Teil des Ortes gebe es keine Todesopfer, alle dort lebenden Menschen seien in Sicherheit. "Aber das ist noch nicht die ganze Stadt." Die Lage in Erftstadt sei "wegen der Dynamik" zurzeit "ganz besonders kritisch" und noch sehr unübersichtlich.

+++ 16.07.2021: Polizei Köln: Rund 60 Menschen weiterhin vermisst +++

Im Raum Euskirchen sucht die Polizei weiterhin nach 40 vermissten Menschen. Im Raum Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis werden ebenfalls noch 19 Menschen vermisst, wie die Polizei Köln am Freitag mitteilte. Bei der Hotline für vermisste Personen des Rhein-Sieg-Kreises seien mehr als 300 Nachfragen eingegangen. Viele der Anrufe seien auf das zusammengebrochene Mobilfunknetz zurückzuführen.

Am Freitagmorgen hatte die Polizei Köln von 24 Toten im Kreis Euskirchen und sechs Toten im Rhein-Sieg-Kreis berichtet. Noch immer seien nicht alle der Leichen geborgen, hieß es in der Mitteilung. Die Überprüfung der Vermisstenmeldungen laufe.

+++ 16.07.2021: Teile von A1-Standstreifen brechen ab und stürzen in die Erft +++

In der Nähe der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gestürzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen schätzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren Stücken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten hätten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein Stück Lärmschutzwand sei eingestürzt.

+++ 16.07.2021: Überschwemmte Fahrbahn - Strecken auf A1 und A61 gesperrt +++

Wegen überschwemmter Fahrbahnen sind mehrere Abschnitte auf der Autobahn 1 und der Autobahn 61 gesperrt. Betroffen sei etwa die Strecke zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen, teilte die Autobahn GmbH Rheinland am Freitag auf Twitter mit. Das Kreuz Leverkusen sei voll gesperrt. In Fahrtrichtung Dortmund werde der Verkehr auf die A3 abgeleitet. Auch die Strecke zwischen den Kreuzen Köln-West und Bliesheim ist laut Polizei in beide Richtungen nicht befahrbar. Auf der A61 gebe es eine Vollsperrung zwischen den Autobahnkreuzen Kerpen und Meckenheim.

+++ 16.07.2021: Überschwemmung: A44 bei Jülich nach Vollsperrung wieder frei +++

Nach einer Vollsperrung der Autobahn 44 bei Jülich wegen einer überschwemmten Fahrbahn ist die Strecke wieder frei. Das hat die Autobahn GmbH Rheinland am Freitagmittag per Twitter mitgeteilt. Die Strecke zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Jülich-West war am Freitagmorgen zunächst in beide Richtungen nicht befahrbar.

+++ 16.07.2021: Bislang mindestens 103 Tote durch die Flut-Katastrophe +++

Nach Angaben der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), sind in Rheinland-Pfalz durch die Flut bislang mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Insgesamt gab es damit mindestens 103 Tote durch das Hochwasser.

+++ 16.07.2021: Lage an Steinbachtalsperre weiter angespannt +++

Die Situation an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen bleibt weiter angespannt. "Die Lage ist stabil, aber nicht unkritisch", teilte der Kreis am Freitagvormittag mit. Der Pegelstand habe sich über Nacht bis zum Einsetzen des Regens um etwa zwei Zentimeter abgesenkt und danach gehalten werden können.

Der Grundablass der Steinbachtalsperre sei aber weiterhin nicht in Funktion. Ein Überlaufrohr werde freigepumpt, um weiteres Wasser abzulassen. Die Evakuierung der gefährdeten Gebiete sei vollständig abgeschlossen, teilte der Kreis weiter mit. "Wie lange die Situation anhält, lässt sich zur Zeit nicht sagen." Die Polizei Köln meldete zwischenzeitlich 24 Tote im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Kreis Euskirchen.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch Rohrbrüche und Starkregen Keime ins Trinkwassernetz gelangt sind. Daher rät der Kreis Euskirchen dazu, das Trinkwasser abzukochen und nicht direkt aus dem Hahn zu trinken. Ab dem Abend könne es zudem in einigen Ortschaften zu verfärbtem Wasser kommen, da das Wasserwerk in Satzvey in Betrieb genommen werde.

