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Donald Trump einsam: Freunde wenden sich von "Verräter" ab! Steht der Ex-Präsident bald allein da?

Abgesehen davon, sich selbst im Fernsehen zu bewundern, hat Donald Trump nur eine Leidenschaft: Golf! Leider wird es für den ehemaligen US-Präsidenten immer schwerer, jemanden zu finden, der mit ihm spielt. Immer mehr Golf-Buddys kehren seinem Golfclub den Rücken.

Steht der ehemalige US-Präsident Donald Trump bald ganz allein auf dem Golfplatz in Mar-a-Lago? Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Wire | Shealah Craighead

Wenn der ehemalige US-Präsident Donald Trump nach Mar-a-Lago kommt, ist er stets umgeben von Freunden, Familienmitgliedern und vertrauten Clubmitgliedern. Viele Palm Beach-Nachbarn statten ihm einen Besuch ab, um mit ihm zu plauschen, eine Runde Golf zu spielen oder ihn in den höchsten Tönen zu loben. Doch damit ist jetzt Schluss!

Nach Sturm auf Kapitol: Anhänger distanzieren sich von Trump

Wie die "Palm Beach Post" berichtet, haben sich seit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar einige Bewohner von Palm Beach von Ex-Präsident Donald Trump distanziert. Wie der Rest der Vereinigten Staaten waren auch die Bewohner Floridas geschockt von den Bildern der Attacke auf das Kapitol in Washington, bei der fünf Menschen zu Tode kamen, darunter ein Polizeibeamter.

Als Trump nach dem Ende seiner Präsidentschaft am 20. Januar zurück nach Florida in sein Golfresort Mar-a-Lago kam, hatten viele Clubmitglieder dem ehemaligen "König von Palm Beach" den Rücken gekehrt, darunter sogar langjährige Unterstützer.

Ehemalige Freunde halten Trump für "Verräter"  

Wie Insider aus Palm Beach berichten, planen weitere Clubmitglieder, ihre Kündigung einzureichen. Und das, obwohl sie ihren Eintrittsbeitrag von etwa 100.000 bis 200.000 Dollar nicht zurückerstattet bekommen. "Ich kenne zwei Familien, die planen, ihre Mitgliedschaft zu beenden", sagte der Insider, der darum bat, nicht namentlich genannt zu werden. "Einige Leute finden, er sei ein Verräter, ein Desaster für die Demokratie."

Trump-News: Milliardär Peltz wendet sich von Trump ab

Unter den Menschen, die Trump nach dem Sturm aufs Kapitol ihre Unterstützung entzogen, war auch Palm Beach-Bewohner Nelson Peltz. Dieser hatte lange Zeit zu dem Präsidenten gehalten, doch am 7. Januar gab er bekannt, nicht länger zu den Unterstützern Trumps zu gehören. "Ich habe bei diesen vergangenen Wahlen für ihn gestimmt. Heute tut es mir leid, dass ich das getan habe", sagte der Milliardär auf CNBC. Peltz, Geschäftsführer von Trian Partners, bezeichnete den Angriff auf das Kapitol als "eine Schande. Als Amerikaner schäme ich mich."

Nachbarn in Palm Beach entsetzt von Donald Trump 

Zahlreiche weitere Nachbarn von Palm Beach reagierten ebenso entsetzt. "Dieser Präsident hat das Leben meines Freundes Chuck Schumer in Gefahr gebracht", sagte etwa Jeff Greene aus Palm Beach mit Bezug auf den demokratischen Senator aus New York. Greene ist ein milliardenschwerer Immobilieninvestor, der 2018 für die Demokraten als Gouverneur kandidierte und südlich von Mar-a-Lago am Strand lebt. 

"Ich kenne viele Kongressmitglieder. Lois Frankel und Ted Deutch sind Freunde von mir", sagte Greene und bezog sich damit auf zwei US-Vertreter aus Südflorida. "Wenn man überlegt, was dieser Kerl getan hat. Es ist schrecklich." Greene sagte, er habe mit einigen Clubmitgliedern gesprochen, die erklärten, sie hätten nicht vor, nach Mar-a-Lago zurückzukehren. "Die Leute sind sehr wütend auf ihn", so Greene.

Trump "ist vorbei" - Wohltätigkeitsorganisationen machen Bogen um Mar-a-Lago

"Er ist vorbei", sagte ein Philanthrop, der Mar-a-Lago häufig für Wohltätigkeitsveranstaltungen besuchte. "Trump ist befleckt und wird eine große Belastung für Palm Beach und Mar-a-Lago sein. Glauben Sie wirklich, dass sich eine Wohltätigkeitsorganisation jetzt für Mar-a-Lago interessieren wird? Nein, das werden sie nicht. Denn ein Polizeibeamter wurde getötet, Amerika verlor sein Gesicht und die Demokratie wurde bedroht."

"Es gibt wirklich zwei Gruppen von Trump-Anhängern. Die erste Gruppe ist tollwütig. Sie würden mit ihm von einer Klippe springen", sagte ein anderer Bewohner von Palm Beach, der ebenfalls darum bat, nicht namentlich genannt zu werden. Die andere Gruppe "unterstützt ihn aus politischer Sicht".

"Doch nach all dem Chaos während Trumps Präsidentschaft, das in dem Angriff auf das Kapitol gipfelte, bin ich mit ihm fertig", erklärte der Trump-Nachbar. "Ich habe das Chaos satt und bin froh, dass Biden gewonnen hat. Er wird Normalität bringen."

Donald Trump und sein Club der Aussätzigen 

Der Einwohner von Palm Beach stellte jedoch fest, Trump werde weiterhin "seine kleine Gruppe von Mar-a-Lago-Anhängern" haben, die keinen anderen Club auf der Insel betreten können und deshalb dort enden würden. "Aber ich denke, die Insel hätte lieber, dass er woanders wohnt."

Ganz allein muss Donald Trump also doch nicht Golf spielen. 

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sig/bua/news.de

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