Polizeifahndung Köln, 15.10.26: Zoll Köln sichert 90 Giftschlangen und Echsen im Koffer eines Feuerwehrmanns

Das Zollamt meldet einen aktuellen Fall in Köln von heute (Do), dem 15.10.26. Was ist heute passiert?

Erstellt von - Uhr

Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). (Foto) Suche
Der Zoll meldet einen aktuellen Fall (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Matthias Balk

Mehr als 90 Giftschlangen und Echsen fand der Kölner ZOLL am Flughafen Köln/Bonn vor drei Wochen im Koffer eines mexikanischen Feuerwehrmanns.

"Meine Kolleginnen und Kollegen am Flughafen sind in Sachen Reisemitbringsel in Koffern zwar einiges gewohnt, aber 37 lebende Giftschlangen und 55 Echsen aus Mexiko hatten wir noch nie", so Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. "Ein außergewöhnlicher Aufgriff für den deutschen Zoll, auch wenn es uns betroffen macht, was manche Menschen Tieren aus reiner Profitgier antun."

Der 45-jährige Mann, war aus Mexiko City über Istanbul nach Köln geflogen. Als er am Abend den grünen Ausgang des Zolls passieren wollte, wurde er mit seinem Reisegepäck kontrolliert. Aufgrund seines auffällig nervösen Verhaltens und teilweise widersprüchlichen Aussagen zum Ziel seiner Reise, wurde neben der Überprüfung des Gepäcks auch ein Drogenwischtest an den Handinnenflächen des Mexikaners durchgeführt.

"Das Ergebnis war eindeutig Kokain. Daher machten sich meine Kolleginnen und Kollegen gezielt auf die Suche nach möglichen Drogenverstecken in seinem Koffer. Als eine junge Kollegin eine Shampooflasche öffnete, fand sie statt Kokain mehrere lebende Schlangen. Nach einem kurzen Schreckmoment, kamen zahlreiche Kunststoffdosen, Shampoo- und Cremeflaschen sowie Sockenknäuel in dem Koffer zum Vorschein, in welchen jeweils mehrere Schlangen und Echsen tierschutzwidrig eingepfercht waren. Drogen wurden weder im Gepäck, noch an der Person gefunden", so Ahland weiter.

Mit Hilfe eines fließend spanisch sprechenden Kollegen der Bundespolizei, gab der Schmuggler an, die Tiere als Gefallen für einen brasilianischen Bekannten bei seiner Urlaubsreise nach Deutschland mitgenommen zu haben. Um welche Arten es sich bei den Reptilien handelt, konnte er nicht sagen. Weitere Details können aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt werden. Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen.

Ein hinzugezogener Veterinär der Stadt Köln, organisierte noch in der Nacht die Übernahme der fachgerechten Erstversorgung und Pflege der Reptilien durch die Schlangenfarm Schladen bei Braunschweig.

Durch einen Fachmann der Schlangenfarm wurde festgestellt, dass es sich bei dem Großteil der Reptilien um Vipern, Klapperschlangen, Stachelleguane, Salamander sowie verschiedene Baumschleichen und Eidechsen handelt. Leider überlebten einige der Tiere den tierschutzwidrigen Transport ohne Wasser und Nahrung nicht.

"Über 1.300 Aufgriffe mit mehr als 56.600 geschützten Tieren und Pflanzen oder daraus hergestellter Waren, hatten wir bundesweit im vergangenen Jahr. Mehr als 90 Prozent da-von wird in Postpaketen oder an Flughäfen gefunden. Es macht uns stolz, mit unserer täglichen Arbeit einen wichtigen Beitrag zum internationalen Artenschutz zu leisten", ergänzt Jens Ahland.

Für den Feuerwehrmann ging es am nächsten Morgen zurück nach Istanbul, da die Bundespolizei ihm die Einreise aufgrund der von der Person ausgehenden Gefahr für die Sicherheit und Ordnung verweigerte.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Hauptzollamt Köln vom 15.10.2026 gegen 12:01 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle Nachrichten aus der Region Köln:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.