+++ 16.07.2021: Lage an Steinbachtalsperre weiter angespannt +++

Die Situation an der Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen bleibt weiter angespannt. "Die Lage ist stabil, aber nicht unkritisch", teilte der Kreis am Freitagvormittag mit. Der Pegelstand habe sich über Nacht bis zum Einsetzen des Regens um etwa zwei Zentimeter abgesenkt und danach gehalten werden können. Der Grundablass der Steinbachtalsperre sei aber weiterhin nicht in Funktion. Ein Überlaufrohr werde freigepumpt, um weiteres Wasser abzulassen.

Die Evakuierung der gefährdeten Gebiete sei vollständig abgeschlossen, teilte der Kreis weiter mit. "Wie lange die Situation anhält, lässt sich zur Zeit nicht sagen." Die Polizei Köln meldete zwischenzeitlich 24 Tote im Zusammenhang mit dem Hochwasser im Kreis Euskirchen.

Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass durch Rohrbrüche und Starkregen Keime ins Trinkwassernetz gelangt sind. Daher rät der Kreis Euskirchen dazu, das Trinkwasser abzukochen und nicht direkt aus dem Hahn zu trinken. Ab dem Abend könne es zudem in einigen Ortschaften zu verfärbtem Wasser kommen, da das Wasserwerk in Satzvey in Betrieb genommen werde.

+++ 16.06.2021: Plünderungen nach Flut! Fünf Festnahmen in NRW +++

Wie "Focus Online"am Freitag berichtet, sind bei dem dem Versuch, Geschäfte in den vom Hochwasser stark betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg in Nordrhein-Westfalen zu bestehlen, fünf Menschen vorläufig festgenommen worden. In allen Fällen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann versuchte demnach am Donnerstag in Stolberg, einen Gegenstand aus einem Juweliergeschäft zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, ließ er seine Beute wieder fallen.

+++ 16.06.2021: Überlauf aus Bevertalsperre reduziert: Anwohner können zurück +++

Die Anwohner von Hückeswagen im Bergischen Land können nach den starken Regenfällen wieder zurück in ihre Wohnungen. Die Evakuierung der Häuser, die durch einen drohenden Dammbruch des Beverteiches gefährdet waren, ist aufgehoben, wie die Stadt am Freitagvormittag mitteilte. Das betreffe rund 800 Menschen.

Der Damm sei standsicher und auch der Überlauf aus der Bevertalsperre habe deutlich reduziert werden können. "Der Wasserpegel sinkt daher weiterhin konstant, so dass kein Bruch des Dammes mehr zu befürchten ist", teilte die Stadt weiter mit. Die Wasserbehörde und der Wupperverband werden demnach den Zustand des Dammes aber weiterhin überprüfen.

Die Menschen hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ihre Häuser verlassen müssen. An der nahe gelegenen Bevertalsperre war ein unkontrollierter Überlauf befürchtet worden.

+++ 16.06.2021: Zahl der Vermissten weiter unklar - Rettungsmaßnahmen laufen noch +++

Die Zahl der vermissten Menschen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist weiterhin unklar. "Das Handynetz ist zum großen Teil noch nicht funktionsfähig", sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart, am Freitag. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. "Ich befürchte, die Zahl wird sich noch erhöhen."

Noch immer würden Menschen gerettet, sagte Sopart. Schwerpunkte der Einsätze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbrück. Für Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser verloren haben, seien Unterkünfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht abschätzen.

