13.07.2020, 07.37 Uhr

Seltenes Wetter-Phänomen: Monströse Sahara-Staubwolke zieht aktuell über den Atlantik

Eine gewaltige Staubwolke aus der Sahara stellt Wissenschaftler vor ein Rätsel. Über 8.000 Kilometer soll die "Gozilla"-Wolke in diesem Jahr zurückgelegt haben. Was hinter dem seltenen Wetter-Phänomen steckt, erfahren Sie hier.

Aus der Sahara: Eine riesige Staubwolke bewegt sich auf den Atlantik zu. Bild: dpa

Daten von Erdbeobachtungssatelliten zeigen die ungewöhnliche Ausdehnung einer Wolke aus Saharastaub bei ihrer Reise über den Atlantik. Die gigantische Staubwolke, die auch den Namen "Godzilla" trägt, erreichte Ende Juni die Karibik und die USA. In diesem Jahr sei die Staubkonzentration ungewöhnlich dicht gewesen und die Wolke habe eine Strecke von etwa 8.000 Kilometern zurückgelegt, so die Weltraumorganisation Esa.

Gigantische Sahara-Staubwolke fegt über den Atlantik

Der Staubsturm bildet sich jedes Jahr typischerweise zwischen dem späten Frühjahr und dem frühen Herbst und erreicht Ende Juni bis Mitte August seinen Höhepunkt. Große Mengen von Staubpartikeln aus der afrikanischen Wüste werden dann durch starke Winde in Bodennähe sowie durch Gewitterstürme in die trockene Luft hochgewirbelt. Der Staub kann dann tage- oder wochenlang schweben. Winde fegen ihn über den Atlantik.

Animation zeigt "Gozilla"-Wolke über dem Atlantik

Das zeigt auch eine Animation der Esa, die den Weg der Wolke im Juni zeigt. Die Wolke ist auf Basis der gelieferten Daten in der Luft eingefärbt. Rot steht dabei für eine hohe Konzentration. Die Daten stammen maßgeblich von den Erdbeobachtungssatelliten Aeolus und Sentinel-5P. Die Kombination von Satellitendaten ermögliche es, das Verständnis über die Luftschichten über der Sahara zu verbessern und bessere Vorhersagen zur Luftqualität zu machen.

Lesen Sie auch: Rekord-Hitze oder Frost-Alarm? So heiß wird der Sommer in diesem Jahr

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

sba/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser