29.10.2019, 15.26 Uhr

Student begeht Suizid: Psychische Folter endet in tragischem Selbstmord

Ein Student aus Boston nahm sich das Leben, nachdem er über Monate von seiner Freundin psychisch und physisch misshandelt wurde. Nun versuchen die Behörden herauszufinden, inwiefern die junge Frau für den Selbstmord zu verantworten ist. Lesen Sie hier alles zu dem Vorfall.

Nach monatelanger Misshandlung durch seine Freundin beging ein Student aus Boston Selbstmord. Bild: adobestock/Pixel-Shot

Weniger als zwei Stunden vor seiner Abschlussfeier beendete der 22-jährige Alexander Urtula sein Leben, indem er vom Dach eines Parkhauses in Roxbury in Boston sprang. Wie das britische Magazin "Metro" berichtet, wollte er so dem Leid entkommen, dem ihm seine Freundin Inyoung You aussetzte.

Student sieht Selbstmord als einzigen Weg aus Beziehung

Wie die Staatsanwältin mitteilt, wird nach der 21-jährigen Freundin gefahndet. Ihr wir vorgeworfen, mit ihrem Verhalten den jungen Mann solange körperlich, psychisch und mit Worten misshandelt zu haben, bis dieser sein eigenes Leben beendete. In Massachusetts gilt ein Gesetz, das Personen mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bedroht, wenn diese den Selbstmord mit zu verantworten haben.

Wie Nachrichten zwischen den beiden zeigen, dauerte die Beziehung in dieser Form über 18 Monate an. In dieser Zeit wurden die Nachrichten und Forderungen von Inyoung You in Richtung von Alexander Urtula immer gemeiner und erniedrigender. Insbesondere zum Ende der Beziehung soll die Intensität und Häufigkeit der Nachrichten stark zugenommen haben. Allein in den zwei Monaten vor dem tragischen Suizid des Studenten Alexander Urtula bekam er von seiner Partnerin 47.000 Nachrichten.

Systematische Kontrolle und Erniedrigung bis zur Ausweglosigkeit

Wie die Behörden mitteilten, nutzte die junge Frau für ihre Manipulation die Androhung und Durchführung von Selbstverletzung, die sie dann ihrem Partner anlastete. Sowohl Freunden als auch der Familie war sich durchaus bekannt, in was für einer Beziehung sich die beiden befinden, sahen sich aber auch nicht in der Lage einzugreifen.

Die Methoden, Kontrolle über das Leben ihres Freundes auszuüben, gingen soweit, dass sie sein Telefon orten lies. So war sie wohl auch auf dem Parkhaus, als sich Alexander Urtula das Leben nahm, und soll über den psychischen Zustand ihres Partners durchaus im Bilde gewesen sein. Die Beschuldigte Inyoung You kann von den Behörden im Moment nicht befragt werden, da sie sich seit dem tragischen Suizid in Süd-Korea aufhält.

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luj/kum/news.de

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