02.06.2020, 15.59 Uhr

Toxische Erfrischung: Tödliches Gift in Getränkeflaschen - 3 Menschen tranken davon

Unbekannte haben Getränkeflaschen in zwei Münchner Supermärkten mit tödlichen Mengen Gift versehen. Drei Kunden hatten die vergifteten Erfrischungsgetränke gekauft und zu sich genommen. Die Polizei ermittelt.

Unbekannte haben in München Gift in Erfrischungsgetränke gemischt Bild: Africa Studio/Adobe Stock

Unbekannte haben in München mehrere Getränkeflaschen mit tödlichem Gift versehen.Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Mordes. Im März und April sei es zu vier bislang bekannten Vorfällen gekommen.

Drei Kunden hatten die vergifteten Getränke konsumiert

Konkret habe es sich um toxische Lösungsmittel in tödlichen Mengen gehandelt, mit denen die Erfrischungsgetränke versehen worden waren. In drei Fällen hätten Kunden sogar aus den mit Lösungsmitteln manipulierten Flaschen getrunken - glücklicherweise aber nur eine geringe Menge.

Zwei Frauen mussten sofort in medizinische Behandlung

Dennoch mussten zwei Frauen im Alter von 34 und 42 Jahren sofort nach dem Genuss der Getränke medizinisch behandelt werden. Sie klagten nach dem Konsum der vergifteten Getränke - ebenso wie auch ein 48Jahre alter Kunde - über Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden.

Mengen an Gift wären tödlich gewesen

Untersuchungen der Flüssigkeiten ergaben, dass die Dosis des Giftes tödlich gewesen wäre, hätten die Opfer die Flaschen ganz ausgetrunken. Um welche toxischen Substanzen es sich genau gehandelt habe, wollte der Polizeisprecher nicht sagen, um potenziellen Nachahmern keine Ideen zu liefern.

Daran erkennen Sie vergiftete Flaschen!

Weiter gab der Sprecher der Polizei an, dass die Getränke auffällig nach Lösungsmitteln gerochen haben. Er rät Supermarkt-Kunden, an ihrem Getränk zu schnuppern, bevor sie diese trinken. Die Hersteller der Getränke konnten Entwarnung geben: Sie konnten bei ihren Produkten keine Verunreinigungen feststellen. Sie empfehlen ihren Konsumenten, beim Öffnen der Flaschen auf das Siegel am Schraubverschluss zu achten. Ist das Siegel gebrochen, sollten Kunden dies dem Lebensmittelgeschäft oder der Polizei melden, vor allem, wenn der Flascheninhalt verdächtig riecht.

Weitere vergiftete Flasche gefunden

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass auch eine vierte Flasche mit Gift versetzt war. Sie war allerdings glücklicherweise noch nicht verkauft worden. Bei den Supermärkten, in denen die Getränke vergiftet worden waren, handelte es sich um Standorte unterschiedlicher Handelsketten im Westen von München. Bekennerschreiben oder Erpresserbriefe gab es bisher keine. Die Polizei hat eine Sonderkommission eingerichtet, die "Soko Tox", und sucht Zeugen.

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sig/fka/news.de/dpa

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