Polizei-News Giessen, 20.10.26: Einbruch in Frohnhausen, schwerer Sturz eines Radfahrers, Betrug bei Schockanruf
Ein Diebstahl wurde aktuell von der Polizei in Giessen gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Dillenburg: Einbruch in Frohnhausen
In der Bayernstraße stieg ein Unbekannter gestern in ein Einfamilienhaus ein. Im Zeitraum zwischen 10 Uhr und 23.50 Uhr brach der Kriminelle ein Fenster des Hauses auf. Im Inneren suchte er nach Wertvollem. Der Einbrecher erbeutete eine Münzsammlung und entkam unbemerkt.Die Ermittler suchen Zeugen, die etwas Verdächtiges bemerkt haben und bitten um Hinweise an die Polizei Dillenburg unter der Telefonnummer 02771/9070.
Herborn: Betrunkener stürzt von Fahrrad und verletzt sich schwer
Im Walkmühlenweg stürzte gestern Abend gegen 20.15 Uhr ein Radfahrer. Einsatzkräfte stellten im Rahmen der Unfallaufnahme fest, dass der Mann offenbar unter dem Einfluss von Alkohol stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp über 2 Promille. Nach derzeitigen Erkenntnissen verlor der 39-jährige Radfahrer offenbar alkoholbedingt die Kontrolle über sein Fahrrad. Dies führte zum Sturz, bei dem er sich schwere Verletzungen zuzog. Der Verletzte aus dem Lahn-Dill-Kreis wurde vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Ein Arzt führte eine Blutentnahme durch. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren zu.
Wetzlar: Betrüger bei Schockanruf erfolgreich
Ein dreister Betrüger setzte eine Seniorin so unter Druck, dass sie schließlich Gold und Schmuck an einen unbekannten Abholer übergab. Der Fall, der sich am Freitag (16.10.) in Wetzlar ereignete, folgte einer gängigen Masche: Ein angeblicher Amtsträger, in diesem Fall ein "Staatsanwalt", rief bei der 87-Jährigen an. Der Unbekannte schockierte die Seniorin, indem er über einen tödlichen Unfall berichtete. Diesen habe deren Tochter in Frankreich verursacht. Die Tochter müsse nun dort ins Gefängnis, sollte nicht sofort eine Kaution gezahlt werden. Die Seniorin geriet immer mehr unter Druck und übergab schließlich Bargeld, Schmuck und Goldunzen im Gesamtwert von etwa 15.000 Euro an einen unbekannten Abholer. Der Vorfall wurde erst im Nachgang bekannt. Die Ermittlungen zu dem Fall laufen.
Um es den dreisten Betrügern möglichst schwer zu machen, bittet die Polizei um Mithilfe. Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über die vielfältigen Maschen der Täter. Stellen Sie sich als Ansprechpartner für ihre Angehörigen zur Verfügung. Zeigen Sie die Möglichkeit auf, unter der Nummer 110 jederzeit die Polizei zu Hilfe holen zu können. Betrüger manipulieren oftmals geschickt. In der Regel versuchen sie, ihre Opfer initial zu schockieren. In vergangenen Fällen kam es bereits zu zahlreichen Anrufen und Gesprächen, die sich teils über einen langen Zeitraum, in manchen Fällen Stunden, erstrecken können. Darin üben die Kriminellen im Verlauf immer mehr Druck auf ihre Opfer aus. Die dabei genutzten Betrugsmaschen sind vielfältig:
- Der Schockanruf: Die Täter rufen an und geben sich als Mitarbeiter Ihrer Bank oder Sparkasse aus. Oft behaupten sie, es seien "unregelmäßige Kontobewegungen" aufgefallen. Daher seien weitere Sicherheitsvorkehrungen nötig. Auch rufen angebliche Polizisten oder Staatsanwälte an, im Kern geht es immer um Geldzahlungen.
- Die PIN-Falle: Unter dem Vorwand, die Karte sperren oder prüfen zu müssen, wird das Opfer gedrängt, die PIN preiszugeben. Entweder direkt am Telefon, vor Ort an den falschen Mitarbeiter oder durch Eingabe in eine gefälschte Website.
- Die Abholung: Da die Karte angeblich "defekt" oder "unsicher" sei, kündigt der Anrufer an, ein Kurier oder Kollege werde sie sofort an der Haustür abholen, um sie zur Bank zu bringen. Teils wird versucht, auch weitere Wertgegenstände in Verwahrung zu nehmen, um sie so vor Dieben zu sichern.
- Die Plünderung: Sobald die Betrüger Karte und PIN haben, heben sie umgehend Bargeld an Automaten ab oder tätigen Einkäufe.
Die Ermittler raten: Banken, Staatsanwälte oder Polizisten fragen telefonisch nicht nach Details, Wertgegenständen, Geheimnummern oder fordern Sie telefonisch zu Überweisungen auf. Sollte sich ein angeblicher Mitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf! Vergewissern Sie sich im Zweifel persönlich bei Ihrer Bank. Geben Sie auf keinen Fall Informationen zu Ihren Wertgegenständen, private Daten wie z. B. Bankkonto- und Kartendaten oder andere Zugangsdaten zu Kundenkonten (z. B. PayPal), heraus. Übergeben Sie niemals Geld oder sonstige Wertgegenstände an Fremde!
Im Zweifel gilt: Gespräch sofort beenden und die Polizei informieren!
Die Polizei Hessen bietet umfangreiche Präventionsangebote und gibt kostenlos Tipps. Kontakt zu den mittelhessischen Ansprechpersonen finden Sie auf unserer Internetseite: https://www.polizei.hessen.de/service/ansprechpersonen/kriminalpolizeiliche-beratungsstelle-im-polizeipraesidium-mittelhessen
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mittelhessen vom 20.10.2026 gegen 15:25 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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