+++ 16.07.2021: Zahl der Todesopfer steigt in Nordrhein-Westfalen auf 43 - Bislang 93 Unwetter-Tote in Deutschland +++

Die Zahl der Unwettertoten ist in Nordhrein-Westfalen auf mindestens 43 gestiegen. Das bestätigte das NRW-Innenministerium am Freitag. Bislang war die Zahl auf 30 beziffert worden. Zusammen mit den 50 Toten in Rheinland-Pfalz sind bislang 93 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen.

+++ 16.07.2021: Trinkwasserversorgung in Stolberg ist noch angespannt +++

In der schwer vom Hochwasser getroffenen Stadt Stolberg bei Aachen ist auch am Freitagvormittag die Trinkwasserversorgung kritisch. Sie sei zurzeit eingeschränkt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Bürgerinnen und Bürger sollten Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Zur Sicherstellung der Versorgung seien in allen Ortsteilen Trinkwasserbehälter aufgestellt worden, wo sich die Betroffenen bedienen könnten. Im Übrigen kümmere sich die Stadt um die Koordination von Geld- und Sachspenden. Nähere Infos dazu sollten später folgen.

Am Donnerstag wurde aufgrund des Hochwassers das Trinkwassernetz beschädigt, wodurch es zu Druckabfällen im Netz gekommen ist.

+++ 16.07.2021:Todesopfer nach Hauseinstürzen in Erftstadt +++

Beim Einsturz von Häusern in Erftstadt-Blessem sind offenbar Menschen ums Leben gekommen. "Es gibt Todesopfer", sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln am Freitag. In der Ortschaft war es zu massiven und schnell fortschreitenden Unterspülungen von Häusern gekommen. Erste Bilder zeigen dramatische Lage in Erftstadt-Blessem.

+++ 16.07.2021: Überschwemmte Fahrbahn - A1 bei Kreuz Leverkusen gesperrt +++

Wegen einer überschwemmten Fahrbahn ist die Autobahn 1 bei Leverkusen in beide Richtung voll gesperrt. Betroffen sei die Strecke zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen, teilte die Autobahn GmbH Rheinland am Freitag auf Twitter mit. Die Strecke soll demnach "so schnell wie möglich" wieder freigegeben werden.

+++ 16.07.2021: 12 Menschen mit Behinderung sterben in Wohnheim in Sinzig +++

Im rheinland-pfälzischen Sinzig (Kreis Ahrweiler) sind in der Nacht auf Donnerstag zwölf Menschen mit Behinderung in den Fluten ums Leben gekommen! Die Flutopfer lebten in einem Haus des Vereins Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler.Eine Flutwelle hatte das Wohnheim getroffen, bevor es evakuiert werden konnte.

+++ 16.07.2021: A 44 bei Jülich wegen Überschwemmung voll gesperrt +++

Die Autobahn 44 ist bei Jülich wegen einer überschwemmten Fahrbahn in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Das hat die Autobahn GmbH Rheinland am Freitag mitgeteilt. Die Sperrung sei zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Jülich-West. Die Strecke soll so schnell wie möglich wieder frei gegeben werden.

+++ 16.07.2021: Lewentz: Zahl von 50 Toten in Rheinland-Pfalz überschritten +++

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) rechnet bei den Bergungsarbeiten in Rheinland-Pfalz damit, dass Rettungskräfte weitere Tote finden. Die Zahl von 50 Toten sei inzwischen überschritten, sagte Lewentz am Freitag im Deutschlandfunk. Aus Sicht der Polizei würden knapp unter 100 Menschen vermisst. Im Zusammenhang mit der Frage, wie sich die Zahl der Toten im Bundesland entwickeln könne, mache er sich Angaben zu insgesamt 1300 Vermissten nicht zu eigen. "Allerdings war das gestern auch ein Tag, wo die Übersicht sehr schwierig zu erlangen war. Die Menschen haben fluchtartig ihre Gebäude verlassen", sagte er.

