Polizei-News StädteRegion Aachen/ Stolberg, 16.10.26: Schockanrufer erbeuten Geld mit falscher Operation für Tochter
Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in StädteRegion Aachen/ Stolberg. Was ist bisher bekannt?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Ein Anruf, eine dramatische Geschichte, eine angeblich lebensrettende Operation - und plötzlich geht es um das gesamte Ersparte. Mit einer solchen Schockgeschichte haben Betrüger in der StädteRegion Aachen wieder einen hohen Geldbetrag erbeutet. Die Täter nutzen die Angst ihrer Opfer gezielt aus.
Ein älteres Ehepaar aus Stolberg-Münsterbusch erhielt am Donnerstagabend (15.10.26) einen Anruf. Am Telefon hieß es, die Tochter sei verunglückt und benötige dringend eine Operation. Dafür sollten die Angehörigen einen mittleren fünfstelligen Geldbetrag bereitstellen. Im weiteren Verlauf übergab das Ehepaar schließlich das Geld an einen unbekannten Mann.
Die Masche ist perfide: Die Täter wollen keine Zeit zum Nachdenken lassen. Sie erzeugen Angst, behaupten beispielsweise, ein Familienmitglied schwebe in Lebensgefahr, und drängen ihre Gesprächspartner zu einer sofortigen Geldübergabe. Nicht selten geben sie sich als Polizeibeamte, Staatsanwälte, Richter, Ärzte oder andere vermeintliche Vertrauenspersonen aus.
Die Polizei Aachen appelliert deshalb eindringlich: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen - auch dann nicht, wenn die Geschichte noch so glaubwürdig und dringlich klingt.Wichtig zu wissen: Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden fordern am Telefon kein Bargeld, um eine angebliche Notlage zu lösen oder eine Person vor einer Haft zu bewahren.
Wer einen solchen Anruf erhält, sollte misstrauisch bleiben, das Gespräch beenden und die Polizei informieren. Wer bereits Geld übergeben hat, sollte sich ebenfalls umgehend melden.
Die Täter verfügen teilweise über persönliche Informationen, etwa zu Familienangehörigen oder dem Bankinstitut, die sie vermutlich vorab im Internet recherchieren (z. B. über Todesanzeigen). Sollten Sie Zweifel haben, rufen Sie unbedingt die angebliche Behörde über die offizielle Telefonnummer an und fragen direkt nach.
Die Polizei empfiehlt auch, die eigene Telefonnummer aus den öffentlichen Telefonverzeichnissen löschen zu lassen. Denn: Die Täter wählen ihre Opfer häufig gezielt aus und orientieren sich dabei unter anderem an Vornamen, die auf ältere Menschen schließen lassen.
Die Polizei Aachen bittet insbesondere Angehörige, ältere Familienmitglieder und Bekannte über diese Betrugsmaschen aufzuklären. Ein Gespräch im Vorfeld kann helfen, im entscheidenden Moment einen klaren Kopf zu bewahren.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Aachen vom 16.10.2026 gegen 12:04 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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