18.08.2020, 13.51 Uhr

Weihnachtsmärkte 2020: Corona-Drama! In DIESEN Städten bleiben die Buden dicht

Alle Weihnachtsmarkt-Fans müssen ganz stark sein: In einigen Städten haben Veranstalter wegen der Coronavirus-Pandemie vorsorglich Advents- und Christkindlmärkte abgesagt oder verlöagert. Müssen Sie in diesem Jahr auf den Buden-Bummel verzichten?

In einigen Städten bleiben die Buden für Weihnachtsmarkt-Besucher in diesem Jahr dicht. Bild: picture alliance/David Schwarz/dpa

Was wäre die Weihnachtszeit ohne Weihnachtsmärkte? Zusammen mit Freunden oder der Familie bei einer Tasse Glühwein die besinnliche Zeit einzuläuten, gehört für viele Menschen jedes Jahr dazu. Durch die Coronakrise könnte diese Tradition in diesem Jahr sprichwörtlich ins Wasser fallen. Oder doch nicht?

In DIESEN Städten gibt es 2020 einen Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte soll es trotz der Corona-Krise auch in diesem Jahr geben. Deutsche Großstädte wie Dresden, Nürnberg, Mainz oder Düsseldorf bereiten sich daher schon jetzt im Hochsommer auf den Budenzauber vor. Klar ist jedoch auch, dass die Märkte unter anderen Bedingungen stattfinden werden als in den Vorjahren, wie Sprecher der einzelnen Städte mitteilten. Während mancherorts über räumliche Entzerrungen beraten wird, um den Mindestabstand leichter einhalten zu können und Massen zu vermeiden, denken andere Städte über Essen nur zum Mitnehmen nach. Auch Einlasskontrollen und Maskenpflicht seien denkbar. "Das macht den Weihnachtsmarkt unlauschiger", räumte ein Mainzer Sprecher ein. Doch am "unlauschigsten" sei gar kein Weihnachtsmarkt.

Vorweihnachtliche Stimmung im Erzgebirge trotz Corona

In Sachsen will man auf die Stollenbäcker und Bergparaden im Erzgebirge nicht verzichten. "In diesem herausfordernden Jahr erst recht", sagte der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel (CDU). Klar fänden die Märkte unter anderen Bedingungen als in den Vorjahren statt, sie sollten aber wie immer "das heimelige Gefühl und vorweihnachtliche Stimmung" verbreiten, betonte Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU).

Einen Großteil der Sachsen dürfte das freuen, denn ihre Liebe zum Weihnachtsmarkt wiegt mehr als die Angst vor einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus. 57 Prozent sagten in einer Befragung für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), dass sie sich trotz der Pandemie vorstellen könnten, am Jahresende einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Knapp jeder Dritte würde lieber verzichten.

HIER wurden die Weihnachtsmärkte abgesagt

In einigen Regionen ist noch nicht klar, ob es überhaupt einen Weihnachtsmarkt geben wird. In Raubling (Bayern) hat die Gemeinde den vorweihnachtlichen Buden-Besuch vorsorglich abgesagt, berichtet der "Merkur". In Hagen müssen Besucher in diesem Jahr leider ihren Glühwein Zuhause trinken. Der Grund: Viele Kleinunternehmen können nicht abschätzen, inwieweit sie bis Weihnachten noch bestehen. Der beliebte Weihnachtsmarkt am Schloss Hohenlimburg fällt aus. "Das ist ganz, ganz traurig", sagt Veranstalter Fürst Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg im Gespräch mit "RP.online".

Nach dem Tönnies-Skandal vermiest die Stadt Rikenrode notgedrungen allen Weihnachtsfans die Stimmung, denn die Gefahr, dass die Stadt wieder mit steigenden Infektionszahlen zu kämpfen aht, ist bei den Veranstaltern groß. "Das Risiko ist uns zu hoch, da können wir nicht die Verantwortung übernehmen", sagteThomas Beuckmann, zum Nachrichtenportal wa.de.

Alle Glühwein-Gourmets und Stollen-Fanatiker aus Berlin-Spandau müssen sich auch auf eine kleine Änderung einstellen. Wie die Bezirksmarketinggeselslchaft "Partner für Spandau mbH" auf seiner Webseite schreibt, findet der47. Spandauer Weihnachtsmarkt in diesem Jahr "nicht auf den engen Straßen und Plätzen der Altstadt Spandau" statt. Keine Sorge: Die Veranstalter verlagern den Markt. Ab dem 23. November bis zum 23. Dezember können Besucher auf der Zitadelle Spandau das weihnachtliche Ambiente wie in den Jahren zuvor genießen.

Weihnachtsmarkt am Kölner Dom fällt wegen Corona aus

Der berühmte Weihnachtsmarkt am Kölner Dom fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. "Wir haben den Markt abgesagt und die Mieter mit einem Schreiben darüber informiert", sagte die Geschäftsführerin der Kölner Weihnachtsgesellschaft, Monika Flocke, am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.

"Wir haben wochenlang überlegt, ob wir den Markt so gestalten könnten, dass es nicht zu Ansteckungen kommt. Aber letztlich haben wir keine Lösung gefunden", sagte Flocke. Das Risiko sei einfach zu groß.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz sei mit etwa fünf Millionen Besuchern nun mal ein Publikumsmagnet, sagte die Veranstalterin. Auch wenn der Markt entzerrt und der Zugang begrenzt würden, könne es vor dem Eingang sicherlich "zu einer Riesen-Stausituation" kommen. "Wir möchten nicht, dass Menschen krank werden und es dann heißt, der Kölner Weihnachtsmarkt war der Hotspot. Wir möchten kein zweites Ischgl sein", sagte Flocke. "Diese Verantwortung können wir nicht tragen."

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bos/bua/news.de/dpa

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