30.08.2017, 15.20 Uhr

Fatale Fehldiagnose?: Kleiner Junge klagt über Bauchweh - 2 Monate später ist er tot

Ein kleiner Junge aus Wales wurde zum Arzt gebracht, nachdem er über Bauchschmerzen klagte. Doch die Mediziner konnten dem 22 Monate alten Oliver Jenkins nicht helfen. Erst als der Junge starb, erfuhren seine Eltern die schreckliche Diagnose.

Die Bauchschmerzen eines kleinen Jungen wurden vom Arzt falsch diagnostiziert - zwei Monate später war das Kind tot (Symbolbild). Bild: Fotolia / Sergiy Bykhunenko

Dass kleine Kinder öfter Bauchweh haben oder an Durchfall und Erbrechen leiden, dürfte Eltern bekannt vorkommen. So ging es auch dem 22 Monate alten Oliver Jenkins aus Bryn in Wales. Seine Mutter Rachel Jenkins nahm die Beschwerden ihres Sohnes dennoch nicht auf die leichte Schulter und ging mit dem Kleinkind zum Arzt, nachdem der sonst kerngesunde Junge über Bauchweh klagte und sich ständig übergab.

Kleiner Junge (22 Monate) mit Bauchschmerzen im Krankenhaus - doch die Ärzte finden keine Erklärung

Im Krankenhaus wurde der aufgeweckte Junge, über dessen Fall der "Mirror" berichtet, gründlich untersucht, doch die Ärzte konnten nicht herausfinden, was Oliver Jenkins fehlte. Einen Monat musste der Kleine in der Klinik zubringen, doch die Mediziner diagnostizierten lediglich eine Magen-Darm-Verstimmung.

Schockierende Diagnose! Oliver Jenkins' Leidensweg mit nur 22 Monaten

Oliver Jenkins' Leiden wurde jedoch immer schlimmer, bis der Junge auf die Intensivstation verlegt wurde. Erst nach wochenlangem Leiden erhielten die Eltern die schreckliche Diagnose: Der 22 Monate alte Knirps hatte nicht nur eine Salmonellen-Infektion, sondern auch eine Lungenentzündung und eine grippeähnliche Symptome verursachende Parainfluenza und war überdies mit dem Rhinovirus infiziert, der Erkältungsbeschwerden verursacht. Der völlig geschwächte Junge musste mit Sauerstoff beatmet werden, von Tag zu Tag erhöhte sich der Sauerstoffbedarf des Kindes, schildert seine verzweifelte Mutter im "Mirror"-Interview.

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Selbst als die Infektionen nachgewiesen waren, konnten die Ärzte die Gesundheit des Jungen nicht mehr stabilisieren. Zuletzt wurde Oliver Jenkins, der von seinen Eltern liebevoll Ollie genannt wurde, in einen komaähnlichen Zustand versetzt. Als der Zustand des knapp Zweijährigen aussichtslos erschien, trafen seine Eltern die schwere Entscheidung, die lebenserhaltenden Maßnahmen für ihren Sohn abzuschalten. In den Armen seiner Eltern starb Oliver Jenkins im Juli 2017, nur zwei Monate, nachdem er erstmals mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam.

Trauernde Mutter von Oliver Jenkins sammelt Spenden für Kinderkrankenhäuser

Obwohl Rachel Jenkins vom Tod ihres Sohnes traumatisiert ist, hat sich die junge Mutter entschieden, sich für den Ausbau von Kinderstationen an walisischen Krankenhäusern stark zu machen. Nun soll eine Benefizveranstaltung im Gedenken an den verstorbenen Jungen möglichst viele Spenden einbringen, die der Organisation "Noah's Ark" in Cardiff zugute kommen sollen.

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loc/gea/news.de

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