+++ 16.07.2021: Wetter-Lage aktuell: In Rheinland-Pfalz und im Saarland drohen heute weitere Unwetter +++

Während es in Nordrhein-Westfalen am Freitag nur noch vereinzelt Schauer geben wird, kündigen sich in Rheinland-Pfalz und im Saarland heute weitere Unwetter an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitagmorgen vor örtlichen Gewittern mit Starkregen von 15 bis 25 Litern pro Quadratmeter sowie Hagel und stürmischen Böen. Im Südosten seien bis zu 40 Liter pro Quadratmeter und Überschwemmungen möglich. Dann seien auch lokale Überschwemmungen wieder möglich.

+++ 16.07.2021: Wohngebiet in Wangen im Allgäu überschwemmt +++

In Wangen im Allgäu im Landkreis Ravensburg ist aufgrund des Starkregens am späten Donnerstagabend ein Wohngebiet überflutet worden. Wie das Polizeipräsidium Ravensburg am frühen Freitagmorgen mitteilte, wurden zunächst zwei Brückendurchflüsse des Epplingser Bachs durch Treibgut blockiert. Dadurch sei das Wasser über die Ufer getreten und habe das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde überschwemmt.

Nach Angaben der Einsatzkräfte stand das Wasser im Wohngebiet zum Teil kniehoch - zahlreiche Keller und Garagen liefen voll mit Wasser. In einem Blockheizkraftwerk stand das Wasser demnach bis zu 1,60 Meter hoch. Wie viele Häuser von der Überflutung betroffen sind, war zunächst unklar.

+++ 16.07.2021: Bislang mindestens 80 Tote nach Flut-Katastrophe - Zahl der Toten in Rheinland-Pfalz steigt auf 50 +++

Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. "Die Befürchtung ist, dass es noch mehr werden", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz am Freitagmorgen. Damit sind im Westen Deutschlands bislang mindestens 80 Menschen durch die Todesflut gestorben.

+++ 16.07.2021: 23 Landkreise in NRW von Überschwemmungen betroffen +++

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerung und Katastrophenschutz (BBK) in Bonn 23 Städte und Landkreise von Überschwemmungen betroffen.

Nach Angaben des BBK auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur waren dies (Stand Donnerstagabend):

- Oberbergischer Kreis - Rhein-Sieg-Kreis - Mettmann - Heinsberg - Düren - Hochsauerlandkreis - Rheinisch-Bergischer Kreis - Wuppertal - Rhein-Erft-Kreis - Bochum - Hagen - Mülheim an der Ruhr - Euskirchen - Essen - Ennepe-Ruhr-Kreis - Köln - Leverkusen - Solingen - Märkischer Kreis - Oberhausen - Unna - Düsseldorf - Bottrop

+++ 16.07.2021: Hochwasser: Merkel verspricht Hilfen +++

Bundeskanzlerin Merkel sicherte den Betroffenen in den Hochwassergebieten Hilfen zu. "Wir werden sie in dieser schwierigen, schrecklichen Stunde nicht alleine lassen und werden auch helfen, wenn es um den Wiederaufbau geht", sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden in Washington. Sie habe mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bereits über Hilfen gesprochen. Merkel sprach von einer "Tragödie". Biden hatte Merkel sein Beileid angesichts der vielen Toten der Katastrophe ausgesprochen.

+++ 16.07.2021: 1300 Vermisste im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler +++

Nach der schweren Hochwasserkatastrophe werden im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler 1300 Menschen vermisst. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend mit. Eine Sprecherin erklärte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt - und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. "Wir hoffen, dass sich das klärt", sagte sie zu der hohen Zahl. Zugleich teilte der Kreis mit, dass es weitere Todesopfer gebe. Zahlen wollte die Sprecherin dazu noch nicht nennen.

Nach wie vor seien über 1000 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg im Einsatz. "Weitere Einsatzkräfte, unter anderem Sanitäts- und Transporteinheiten sowie Kräfte der Bundeswehr, wurden nachgefordert".

Es werde intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung gearbeitet. Das THW beispielsweise bereite den Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor. Rund 3500 Menschen seien aktuell in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht. Alle kreiseigenen Schulen bleiben am Freitag geschlossen.

