Polizei-News LK Gifhorn, 20.10.26: Falsche Hilfe am Computer - 69-Jährige um mehr als 1.000 Euro betrogen

Die Polizei informiert über einen aktuellen Vorfall von Cyberkriminalität in LK Gifhorn. Was ist heute passiert?

Erstellt von - Uhr

Verkehrskontrolle für das Presseportal (Foto) Suche
Verkehrskontrolle für das Presseportal Bild: Adobe Stock / benjaminnolte

Mit einem schwarzen Bildschirm, lauten Pieptönen und einer vermeintlichen Hilfsnummer von Microsoft haben Betrüger eine 69-Jährige aus dem Landkreis Gifhorn unter Druck gesetzt. Die Polizei Gifhorn hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor der Masche der Betrüger.

Die Frau war auf einer Social-Media-Plattform unterwegs und klickte auf einen Link. Daraufhin wurde der Bildschirm ihres Laptops zunächst schwarz, das Gerät begann zu piepen und eine angebliche Telefonnummer von Microsoft erschien. Im anschließenden Telefonat fragte ein vermeintlicher Mitarbeiter auch Kontodaten der Frau ab. Die Geräusche des Laptops und die Gesprächsführung des Mannes versetzten die 69-Jährige in erheblichen Stress.

Die Frau beendete schließlich selbstständig das Gespräch. Anschließend erhielt sie erneut einen Anruf eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters. Dieser verlangte weitere Daten, da man ihr andernfalls nicht helfen könne. Am nächsten Tag stellte die Frau mehrere Abbuchungen von ihren Konten fest. Der Schaden liegt bei mehr als 1.000 Euro.

Betrüger nutzen vermeintliche Computerprobleme, um Menschen zu verunsichern und zur Herausgabe sensibler Daten zu bewegen. Auffällige Warnmeldungen und laute Töne bedeuten nicht automatisch, dass ein Gerät tatsächlich mit einem Virus infiziert ist. Bereits der Aufruf einer manipulierten Internetseite über einen Link oder ein Werbebanner kann dazu führen, dass dort hinterlegte Befehle Warntöne abspielen und eine vermeintliche Hilfsnummer anzeigen. Ein Download oder die Installation eines Programms ist dafür nicht zwingend erforderlich.

Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor dieser Betrugsmasche:

  • Prüfen Sie vor dem Anklicken, wohin ein Link oder ein Werbebanner führt. Öffnen Sie bei Zweifeln die gewünschte Internetseite selbst über die Ihnen bekannte Adresse.
  • Rufen Sie keine Telefonnummern an, die in solchen Warnmeldungen erscheinen. Schließen Sie den Browser oder starten Sie den Computer neu.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Sie dürfen jederzeit auflegen - auch wenn die Person am Telefon behauptet, das Problem werde dadurch schlimmer.
  • Geben Sie keine Konto- oder Zugangsdaten, Passwörter oder Freigabecodes weiter. Erlauben Sie Unbekannten keinen Zugriff auf Ihren Computer und installieren Sie auf deren Aufforderung keine Programme.

Haben Sie bereits Daten weitergegeben oder verdächtige Abbuchungen festgestellt, verständigen Sie umgehend Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Hatten die Täter Zugriff auf Ihren Computer, trennen Sie ihn vom Internet und lassen Sie ihn fachkundig überprüfen. Ändern Sie betroffene Passwörter über ein anderes, sicheres Gerät.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizeiinspektion Gifhorn vom 20.10.2026 gegen 11:07 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle Nachrichten aus der Region Gifhorn:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.