Polizei-News Köln, 15.10.26: Betrüger kassieren Kaution für fremde Wohnung in Köln, über hundert Wohnungssuchende getäuscht

Die Polizei informiert über einen aktuellen Fall von Betrug in Köln. Was ist zur Zeit bekannt?

Erstellt von - Uhr

Raub für das Presseportal (Foto) Suche
Raub für das Presseportal Bild: Adobe Stock / Heiko Küverling

Die Polizei fahndet nach Betrügern, die Anfang Oktober Wohnungssuchende in Köln mit einem falschen Mietangebot getäuscht haben. Die Täter boten eine Immobilie in der Innenstadt an, die ihnen gar nicht gehört. Bislang sind mehr als 20 Strafanzeigen bei der Polizei eingegangen.

Wie lief der Betrug ab? Die Drei-Zimmer-Wohnung in der Römergasse existiert tatsächlich. Die rechtmäßige Mieterin bietet sie auf einem Internetportal für Ferienwohnungen zur tageweisen Miete an. Die Täter kopierten Fotos und Beschreibung aus diesem Angebot und veröffentlichten damit eine eigene Anzeige auf einem großen Online-Immobilienportal: drei Zimmer, knapp 70 Quadratmeter, möbliert, rund 1000 Euro Miete pro Monat.

Für Donnerstag, 1. Oktober, setzten die Betrüger einen Besichtigungstermin an. Nach bisherigen Erkenntnissen kamen im Laufe des Tages weit mehr als hundert Interessenten. Ein vermeintlicher Vertreter einer Hausverwaltung führte sie durch die Wohnung. Auch diese von den Tätern angegebene Hausverwaltung existiert tatsächlich, was es den Wohnungssuchenden zusätzlich erschwert haben dürfte, den Betrug zu durchschauen.

Mindestens ein Interessent überwies anschließend die geforderte Kaution in Höhe von knapp 3000 Euro an die angebliche Verwaltung. Andere übermittelten auf Anforderung persönliche Unterlagen wie Personalausweis-Kopien, Schufa-Auskünfte und Gehaltsnachweise. Einige bemerkten im Nachhinein durch eine entsprechende Betrugswarnung des Immobilienportals, dass sie Kriminellen aufgesessen waren und informierten die Polizei.

Am 11. Oktober versuchten womöglich dieselben Täter, auf ähnliche Weise eine Wohnung am Eigelstein zu vermieten. Diesmal wurden die übrigen Hausbewohner misstrauisch und verhinderten den Besichtigungstermin.

Die Polizei bittet weitere mögliche Geschädigte, Anzeige zu erstatten. Das ist online unter koeln.polizei.nrw möglich oder auf jeder Polizeiwache.

So schützen Sie sich vor falschen Mietangeboten:

  • Prüfen Sie vor einer Besichtigung mit einer Bilderrückwärtssuche im Internet, ob die Fotos oder die Wohnung auch in anderen Portalen - etwa für Ferienunterkünfte - auftauchen.

  • Fragen Sie bei der Besichtigung nach der zuständigen Hausverwaltung. Die Kontaktdaten finden sich beispielsweise auf einem Aushang im Hausflur - oder Sie erfragen sie bei Nachbarn. Erkundigen Sie sich bei der Hausverwaltung, ob die Wohnung tatsächlich zur Vermietung steht.

  • Leisten Sie Kautionszahlungen oder Beträge für die Übernahme von Möbeln nicht per Vorkasse, sondern erst bei Einzug.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Polizei Köln vom 15.10.2026 gegen 12:15 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle Nachrichten aus der Region Köln:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.