Ein Feuerwehrmann steht an einer, durch die Überschwemmungen, aufgerissenen Straße im Raum Lüttich. Bild: picture alliance/dpa/NÖLFK/APA | Matthias Fischer

+++ 16.07.2021: Hauseinstürze in Erftstadt - Lage dramatisch +++

In Erftstadt-Blessem ist eine Reihe von Häusern ganz oder teilweise eingestürzt. Das hat die Kölner Bezirksregierung am Freitagmorgen mitgeteilt. Ursache seien massive und schnell fortschreitende Unterspülungen der Häuser. Aus den Häusern kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten derzeit aber nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden. Dazu erschwere ein nicht abstellbarer Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt.

+++ 16.07.2021: Drei Schwerverletzte aus dem Fluss Wurm gerettet +++

Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend drei Menschen aus dem Fluss Wurm gerettet, die dort gedroht hatten zu ertrinken. Wie die Kreispolizeibehörde Heinsberg mitteilte, waren zwei Männer und eine Frau ersten Erkenntnissen nach auf einem Boot bei Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) auf der Wurm unterwegs. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten sie in Sicherheit bringen, ein Rettungswagen brachte sie schwer verletzt in ein Krankenhaus.

In der Nähe sei außerdem eine weitere Person aufgefunden worden, die anschließend im Rettungswagen medizinisch behandelt wurde, teilte die Polizei weiter mit. Auch sie war offenbar auf einem Boot auf dem Fluss unterwegs gewesen, wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich noch weitere Personen auf den Booten befanden, suchten Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sowie der Rettungsdienst nach weiteren möglichen Verletzten.

Die Polizei rief ausdrücklich dazu auf, zu Hause zu bleiben und damit die Arbeiten der Rettungskräfte im Kreis Heinsberg zu unterstützen. "Bringen Sie sich nicht selbst und andere Menschen nicht in Gefahr." Die Flüsse seien durch die Regenfälle so stark angestiegen, dass es lebensgefährlich sei, sich in die Nähe zu begeben oder sie gar mit Booten zu befahren, warnte die Polizei.

+++ 16.07.2021: Wasserverband: Rurtalsperre läuft "mit geringer Dynamik" über +++

Die Rurtalsperre läuft infolge der immensen Regenmengen bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen nun über. Wie der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in der Nacht zu Freitag mitteilte, läuft die Talsperre seit 23.50 Uhr "mit einer geringen Dynamik" über. Zunächst hatte der Verband damit gegen 20 Uhr gerechnet. Die Zuflüsse zu den Talsperren hätten sich aber in den vergangenen Stunden "erfreulich reduziert". Zuvor war laut Verband bereits die Urfttalsperre übergelaufen, die der Rurtalsperre vorgelagert ist. Dadurch füllte sich letztere schneller.

Im Nachgang sei mit Überschwemmungen im Unterlauf der Rur zu rechnen. Überflutungen von Kellern und Häusern seien zu erwarten. Der Kreis Düren hatte bereits vor der Gefahr von Überflutungen in den Städten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau gewarnt. Am frühen Freitagmorgen twitterte der Kreis, der Pegel-Anstieg der Rur könnte sich etwa drei Stunden nach dem Überlauf in Obermaubach bemerkbar machen, in Düren nach ca. vier und in Jülich nach 6 bis 7 Stunden.

Der Wasserverband warnte, Menschen sollten sich nicht in Flussnähe aufhalten, da die Gefahr bestehe, mitgerissen zu werden. Auch sollten vollgelaufene Keller nicht betreten werden, weil die Gefahr von Stromschlägen bestehe. Nach Möglichkeit sollte der Strom vorher abgeschaltet werden. An besonders von Hochwasser betroffenen Stellen sei auch mit Evakuierungen zu rechnen. Auch könne es zur Sperrung von Straßen kommen.

  • Seite:
  • 1
  • 2