01.11.2020, 14.39 Uhr

Anne-Elisabeth Hagen vermisst: Spurlos verschwunden! Millionärs-Ehemann gibt erstmals Interview

Vor zwei Jahren verschwand Anne-Elisabeth Hagen spurlos aus ihrem Haus in Norwegen. Ihr Mann, der Millionär Tom Hagen, hat nun in einem Interview erstmal über das Verschwinden seiner Frau gesprochen.

Blick auf das abgesperrte Haus des norwegischen Multimillionärs Tom Hagen, dessen Frau mutmaßlich entführt wurde. Bild: picture alliance/Vidar Ruud/NTB scanpix/AP/dpa

Zwei Jahre nach dem Verschwinden seiner Ehefrau aus dem Familienhaus in Norwegen hat sich der norwegische Multimillionär Tom Hagen erstmals in einem Interview zu dem Fall geäußert. "Es sind zwei schwierige Jahre gewesen. Leere ist ein schreckliches Wort, das man nicht versteht, bis man dort ist", sagte der 70-Jährige in einem am Samstagabend veröffentlichten Interview mit dem norwegischen Rundfunksender NRK.

Anne-Elisabeth Hagen vermisst seit Oktober 2018 - Mann gibt 1. Interview seit Verschwinden

Anne-Elisabeth Hagen war am 31. Oktober 2018 spurlos aus dem Familienhaus in Lørenskog nahe Oslo verschwunden. Zu dem Zeitpunkt war sie seit 49 Jahren mit dem Investor Tom Hagen verheiratet gewesen, der zu den 200 reichsten Menschen in Norwegen zählt. Ihr Verschwinden gilt als einer der aufsehenerregendsten Kriminalfälle der jüngeren norwegischen Geschichte.

Wurde Anne-Elisabeth Hagen entführt? Polizei verdächtigte Ehemann Tom Hagen

Die Polizei ging zunächst von einer Entführung aus, änderte später aber ihre Haupthypothese dahingehend, dass die Entführung nur vorgetäuscht worden und die Frau wahrscheinlich getötet worden sei. Zugleich wurde im Geheimen gegen Tom Hagen ermittelt. Er wurde im Frühjahr 2020 in Untersuchungshaft genommen, kam aber nach zehn Tagen wieder auf freien Fuß. Die Polizei hält ihn dennoch weiter für den Hauptverdächtigen und wirft ihm vor, seine Frau wegen Eheproblemen getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein. Das hat Hagen über seinen Anwalt mehrmals bestritten.

Millionär Tom Hagen bestreitet Vorwürfe gegen sich

Auch in dem Interview dementierte Hagen, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Seine Frau und er hätten eine gute Ehe gehabt. "Aber wir hatten wie alle anderen Unebenheiten auf dem Weg. Da gibt es nichts zu verbergen." Er hoffe, dass das Interview dazu führen könne, dass weitere Informationen zu dem Fall auftauchen könnten. "Das Leben hat mich gelehrt, dass die Gerechtigkeit am Ende siegt. Es kann aber einige Zeit dauern", sagte Hagen.

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fka/news.de/dpa

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