Polizei-News Ulm, 16.10.26: Biberach - Polizei kontrolliert E-Scooter und Zweiräder im Stadtgebiet

Ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aktuell von der Polizei in Ulm gemeldet. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Christian Charisius

Dabei konnten zahlreiche Verstöße bei "getunten" E-Scootern festgestellt werden.

Das Polizeipräsidium Ulm verfolgt die Ziele polizeilicher Verkehrssicherheitsarbeit, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern, Unfallfolgen zu minimieren und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung im Straßenverkehr Rechnung zu tragen. Die gezielte Überwachung des motorisierten Zweiradverkehrs und die konsequente Bekämpfung der Hauptunfallursachen bei schweren Verkehrsunfällen unter Beteiligung von motorisierten Zweirädern haben im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm hohe Priorität. Aufgrund der Feststellung und Erkenntnislage zunehmender erheblicher technischer Veränderungen im Bereich der leistbaren Höchstgeschwindigkeit an E-Scootern (eKf) wurden zwischen 6.30 Uhr und 14.30 Uhr vorwiegend an- und abfahrende Schüler und Schülerinnen mit E-Scootern an mehreren Schulen einer Kontrolle unterzogen. Des Weiteren wurden im Stadtgebiet von Biberach, insbesondere am Bahnhof Überprüfungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden verkehrserzieherische Gespräche mit den Schülern in Hinblick auf die Folgen mit einem "getunten" E-Scooter geführt.

Bei der mehrstündigen Kontrolle wurden insgesamt 36 eKf und drei Fahrräder genauer unter die Lupe genommen. Das führte zu nachfolgendem Ergebnis:

Bei zwölf Fahrzeugen war die Betriebserlaubnis erloschen, davon waren in vier Fällen offenbar die Software der E-Scooter manipuliert worden. Dadurch erreichten die Fahrzeuge eine deutlich höhere Geschwindigkeit und waren rechtlich als Kraftfahrzeuge einzustufen. Da die Jugendlichen nicht über die dafür erforderliche Fahrerlaubnis verfügten, wurden in vier Fällen entsprechende Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet. Drei unter den E-Scooter-Fahrenden standen unter Drogeneinfluss. Das konnte anhand eines Drogenschnelltests im Urin nachgewiesen werden. Sie hatten vor Fahrtbeginn entweder THC oder Amphetamin zu sich genommen und müssen sich nun dafür verantworten.

Außerdem wurden vier Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz festgestellt. Die Polizei leitete die entsprechenden Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Bei den 13 Owi-Verfahren handelte es sich um Fälle von nicht angebrachten Versicherungskennzeichen oder die Beförderung auf einem Roller mit mehr als einer Person.

Zwölf eKf wurden durch die Polizei sichergestellt. Vier E-Scooter waren sogar so schnell, dass die Geschwindigkeit mittels eines Rollenprüfstandes ermittelt und beweissicher dokumentiert wurde. Der Spitzenreiter war ein 15-Jähriger, dessen Roller schaffte es auf 58 km/h.

Auch wurden die Belange des Jugendschutzes nicht außer Acht gelassen. Bei fünf Jugendlichen stießen die Beamten auf Vapes. Die E-Zigaretten wurden von der Polizei einbehalten.

Bei den minderjährigen Betroffenen wurden die Erziehungsberechtigten über die festgestellten Verstöße informiert und, soweit erforderlich, hinzugezogen.

Auch in Zukunft wird die Polizei E-Scooter und Elektrokleinstfahrzeuge im Stadtgebiet und im Umfeld von Schulen im Blick behalten und entsprechende Kontrollen durchführen. Diese können sowohl angekündigt als auch unangekündigt stattfinden.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Ulm vom 16.10.2026 gegen 15:10 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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